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"URBAN NOMADS Performance vor dem Brandenburger Tor

von Brit Beneke
Fotos: briti bay fotodesign

Am Abend des 20.4.2013 stand ein eigenartiges Gebilde auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor in Berlin: ein Halbkreis aus Holzlatten, die kreuz und quer übereinander steckten und sich auf der Westseite pyramidenartig auftürmten. Unter diesem Turm befand sich eine kleine Bühne. Das Lattengerüst war von unzähligen Sprüchen, Bildern und Zitaten übersät, die sich mit dem Thema „Urbanes Nomadentum“ aus mongolischer und westlicher Sicht befassen. Das Ganze war eine szenografische Installation mit einzelnen Live-Acts gemeinsam entwickelt von Studierenden der Mongolian State University of Arts and Culture (MSUAC), der Fachhochschule Dortmund und der Universität der Künste Berlin. Fünfzehn mongolische Kunst-Studierende nahmen zuvor an einem mehrtägigen Szenografie-Workshop an der FH Dortmund teil. Ein zweitägiger Workshop an der UdK Berlin folgte, bis dann alle Beteiligten dieses Installation auf den Pariser Platz stellten. Die Workshops und Performance sind Teil eines Forschungs- und Bildungsprojektes von URBAN NOMADS, das bis ins Jahr 2014 geplant ist. Im September 2013 werden die Workshops an der MSUAC in Ulaan Baatar weitergeführt. Dann werden die deutschen Studierenden in der Mongolei zu Gast sein. Gefördert werden URBAN NOMADS durch das Auswärtige Amt, den DAAD und die FreeStylers Group.


Publikum bei der URBAN NOMADS Veranstaltung

 Auf der Bühne am Brandenburger Tor wurden vielfältige Themen rund um die sozialen Veränderungen in der Mongolei erörtert, aber auch hiesige Problematiken angesprochen. Ganchimeg Altangerel, Dozentin an der Humboldt-Universität Berlin gab einen Überblick über die schrumpfenden Möglichkeiten, in der BRD Mongolistik zu studieren. Sie wies auf die dramatische Lage am Institut der Zentralasienwissenschaften ihrer Universität hin, bei dem durch stetige Kürzungen die Gefahr besteht, dass bald niemand in Berlin Mongolisch studieren könne.

 
Markus Presch (links) und Ganchimeg Altangerel (Mitte) von der Humboldt-Universität Berlin

Marcus Reinberg, der seit kurzem Honorarkonsul der Mongolei in Hamburg ist, erklärte, wie das Verfahren abläuft, um Konsul zu werden.

 
mongolische Studentin führt traditionellen Tanz vor

Mario Bandi, Filmemacher, und Otgonbayar Ershuu, Künstler, berichteten von der jungen, vielseitigen Kunst- und Kulturszene in Ulaan Baatar.


Installation mit Wandzeitungen vor dem Brandenburger Tor

Die mongolischen Austausch-Studierenden führten traditionelle und moderne Musik und Tänze auf. Den Abschluss der Veranstaltung krönte das Konzert des Rappers Quiza, bei dem das Publikum leidenschaftlich mitging."


Mario Bandi, Filmemacher, (links) und Otgonbayar Ershuu, Künstler, (Mitte)


Marcus Reinberg, Honorarkonsul der Mongolei in Hamburg

 
akrobatischer Streetdance


v.l.n.r.: Regisseur Gesu Otgon, Rapper Quiza Battsengel und Kulturattaché der Botschaft der Mongolei Batbileg Chuluunbaatar

 


Konzert des mongolischen Rappers Quiza


Publikum beim Konzert von Quiza


Publikum beim Konzert von Quiza


   

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Last Update: 10. Januar 2016