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Gespräch zwischen dem 1. Regierenden Bürgermeister Ulaanbaatars und Vertretern der deutschen Wirtschaft

von Brit Beneke
Fotos: briti bay fotodesign


v.l.n.r.: Nyamaagiin Bataa, 1. Regierender Bürgermeister von Ulaanbaatar; Davaadorj Baldorj, Botschafter der Mongolei; Eberhard J. Trempel, Vorsitzender des German Global Trade Forum Berlin

Am 19.10.2012 luden der 1. Regierende Bürgermeister von Ulaanbaatar, Nyamaagiin Bataa, die Botschaft der Mongolei in Deutschland und das German Global Trade Forum Berlin zu einem Kamingespräch ein. In dem Raum auf dem Technologiepark Adlershof  in Berlin gab es zwar keinen Kamin, aber den passenden Rahmen für einen Austausch mit Ansprechpartnern aus der deutschen Wirtschaft.


v.l.n.r.: N. Bataa; Eberhard J. Trempel

Eberhard J. Trempel, Vorsitzender des German Global Trade Forum Berlin, begrüßte mehr als 20 Vertreter deutscher Unternehmen, die sich für Projekte in der mongolischen Hauptstadt interessieren.

Der Botschafter der Mongolei, Baldorjin Davaadorj, verwies auf die gegenseitigen Staatsbesuche in den letzten zwei Jahren. 2011 unterschrieb Bundeskanzlerin Angela Merkel ein Regierungsabkommen über die Zusammenarbeit im Rohstoff-, Industrie- und Technologiebereich. Ziel sei es, betonte B. Davaadorj, dieses Abkommen mit Leben zu füllen. Das Kamingespräch sei ein Baustein auf diesem Weg.


Nyamaagiin Bataa, 1. Regierender Bürgermeister von Ulaanbaatar

Bürgermeister N. Bataa, der zuvor am Asia-Europe Meeting (ASEM)-Treffen europäischer und asiatischer Bürgermeister im Roten Rathaus teilgenommen hatte, sagte: „Alle großen Städte stehen vor ähnlichen Problemen: wie z.B. öffentlicher Nahverkehr und Luftverschmutzung. Das spezielle Problem von Ulaanbaatar ist, dass 60 Prozent der Einwohner in Gers (traditionellen Filzzelten) wohnen.“ Geplant ist, diese Viertel mit besserer Infrastruktur auszustatten. Dabei geht es um Bereiche wie Müllmanagement, Wasserversorgung, Abwasser, Energie und Straßenbau.


G. Nandinjargal (Mitte), Amt für Stadtenwicklung, Ulaanbaatar, bei der Präsentation über Entwicklngspläne und Perspektiven von Ulaanbaatar

G. Nandinjargal, Abteilungsleiter im Amt für Stadtentwicklung, stellte die strategischen Entwicklungspläne Ulaanbaatars vor. Ein geplantes Projekt ist beispielsweise der Bau eines Industrie- und Technologie-Parks im Stadtteil Baganuur. Weiterhin wird die Verlagerung von Regierung, Universitäten und Gewerbe in ein neues Zentrum außerhalb der heutigen Stadt angedacht. Generell soll Ulaanbaatar in eine umwelt- und menschenfreundliche Stadt umgewandelt werden.

Das sind große Aufgaben, an deren Umsetzung sich deutsche Firmen beteiligen können. Die anwesenden Unternehmen stellten ihre Leistungen vor, die sie in die Stadtentwicklung von Ulaanbaatar konkret einbringen könnten. Die deutschen Firmenvertreter erkundigten sich nach mongolischen Ansprechpartnern, nach Finanzierungen und Genehmigungsverfahren. Zu Letzterem musste Bürgermeister N. Bataa leider bestätigen, dass für ein Bauprojekt in Ulaanbaatar 89 Unterschriften für die Genehmigung erforderlich seien. Sein Ziel ist es, diese bürokratische Prozedur zu straffen, um ein Genehmigungsverfahren innerhalb von 30 Tagen zum Abschluss zu bringen.

Die Veranstaltung galt als erste Kontaktaufnahme zwischen den Unternehmen und der Stadtregierung. Einige der Firmenvertreter vereinbarten mit dem Bürgermeister weiterführende Gespräche direkt vor Ort in der mongolischen Hauptstadt. Anderen bot das Kamingespräch Orientierungshilfe in der Planung, den Schritt in die Mongolei zu wagen."


reger Austausch unter den Teilnehmenden des Kamingesprächs


   

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Last Update: 10. Januar 2016