Mongolei – Jagd auf den Isubra-Hirsch im September 2003

von Hans-Joachim Schick

Jens Vocke von" Adler Adventure Tours" sprach mich im April an, ob ich Lust hätte, im September 2003 in der Mongolei während der Brunft auf den Isubra-Hirsch zu jagen und das Jagdgebiet für zukünftige Jagden zu prüfen. Im Heft 3 von JWW war diese Jagd angesprochen worden. Ich sagte zu, und diese Mal sollte meine Frau Barbara mit von der Partie sein.

Der Isubra-Hirsch (Cervus elaphus xanthopygus), auch südlicher oder kleiner Maral genannt, kommt im Ereen Davaa Gebirge in der nordöstlichen Mongolei reinrassig vor. Er ist in den Körpermaßen und vom Geweih her etwas kleiner als der Maral und wird von Auslandsjägern wegen seines schwachen Geweihs von ca. 5- 8 Kg eher vernachlässigt.

Wohl wissend, dass wir bei dieser Jagd im Gebirge steigen und uns auf dem Rücken des Pferdes bewähren mussten, bereiteten wir uns entsprechend vor. Mehrere Trainingswanderungen auf den Gipfel des Brockens, Reitstunden von Barbara, aber auch intensives Schießen mit unseren Jagdwaffen gehörten dazu. Barbara entschied sich, ihre Sauer 200 im Kaliber 30.06 und ich meine .300 Win Mag Blaser R 93 mitzunehmen und auf 200 m einzuschießen. Auch eine spezielle Zeckenimpfung (FSME-Immun) und Überprüfung des Impfstatus gehörten zu den Reisevorbereitungen. Flüge, Visum und sonstige Papiere für die Waffeneinfuhr wurden von Jens Vocke besorgt.

Nur die mongolischen Fluggesellschaft MIAT bietet Direktflüge donnerstags ab Frankfurt und samstags ab Berlin via Moskau nach Ulan Bator an. Der Flugpreis ist mit € 1.000,00 reichlich happig.

Am 18.09. geht die Reise mit einer Fahrt mit dem ICE von Hannover nach Frankfurt a. Main Flughafen los.

Wir begeben uns in aller Ruhe Richtung Terminal 2, wo in der Halle D die mongolische Fluggesellschaft MIAT die Schalter 888 bis 890 betreibt. Nach penibler Waffenkontrolle durch den BGS ist endlich unser Gepäck abgefertigt. Nach zweieinhalb Stunden Flug erreichen wir gegen 19.50 Uhr OZ Moskau. Wir können dort das Flugzeug und den Sicherheitsbereich verlassen und bummeln durch die teueren Geschäfte. Um 21.10 Uhr hebt das Flugzeug wieder ab, und wir werden mit deutschsprachigen Spielfilmen und gutem Essen und Getränken bei Laune gehalten, können ein wenig schlafen und erreichen am 19.09. gegen 8.00 Uhr Ulan Bator. Die Zeitverschiebung beträgt 7 Stunden.

Wir sind so ziemlich als erste durch die Passkontrolle und stehen aufnahmebereit am Förderband, um unser Gepäck in Empfang zu nehmen. Unser Dolmetscher vom Veranstalter Juulchin, mit Namen Lutbayar, stellt sich ein und hilft uns dabei, die Waffen recht unkompliziert durch den Zoll zu bekommen.

Wir werden im Hotel Palace in Ulan Bator untergebracht. Das Zimmer ist groß und geräumig und mit 2 Doppelbetten, Minibar, Fernseher und Balkon ausgestattet. Im Büro bei Juulchin in Ulan Bator zahlen wir mit Kreditkarte die noch offen stehenden US $ 300,00 für Veterinärzeugnis, Waffeneinfuhr usw.

Die nächsten 2 Tage erkunden wir unter sachkundiger Führung von Lutbayar die Gegend in und um Ulan Bator. Wir wollen bei dieser Reise mehr über Land und Leute, sowie über die Geschichte der Mongolei erfahren. Das tun wir seit einigen Jahren grundsätzlich in Verbindung mit Jagdreisen ins Ausland.

Montagmorgen, 22.09. geht es mit dem Kleinbus zum Flughafen von Ulan- Bator, wo wir um 08.00 Uhr mit einer Propellermaschine Richtung Choibalsan starten. Ankunft gegen 10.00 Uhr. Wir suchen unser Gepäck zusammen und treten vor das Flughafengebäude. Da erscheinen auch schon die beiden Jeeps mit Personal, das uns von jetzt an betreut. Für uns ist Maschbat, ein etwa 60 jähriger Mann, - der so typisch mongolisch aussieht, wie man sich Mongolen vorstellt, - als Dolmetscher und Jäger zugeordnet. Seine Sprachkenntnisse hat er über viele Jahre in der DDR / Leipzig erworben. Er kann uns viel über Land und Leute der Mongolei erzählen. Noch geht es aber nicht in das Jagdgebiet, sondern in das Hotel" To Fan", wo wir ein Tageszimmer beziehen und zu Mittag essen.

Die Fahrt ins Jagdgebiet beginnt um 14.30 Uhr. Es geht mehr oder weniger über einen Feldweg, der auf der Karte als Hauptverbindungsstraße ausgewiesen ist, durch die endlose fast menschenleere Weite der Steppe. Nirgends gibt es Zäune, Abgrenzungen oder eckig eingezäunte Flächen. Wir sehen zahlreiche Herden aus Schafen mit Ziegen gemischt, Pferden, Rindern und auch einmal eine Kamelherde und einzelne Yaks mit ihren fast bis zur Erde reichenden Fellen. Gegen 18.00 Uhr sind in weiter Ferne Berge zu sehen. Über eine Stunde fahren wir dann durch das harzähnliche Gebirge mit Lärchen, Birken und Kiefern. Brände der letzten Jahre haben viel Wald vernichtet. Die Grenze zu Russland ist nur wenige Kilometer entfernt. Im Dunkeln erreichen wir gegen 20.00 Uhr das Lager. Wir sind in einer Jurte untergebracht, in der bereits der Ofen angeheizt ist, und richten uns dort häuslich ein.

Wir schlafen aus und verbringen den nächsten Vormittag damit, uns auf die Jagd vorzubereiten. Die Nacht ist schon recht kalt gewesen. Das Wasser außerhalb der Jurte war hart gefroren. Um 10.00 Uhr soll es losgehen. Um 11.00 Uhr ist schließlich Abmarsch. Jeder von uns bekommt ein typisches Mongolen- Pferd zugewiesen. Wir sitzen auf unsere Pferde auf und sind froh, dass sie russische Sättel haben. Von einem mongolischen Sattel ist dringend abzuraten. Mit ihm kommt ein europäisches Hinterteil, zumal wenn es ungeübt ist, schlecht klar.

Zu meinem Trupp gehören Barbara, Maschbat und der Hauptjäger Ayurzan. Wir reiten im Tal entlang, von Beobachtungshalt zu Beobachtungshalt. Viel Wild ist nicht zu sehen. Eine Ricke kommt kurz in Anblick. Wir steigen dann gegen 12.30 Uhr auf einen Berg, zuerst mit dem Pferd, dann zu Fuß mit Pferd am Zügel, und halten von dort aus längerer Ausschau. Um 13.00 Uhr steigen wir wieder herunter und nehmen uns das Lunchpaket zur Brust. Es ist ein herrlicher Spätsommertag, schön warm und die Sonne scheint. Nach dem Essen legen wir uns auf die Wiese zum Mittagsschlaf. Wir reiten nachmittags pirschend Richtung Lager zurück, legen immer mal wieder Beobachtungshalte ein und kommen gegen 18.00 Uhr an. Der etwa knapp vierstündige Ritt hat doch angestrengt. Wir machen es uns gemütlich vor der Jurte, trinken ein Bier, rauchen eine Zigarre und bereiten uns auf den nächsten Jagdtag vor, an dem wir draußen übernachten werden.

In der Nacht verlasse ich die Jurte zum Wasserlassen. Zu meiner Überraschung bin ich von mehreren Kühen umringt, was nicht gerade angenehm ist. Sie sind aber lediglich scharf auf meinen (salzhaltigen) Urin und möchten am liebsten direkt an die „Zapfstelle". Ich sehe, dass ich schleunigst fertig werde.

Tags darauf ereignet sich nicht viel. Am Donnerstag, 25. September 2003 sollte es spannender werden. Morgens ist das Wasser in der Thermoskanne ist noch so heiß, dass der Kaffee schmeckt und ein kleiner Rest vom Abendessen wird zum Frühstück eingenommen. Wir hören 2 Hirsche schreien, einen in westlicher Richtung, einen anderen in ostwärtiger Richtung. Nachdem das Lager abgebaut ist, reiten wir los, einen Berg hinunter durch den typischen Wald der auslaufenden Taiga, bestehend aus Birken, Lärchen und Kiefern. Es ist ein junger Wald, da ein Waldbrand vor einigen Jahren den Bestand verwüstet hat. Wir kommen an eine Anhöhe, sitzen ab und verhören die Hirsche. In der Tat – unten im Tal schreit ein Hirsch.

An diesem Tag bin ich dran und pirsche mit Ayurzan den Hang hinab. Barbara bleibt mit Maschbat zurück, präpariert sich aber darauf, einen flüchtenden Hirsch schießen zu können. Ich habe nur mein Gewehr am Mann. Meine beiden Hosenträgerverschlüsse blinken. Ich ziehe die Hosenträger aus. Den Parka habe ich zurückgelassen, habe also nur meinen Tarnhemd und die Tarnhose an. Nachdem wir am Fuß des Berges angelangt sind, hält Ayurzan an und bedeutet, dass die Weiterpirsch mit Schuhen zu laut ist. Wir ziehen beide unsere Stiefel aus. Ayurzan übernimmt meine Stiefel, da ich schon die Waffe habe. Er pirscht barfuß, ich in Socken. Wir sehen immer wieder frische Trittsiegel, ein Bett des Hirsches und einige Male ertönt auch sein Röhren.

Nach gut einer Stunde Pirsch setzen wir uns auf den Waldboden und legen eine kleine Pause ein - da –ich schaue nach links- und sehe 30 m von mir entfernt das Haupt eines starken Hirsches, mit armdicken Stangen und breiter Auslage! Der Wildkörper ist durch Buschwerk verdeckt. Mein Gewehr steht direkt neben mir am Baum. Der Hirsch schaut einen Moment weg, und ich strecke meinen Arm nach dem Gewehr aus. Dieses bemerkt der Hirsch und springt unvermittelt ab. Ich springe auf, spanne die Waffe und versuche, einen Schuss anzubringen, aber im dichten Holz ist dieses nicht möglich.

Wir pirschen zurück zur Gruppe und reiten dann zum Hauptlager. Ein Ritt von etwa 3 Stunden führt uns durch den wunderschönen Wald und einen Sumpf (es ist jedes Tal ein Hochmoor mit vielen kleineren Bachläufen), der uns auch zum Absteigen zwingt. Am späten Nachmittag verlassen wir wieder das Hauptlager und beziehen einen Außenposten für die Jagd am nächsten Morgen. Wir nehmen ein Bad im Bach, und ich rasiere mich. Die Gnitzen (kleine Stechmücken) sind dabei sehr lästig.

Die einheimischen Jäger bereiten sich den üblichen Eintopf aus Wasser, Kartoffeln, Zwiebeln und Fleisch. Wir bekommen aus dem Lager Teigwaren mongolischer Art, Kartoffeln, Möhren und reichlich Hammelfleisch. Wir genießen es in vollen Zügen. Ich spendiere eine Flasche Whisky und für jeden Anwesenden eine Schachtel Zigaretten. Maschbat hat eine Flasche Wodka mitgebracht, der auch getrunken werden soll. Es fehlen Trinkgefäße, aber man weiß sich zu helfen: das Unterteil einer Plastik-Wasserflasche wird weggeschnitten, es dient dann als Trinkgefäß. Jeder Trinker opfert, bevor er trinkt, in alle Himmelsrichtungen, indem er mit einem Finger Wodka schnippt. Ich tue das Gleiche mit Whisky und Wodka.

Unsere Jagdführer werden doch langsam unruhig. Es sind keine Hirsche mehr zu hören. Wo sollen wir jetzt noch hinreiten? Wir beschließen, noch weiter in das Gebirge und den Wald hineinzureiten, um dort eine Chance auf den Hirsch zu haben. Von 8.00 Uhr bis 13.00 Uhr, insgesamt 5 Stunden mit kleinen Pausen, verbringen wir den Sonntag auf dem Pferderücken. Dabei durchreiten wir ein weites langes Hochplateau, klettern mit den Pferden bis auf eine Passhöhe, von dort geht es zu Fuß mit Pferden am Zügel wieder steil abwärts, wieder durch ein weites wunderschönes Tal voller Kräuter, guter Düfte und viel Wasser, um eine Bergnase herum und in das nächste Tal. Hierbei verlegten wir unser Jagdgebiet tief in das Gebirge hinein und erreichen schließlich einen Lagerplatz am Fuße eines spitzen Berges. Hier laufen drei Täler zusammen. Wir wollen sehen, dass wir heute Nacht Hirsche schreien hören und diese morgen, an unserem letzten Jagdtag, angehen können.

Erst um 19.00 Uhr kommt die Versorgung und die Zelte an .Es ist empfindlich kalt geworden. In nicht allzu weiter Ferne hören wir Wölfe heulen. Barbara verarztet Ayurzan noch mit Neuraltherapie. Er ist am linken Oberarm von Barbaras Pferd gebissen worden, und die Wunde ist sehr schmerzhaft. Wir müssen unseren Jagdführer einsatzfähig halten, was mit der Neuraltherapie auch gut gelingt. So wie es aussieht, wird es wieder eine kalte Nacht. Das Feuer brennt allerdings schon, und wir trinken einen heißen Tee.

Mit Anbruch des Tages werden wir wach. Heute ist unser letzter Jagdtag. Wird es sozusagen „auf den letzten Drücker" doch noch klappen? Sollte uns Diana gnädig gewesen sein und übernacht Hirsche in das Gebiet geschafft haben?

Es ist heute Morgen nicht so kalt wie am Tag zuvor. Es weht aber ein ziemlich steifer Wind und auch der Himmel ist bewölkt.

Gegen 8.00 Uhr reiten wir los. Ayurzan, sein Sohn, Barbara und ich. Wir wollen es auf einen Hirsch versuchen, der in der Nähe geschrieen haben soll. Wir reiten in ein kleines Tal, danach auf die Höhe, halten Ausblick, reiten in ein nächstes Tal hinunter und wieder auf die nächste Höhe. Ein Hirsch soll wieder geröhrt haben. Ayurzan beschließt, dass wir uns ansetzen und sein Sohn den vermuteten Hirsch zudrücken soll. Wir führen zu Fuß die Pferde auf die Höhe, da das Gelände ziemlich steil und felsig ist. Von oben haben wir eine gute Sicht auf den Hang und das Tal. Aber ein Hirsch kommt bei uns nicht vorbei. Wir gehen dann wieder zu Fuß den Berg hinunter, führen unsere Pferde am langen Zügel, sitzen im Tal auf und reiten Richtung Außenposten. Eine größere Strecke trabe ich. Das Reiten macht viel Freude, und ich habe große Sicherheit gewonnen. Insgesamt 3 Bachgräben überspringe ich mit dem Pferd. Gegen 12.00 Uhr kommen wir am Lager der vergangenen Nacht an. Das Wetter ist inzwischen immer kühler geworden, es weht permanent ein unangenehmer Wind, so dass alle unsere Kleidungsreserven wie Kapuzen, Handschuhe und Schal, zum Einsatz kommen. Maschbat hat inzwischen auf dem Lagerfeuer einen Eintopf gekocht. Er besteht aus Kartoffeln, Gurken, Zwiebeln, Möhren und natürlich Hammelfleisch. Er ist sehr schmackhaft. Mit Heißhunger löffeln wir diese herrliche Mahlzeit gemeinsam aus dem Kochtopf.

Danach geht es in das Hauptlager zurück. Wir erfahren, dass Ayurzan nichts unversucht lässt und für den späten Nachmittag noch eine Drückjagd veranstalten will. Ein letzter Versuch! Sechs Nomaden traben los, um sich als Treiber zu positionieren. Um 17.00 Uhr beginnt dann die „Drückjagd". Auch dieser letzte Versuch misslingt. Es kommt kein Wild in Anblick. Wo kein Wild ist, kann auch keines gedrückt werden.

Abends sitzen wir gemütlich in der Jurte zusammen. Es erscheinen Ayurzan und Maschbat und bieten uns Milchwein aus Stutenmilch an. Ich trinke mit, aber es kostet etwas Anstrengung. Den Rest, etwa 0,75 l, nehmen wir mit nachhause. Ayurzan schenkt mir zum Abschied eine aus Kuhhorn geschnitzte Schnupftabakflasche mit Löwenköpfen aus seinem Familienbesitz.

Am Dienstag, 30. September 2003 weckt uns das aufkommende Tageslicht, und wir verbringen bis zur Abreise die Zeit damit, unsere Sachen zu packen.

Das Jagdprotokoll wird gemeinsam in der Jurte ausgefüllt. Ich streiche auf dem Protokoll, dass ich am 24.09.2003 eine Chance auf einen Hirsch gehabt hätte. Den mongolisch beigefügten Begleittext unterschreibe ich nicht, sondern füge einen Text in Deutsch bei, wobei ich zum Ausdruck bringe, dass Jagdführung, Organisation und Campbetreuung gut waren, jedoch die Wilddichte sehr gering ist. Dies wohl aufgrund der vorangegangenen Waldbrände und der Wilderei, die insbesondere dem Rotwild gilt, dessen Organe für die traditionelle chinesische Medizin an Chinesen verkauft werden. Die chinesische Grenze ist nicht weit entfernt….

Es ist ein bewegter herzlicher Abschied. Fotos werden mit der ganzen Familie Ayurzans gemacht.

Ayurzan erhält als Abschiedsgeschenk meinen Halsumhänger mit Hirschkopf und ist sichtlich gerührt.

Um 11.00 Uhr beginnt die Abreise. Nach einigen kürzeren Pinkelpausen erreichen wir um 17.30 Uhr das Hotel „To Fan" in Choibalsan.

Vom Hotel aus rufe ich Jens Vocke von Adler Adventure Tours an und teile ihm das negative Jagdergebnis mit. Jens Vocke will den Sachverhalt prüfen. Absicht ist, eine Ersatzjagd im nächsten Jahr zu bekommen.

Zu Tagesanbruch um 6.00 Uhr am Donnerstag, 01.10.2003 werden wir wach. Die heiße Dusche nach einer Woche in der Wildnis tut besonders gut. Nach dem Frühstück fahren wir zum Flughafen von Choibalsan. Wir werden für diesen Inlandflug ohne Gepäckkontrolle und ohne Waffenkontrolle in den Sicherheitsbereich durchgeleitet. Um 09.30 Uhr hebt der Flieger pünktlich ab, und wir erreichen mit einer deutschen Fokker 30, die sehr komfortabel und sauber ist, gegen 11.00 Uhr den Flughafen von Ulan Bator. Im Flieger sitzen 2 spanische Jäger, die bei einer anderen Jagdfirma gebucht hatten und in der Gobi auf Steinbock, Schwarzschwanzgazelle und Wolf erfolgreich gejagt haben. Sie sind mit ihrer Jagd sehr zufrieden gewesen.

Nach Gepäckempfang usw. fahren wir zur letzten Übernachtung zum Palace Hotel.

Freitag, 02.10.2003 ist unser Rückreisetag. Die Abfertigung am Flughafen in Ulan- Bator ist ausgesprochen großzügig und schnell. Nicht einmal unsere Waffen werden kontrolliert.

Erst am Flughafen in Frankfurt dürfen wir wieder erleben, wie „beliebt" Jäger beim deutschen Zoll sind. Die beiden spanischen Jäger werden ausgesprochen schikanös behandelt und verstehen die Welt nicht mehr.

Eine kleine Zusammenfassung

Die Jagd in der Mongolei ist grundsätzlich sehr zu empfehlen. Sowohl Adler Adventure Tours als Vermittler als auch Juulchin als Veranstalter haben professionell und gut gearbeitet. Wir wussten, dass es sich um eine Erkundungs- und Erprobungsjagd handelt. Gleichwohl ist uns eine ansehnliche Rückvergütung für die Nichterlegung des Isubra- Hirsches überwiesen worden.

Die positive Wertung der Mongolei als Jagdland im Heft 3 von „Jagen Weltweit" kann ich bestätigen.

Organisation und Jagdführung von Juulchin waren sehr gut. Ich bin sicher, dass ich nicht zum letzten Mal mit Juulchin in der Mongolei gejagt habe.

Hans-Joachim Schick


   

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Last Update: 10. September 2006