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in Bayern und auch anderswo – globales Lernen mit Spaß
GTZ unterstützt Projekt zur erlebnisorientierten Umweltbildung im Nationalpark Bayerischer Wald

Wissen über Natur, die Bedeutung der natürlichen Reichtümer für die kulturelle Entwicklung und das Bewusstsein über die globale Notwendigkeit von Ressourcenerhalt – wie könnte dies anschaulicher vermittelt werden, als durch eigenes Erleben? Hautnahe Naturerfahrungen, ein sich-Auseinandersetzen mit den Lebenswelten anderer Kulturen, gemeinsam lachen, tanzen, kochen, musizieren, sich (ver)kleiden, über reiligiöse, philosophische, moralische, ethische Glaubens- und Lebensgrundsätze debatieren.... alles dies wird Jugendlichen demnächst im Bayerischen Wald möglich sein. Mit Unterstützung der Partner aus Asien, Afrika und Lateinamerika, die über die GTZ vermittelt wurden, baut der Nationalpark Bayerischer Wald traditionelle Unterkünfte von Bewohnern anderer Schutzgebiete auf. Auf anschauliche Art soll grenz- und kulturübergreifend in einem „Internationalen Wildniscamp“ erlebbar gemacht werden, wie andere Menschen in geschützten Wildnisgebieten mit ihren natürlichen Ressourcen umgehen, was Natur für sie im täglichen Leben bedeutet. Durch den Aufbau von Partnerschaften zwischen Jugendlichen aus der Mongolei, Vietnam, Benin, Chile oder Venezuela zu Jugendgruppen aus Deutschland soll der Austausch langfristig gefördert werden. Auch das Einüben demokratischer Spielregeln wird grenzüberschreitend erlebbar: ein deutsch-tschechisches Jugendparlament, das regelmäßig im internationalen Wildniscamp tagen und eine wichtige beratende Funktion für das Management der beiden Nationalparke Bayerischer Wald und Šumava haben soll, wird vielleicht schon bald inspirierende Ideen und Impulse aus Benin, Venezuela oder Vietnam aufgreifen.

Für dieses Projekt wurden die Verantwortlichen im Nationalpark Bayerischer Wald sowie ihr Kooperationspartner GTZ im Februar von der UNESCO ausgezeichnet. Prof. Dr. de Haan, Vorsitzender des Nationalkommittees würdigte die Initiative anlässlich der Auszeichnung im Rahmen der Bildungsmesse didacta als einen „sehr schönen und nachahmenswerten Beitrag“ zur UN Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (2005 bis 2014).

Ausschließlich weiblich war die Delegation aus der Mongolei zusammengesetzt, die Anfang Juli mit tatkräftiger Unterstützung von Jugendlichen aus der Region, politischen und administrativen Repräsentanten sowie Mitarbeitern der GTZ mit drei „Gers“ die ersten der traditionellen Unterkünfte aufbaute. Nach dem zweiwöchigen Aufenthalt im Bayerischen Wald zogen die Beteiligten sehr positive Bilanz. Tuvdendorj Selenge, Mitarbeiterin im GTZ-Programm „Schutz und nachhaltige Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen“ in Ulaanbaatar und ihre Kolleginnen, die Direktorin des Khangai Nuruu Nationalparks und zwei Leiterinnen von Infozentren, sind sich einig: „Wir hatten ein volles Programm, das uns viele neue Ideen für unsere Arbeit zuhause gegeben hat“. Tsengel, die 14-jährige Begleiterin aus der Mongolei hat in Katinka eine neue Freundin gefunden: „Ich hoffe, sie kommt mich auch mal besuchen!“. „Fachlich und menschlich war der Besuch ein echter Gewinn für uns alle“ resümiert Projektleiter Lukas Laux, der auf Grund der positiven Erfahrungen im August auch seine Familie einbeziehen wird, wenn in Vietnam mit dem dortigen GTZ-Projekt die nächste Partnerschaft vorbereitet wird.


   

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Last Update: 10. Januar 2016