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"Freunde der Mongolei' e. V.
Johann-von-Werth-Straße 1
80639 München

Tel. 089 / 16 20 93 Fax 089 / 16 59 51


Projekt "Wüstenklinik"

Bekanntmachung des Projektes: am 19.12.97

Die Leitung der Klinik in Baruun Urt bittet unseren Verein um die Unterstützung bei der Verbesserung der Qualität der medizinischen Versorgung der Bevölkerung sowie der Arbeitsbedingungen des Krankenhauspersonals. Es geht um die finanzielle Hilfe beim Einkauf der notwendigen Medikamente, medizinischer Geräte und Hilfsmittel sowie bei der Renovierung des Krankenhausgebäudes.

1. Politisch-geograftsche Bedingungen

Die Klinik befindet sich 560 km von der Hauptstadt entfernt im Zentrum von Suchbaatar Aimag in Baruum Urt. 57 000 Viehzüchter/innen in diesem Aimag, die auf 82 300 qkm verstreut wohnen, sind auf den medizinischen Service des Krankenhauses angewiesen.

Industriebetriebe sowie Niederlassungen ausländischer Firmen gibt es im Suchbaatar Aimag nicht. Die Wirtschaft in diesem Aimag basiert auf die Viehwirtschaft. (1,1 Mio. Vieh, 1996). Wirtschaftlich gesehen gehört Suchbaatar Aimag zu den ärmsten in der Mongolei.

2. Leistungskapazität der Klinik..

Die Klinik hat ca. 50 Betten und bietet medizinisches Service für Unfallchirurgie, Innere Medizin, Geburtshilfe und Stomotologie. 7 Fachärzte und 13 medizinisches Fach- und Hilfspersonal arbeiten im diesem Krankenhaus. Ein Krankentransportwagen steht für alle Arten von Transporten zur Verfügung.

3. Dringendsten Probleme der Klinik

  1. Die Bettenkapazität erlaubt dem Krankenhaus nicht, alle diejenigen stationär aufzunehmen, die Hilfe dringend brauchten. Oft müssen die Ärzte Patienten mit vor Ort behandelbaren Krankheiten in die Krankenhäuser der Hauptstadt überweisen, weil es einfach an Betten fehlt. Aus dem selben Grund ist das Krankenhaus nicht mehr in der Lage, alle Entbindungen vorzunehmen. Das hat schwerwiegende Folgen - die Frauen bringen ihre Babys unter nicht akzeptablen hygienischen Bedingungen zur Welt. Dadurch müssen sie unkalkulierbare Risiken für die Gesundheit der Babys und ihrer eigenen hinnehmen.
  2. Im Krankenhaus gibt es keine Röntgen- und Sonographiegeräte. Deshalb ist eine exakte Diagnostik dem zufolge auch die Behandlung besonders bei Notfällen beinah unmöglich. Diese Geräte werden oft durch die Erfahrung und Intuition der Ärzte ersetzt. Worte des Chirurgen: "Oft muß ich improvisieren anstatt zu behandeln. Das tut mir und meinen Patienten weh."
  3. Wegen der mangelnden Haut- und Flächendesinfektionsmittel und des Mangels am Verbandmaterialien ist oft eine einfache Wundenversorgung nicht gewährleistet.
  4. Bei Notfällen können die Ärzte nicht immer zu den Kranken aufs Land rausfahren, da der einzige Krankentransportwagen sich entweder unterwegs befindet oder kein Benzin vorhanden oder gar kaputt ist.

4. Mitarbeiter und Partner des Projektes

Als Leiter des Projektes stellen sich Frau Ch. Nowack (priv. 089/577737; Büro 089/126604-13) und Herr Th. Zeidler (priv. 089/46202871; Firma 089/382-43909) zur Verfügung. Der Vorstand des Vereins hat die Kontrollfunktion.

Der Vertreter unseres Vereins in Ulaanbaatar Herr Dr. Hurts übernimmt dankenswerter Weise die anfallenden Arbeiten in Ulaanbaatar. Die Leiterin des Projektes in Baruun Urt ist Frau Dr. med. Tschuluun. Ein Transportunternehmen von Suchbaatar Aimag hat sich bereit erklärt, die gesamten Transportarbeiten zwischen Ulaanbaatar und Baruun Urt ohne Erhebung von Gebühren zu übernehmen.

Bankverbindung:

Münchner Bank e.G.
BLZ: 701 900 00
Konto: 330 140
Stichwort: Wüstenklinik

Verlauf des Projektes

Sendung Nr. 1

Inhalt der Sendung: OP-Nähgarn, Skalpelle, sterile Handschuhe, Schutzmasken, Antibiotikas, zahnärztl. Hilfsmittel usw.

Spender: SERONA GmbH  Weinheim, Franz Hiltner GmbH Nürnberg, Hans-Seidel-Stiftung München

Transport: Luftfracht (8 kg) am 17.04.98

Empfangsbestätigung der Sendung ist z. Z. noch nicht da.

Sendung Nr. 2

Inhalt der Sendung: 11 Krankenhausbetten, Flächen- und Händedesinfektionsmittel, sterile Handschuhe, OP-Nahtmaterial, Tupfer, Infusionsgeräte, Medikamente für Nierendialysepatienten usw.

Spender: Dr. Josef Cichon München, SERONA GmbH & Co. KG Weinheim, OHMEDA GmbH & Co. KG Erlangen, Herr Max Jacob München, FÄGER GmbH, München

Transport: Eisenbahncontainer (20 Fuß), am 28.05.98


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Last Update: 24. September 2006