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Tagung: Religiöse und kulturelle Entwicklung der Mongolei unter Bogd Jebtsundamba

von Brit Beneke
Fotos: briti bay fotodesign


Dr. Damba Ganbat (Botschafter der Mongolei)

Der Botschafter der Mongolei, Dr. phil. Damba Ganbat lud aus Anlass des 95. Proklamationstages der Mongolischen Republik und des 45. Jubiläums der Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen der Mongolei und Bundesrepublik Deutschland zu einer Konferenz über das Wirken des letzten Bogd Khan in die Staatsbibliothek zu Berlin ein.


Björn Reichhardt bei der Diskussion auf der Konferenz


Prof. Khishigt Norovsambuu (Institute for History and Ethnology of Mongolian Academy of Sciences)


N. Maralmaa (Institute of History and Ethnology, Mongolian Academy of Sciences)


Dr. Udo B. Barkmann bei der Diskussion auf der Konferenz


Dugarsurenin Otgonsuren (Direktorin des Choijin Lama Temple Museums)

Am 26.11.2019 trafen sich mongolische und deutsche Wissenschaftler/innen, um sich über das weltliche und geistliche Oberhaupt Bogd Khan Jebtsundamba und über die religiöse und kulturelle Entwicklung der Mongolei unter seiner Herrschaft auszutauschen.

Botschafter Damba Ganbat spannte einen weiten geschichtlichen Bogen, indem er in seiner Rede erwähnte, dass bereits Alexander von Humboldt als deutscher Forscher während seiner Russland-Reise die Region der heutigen Mongolei bereiste. Er wies darauf hin, dass es wichtig sei, die nächste Generation der Mongolist/innen auszubilden.


v.l.n.r.: Dugarsurenin Otgonsuren (Direktorin des Choijin Lama Temple Museums) überreicht ein Präsent an Dr. phil. Ganbat Damba (Botschafter der Mongolei)


v.l.n.r.: Dugarsurenin Otgonsuren, Dr. Michael Balk, Matthias Kaun, n.n., Munkhtuul Schwedes

Matthias Kaun, Leiter der Abteilung Ostasien an der Staatsbibliothek zu Berlin beschrieb die berühmte Landkartensammlung seines Hauses mit alten mongolischen Karten, die bei Wissenschaftler/innen sehr nachgefragt seien. Er sei froh, dass das Archiv der weltweiten Community offenstände.

Der Choijin Lama Temple in Ulaanbaatar ist ein Gebäudekomplex, der unter Bogd Jebtsundamba erbaut wurde. Auf welche Weise das heutige Museum der Anlage, Interesse beim Publikum schafft, beschrieb Otgonsuren Dugarsuren, Direktorin des Museums. Mit Museumnächten, Yoga-Events und Workshops gibt es für Besucher/innen immer neue Erlebnisse in den original erhaltenen Räumen des lamaistischen Klosters.


Dr. Michael Balk (Zentralasienabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin)

Dr. Michael Balk, Zentralasienabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin, gab einen Einblick in den Bestand mongolischer Bücher in seiner Abteilung. Er zählt zu den größten Beständen in Europa. Begonnen hat das mit Wilhelm Schott, der im 19. Jahrhundert erste mongolische Bücher in die damalige Königliche Bibliothek einbrachte.


v.l.n.r.: Prof. Khishigt Norovsambuu überreicht Bücher an Dr. Michael Balk

Dieser Bestand wurde während der Konferenz erweitert, als Prof. Khishigt Norovsambuu, Institute for History and Ethnology of Mongolian Academy of Science, neueste Publikationen ihres Instituts als Schenkung an Dr. Michael Balk überreichte.

Im Anschluss an die Konferenz eröffnete der Botschafter der Mongolei, Dr. phil. Damba Ganbat die Ausstellung „Mandala – Secret Tantric Temple“ mit über 20 großformatigen Fotografien des Choijin Lama Temple Museums. Sie geben einen einzigartigen Einblick in die religiöse Geschichte der Mongolei.

Die Ausstellung ist im Vorraum des Orient- und Ostasienlesesaals vom 26.11.2019 bis 29.12.2019 während der Öffnungszeiten der Staatsbibliothek Berlin zu sehen. Der Eintritt ist frei. Besucher ohne gültigen Bibliotheksausweis können am Info-Punkt eine Zugangskarte erhalten.


Maultrommeldarbietung


Auftritt einer mongolischen Sängerin


   

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Last Update: 15. Dezember 2019