Botschafter der Mongolei besucht Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW)

Das dritte "Deutsch-Mongolische Expertentreffen für biologische Forschung in ariden Gebieten der Mongolei" endete am 20. November 2006 erfolgreich mit einem feierlichen Empfang in der mongolischen Botschaft in Berlin.

Das Expertentreffen wurde von der Georg-August-Universität Göttingen gemeinsam mit der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und dem gastgebenden Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) veranstaltet. Im IZW sagte Prof. Tuvtendorj Galbataar, Botschafter der Mongolei: "Ich begrüße und unterstütze das Engagement deutscher Universitäten und Forschungseinrichtungen für eine nachhaltige Förderung der Lebenswissenschaften in der Mongolei."

Auf dem dritten Expertentreffen wurde diskutiert, in welche Richtung sich die mongolische Weidewirtschaft entwickelt und welche ökologischen Auswirkungen die verstärkte Nutzung ausgewählter Tierarten hat. Auch die ökologischen Vor- und Nachteile durch eine aktive Landschaftsgestaltung, Aufforstung oder Bergbauprojekte standen im Zentrum der Diskussion. Ein Hauptziel des Treffens kann unter dem Begriff "Mongolia 2010 - Functional Biodiversity" zusammengefasst werden. Für die Experten stand auch fest, dass ein notwendiger nachhaltiger Naturschutz in der Mongolei nur mit ausreichend finanziellen Ressourcen zu realisieren ist. Daher wollen sich die Experten zukünftig verstärkt um die Einwerbung von Drittmitteln bemühen.

Unter den Rednern waren namhafte Mongolei-Experten wie z.B. Prof. Michael Stubbe von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Dr. Ingo Stürmer von der Georg-August-Universität Göttingen und Dr. Karsten Wesche von der Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg. Zu den Gastrednern gehörten auch Hans Hoffmann von der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ), PD Dr. Rainer Ullrich vom Friedrich-Loeffler-Institut, BFA Tiergesundheit, Insel Riems, und Dr. Daniel Wyss von der Technischen Fachhochschule Berlin.

Hintergrund zum IZW
Das IZW forscht in den Bereichen Evolutionsbiologie und -ökologie, Wildtiermedizin sowie Reproduktionsbiologie. Die Experten des Leibniz-Instituts untersuchen Säugetiere und Vögel in ihren Wechselbeziehungen mit Mensch und Umwelt. Hauptziel ist die Erforschung der Anpassungsleistungen und -grenzen größerer Wildtiere und ihrer Rolle in naturnahen und kulturnahen Ökosystemen. Schwerpunktregionen sind Mitteleuropa, Ostasien, Ost- und südliches Afrika. Das Institut legt besonderen Wert auf die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Biologen und Veterinärmedizinern und setzt seine Forschungsziele durch Kooperationsprojekte mit Schutzgebieten und Zoos in Europa, Afrika und Nordamerika um. Das IZW hat hundertzehn Mitarbeiter und einen Etat von mehr als sechs Millionen Euro.

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft


   

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Last Update: 10. Januar 2016