Bonn schult Verwaltungsexperten aus Ulaanbaatar
Ausbau der Beziehungen zwischen beiden Städten

Die Stadt Bonn hilft der mongolischen Hauptstadt Ulaanbaatar auf ihrem Weg zu einer modernen Stadtverwaltung. Insbesondere durch Wissenstransfer soll den dortigen Experten das Ziel einer nachhaltigen Stadtentwicklung nahe gebracht werden. Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr halten sich daher seit gestern (Montag, 20. August) bis zum 16. September vier Verwaltungsfachleute der Stadt Ulaanbaatar in Bonn auf. Schwerpunkt dieses zweiten Trainingsblocks sind Themen aus den Bereichen Stadtplanung, Stadtentwicklung sowie Kataster- und Vermessungswesen. Nach Bonn reisen Choimpog Bat, Leiter der Stadtplanung und –entwicklung von Ulaanbaatar, Gotov Narangerel, Chefingenieur im Bereich Stadtentwicklung, Chultemsuren Batsaikhan, Experte im Umweltbereich, und Nadmidtseren Suhchuluun, Leiterin der Landplanung.

Gestern, Montag, 20. August, begrüßte Bürgermeister Ulrich Hauschild die vier Mongolen im Alten Rathaus. Dort fand eine Gesprächsrunde mit Vertretern des Stadtplanungsamtes, des Kataster- und Vermessungsamtes und des Amtes für Umweltschutz und Lebensmitteluntersuchung statt. Teilweise begegneten die mongolischen Gästen dort "alten Bekannten". Denn Bürgermeister Hauschild hatte die vier Experten bereits bei ihrem ersten Besuch im März und April in Bonn begrüßt. Auch der Leiter des Stadtplanungsamtes, Michael Isselmann, hatte bereits erste Erfahrungen mit der Stadt Ulaanbaatar sammeln können, denn er befand sich Ende Juli für einige Tage zu Kontaktaufnahme in der mongolischen Hauptstadt. 

Für den 28. August ist eine Gespräch mit dem Vorsitzenden des Ausschusses für Umwelt, Planung und Verkehr, Ulrich Kelber, geplant. Außerdem volontieren die mongolischen Gäste im Stadtplanungsamt und im Kataster- und Vermessungsamt.

Natürlich sollen die Gäste auch Bonn und die Region erkunden. Daher stehen Exkursionen an die Ahr, Schiffs- und Radausflüge auf dem Programm. Und da gerade während ihres Aufenthaltes in Bonn der Pützchens Markt angesagt ist, sind sie auch bei der Eröffnungsfeier des Fünf-Tage-Marktes mit dabei.

Internationale Kontakte sollen vertieft werden 
Das Vorhaben ist Bestandteil des TACIS City-Twinning-Projects zur nachhaltigen Stadtentwicklung zwischen Bonn und Ulaanbaatar. Es sieht konkret die Ausarbeitung eines Stadtentwicklungsplans für den Distrikt Ger in Ulaanbaatar vor. Im Mittelpunkt des Programms steht der regelmäßige Austausch von Verwaltungsexperten zwischen Bonn und der mongolischen Hauptstadt. 

Die Europäische Kommission fördert das TACIS Programm als ein Beispiel kommunaler Entwicklungszusammenarbeit im Rahmen der Lokalen Agenda 21. Und der weitere Ausbau der Beziehungen zwischen Bonn und Ulaanbaatar ist Bestandteil des Internationalen Konzepts der Stadt Bonn. 

Im November 2000 erhielt Bonn die Zusage der EU zur Förderung. Das geförderte Projekt sieht eine intensive Zusammenarbeit zwischen beiden Städten auf dem Gebiet der nachhaltigen Stadtentwicklung vor und ist auf 18 Monate begrenzt. Die EU gewährt einen Zuschuss von 100.000 Euro insgesamt. 

Im wesentlichen findet ein wechselseitiger Austausch von Verwaltungsexperten in Bonn und Ulaanbaatar statt, wobei die vertiefte Schulung in Bonn im Vordergrund steht. Es handelt sich ausschließlich um Experten, also um Führungspersönlichkeiten – Amtsleiter beispielsweise - aus Ulaanbaatar, die über langjährige Erfahrung in den Bereichen Stadtplanung und –entwicklung, Architektur und ähnliche Gebiete verfügen.


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Last Update: 10. Januar 2016