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Internationales Jugendfachkräfteseminar Bonn - Mongolei
Seit zehn Jahren deutsch – mongolische Beziehungen im Jugend- und Jugendfachkräftebereich

ib – "Vernetzung und Zusammenarbeit in der Jugendhilfe" ist Thema eines deutsch-mongolisches Jugendfachkräfteseminars, zu dem vier Jugendfachleute aus der Mongolei vom 21. bis 28. April in Bonn sind. Eingeladen hat der Verein für Jugendförderung e.V. zusammen mit dem Amt für Kinder, Jugend und Familie der Stadt Bonn. Bürgermeister Ulrich Hauschild empfängt am Montag, 22. April, die mongolischen Gäste im Alten Rathaus.

Der Jugend- und Jugendfachkräfteaustausch zwischen Bonn und der Mongolei besteht seit 1992. Die ersten Kontakte entstanden über den "Internationalen Jugendaustausch- und Besucherdienst (IJAB) der Bundesrepublik Deutschland e.V.". Zur Fortsetzung und Weiterentwicklung der guten Beziehungen haben das damalige Ministerium für Bevölkerungspolitik und Arbeit der Mongolei (heute: Ministerium für soziale Wohlfahrt und Arbeit) und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend der Bundesrepublik Deutschland am 25. Juli 1996 eine "Gemeinsame Erklärung über die jugendpolitische Zusammenarbeit für die Jahre 1997 und 1996" abgegeben. Die vertraglichen Vereinbarungen wurden am 3. Februar 1999 für die Jahre 1999 bis 2001 verlängert. Eine erneute Vertragsverlängerung ist für 22. April unter anderem durch Unterzeichnung durch den mongolischen Premierminister anlässlich seines Besuches in Deutschland geplant. 

In den Jahren 1997 bis 2001 wurden auf der Grundlage dieser Vereinbarungen zehn Seminare oder Hospitationen durchgeführt. In den Jahren 1992 bis 2001 wurden folgende Jugendfachkräftebegegnungen oder Jugendbegegnungen durch mehrere Träger durchgeführt. Dazu gehörten zehn Jugendbegegnungsmaßnahmen, elf Jugendfachkräftebegegnungen und vier Expertentreffen. 

Erfreulich für die Entwicklung der Kontakte zwischen Deutschland und der Mongolei sind die besonderen Beziehungen zwischen der Stadt Bonn und der Stadt Ulaanbaatar. Im Rahmen des "Tacis-City-Twinning Programms" wird mit der Hauptstadt Ulaanbaatar (Mongolei) eine Projektpartnerschaft im Bereich nachhaltiger Stadtentwicklung durchgeführt. Ein wesentliches Kriterium für diese Auswahl waren bestehende und gut funktionierende Kontakte in den Bereichen Kultur und Jugend, die für weiterführende Maßnahmen eine hervorragende Basis darstellen. Am 31. Mai 2002 endet des Tacis City-Twinning-Projekts der Städte Bonn und Ulaanbaatar. 

Eine Fortführung der guten Zusammenarbeit ist durch das Projekt "Modellhafte Zusammenarbeit kommunaler Stadtteilarbeit - Jugendarbeit" gesichert in dem überwiegend aus einer Jurtensiedlung bestehenden Stadtteils Dari Ekh von Ulaanbaatar sollen folgende Projekte im Dari-Ekh-Distrikt initiiert werden: 

Durch Förderung des Bundesministeriums für Familie. Senioren, Frauen und Jugend Seminare und Hospitationsmaßnahmen soll in diesem Stadtdistrikt von 2002 bis 2004 eine ortsteilnahe Stadtentwicklung und Stadtplanung unter Berücksichtigung der Belange von Kindern und Jugendlichen durchgeführt werden. Dabei sollen mongolische Jugendfachkräfte neue Wege beschreiten und mit deutschen Fachleuten
zusammenarbeiten. 

Sehr erfreulich sind auch die Entwicklungen im Bereich des Jugendaustauschs. Das AKO-PRO-Seminar hat für zwölf Jugendliche eine Einladung erhalten. Die Jugendlichen reisen in der Zeit vom 19. Juli bis 16. August in die Mongolei, um gemeinsam mit mongolischen Jugendlichen dort eine Begegnungsmaßnahme durchzuführen. Ebenso plant der Kinder- und Jugendring Bonn e.V. wieder gemeinsame Begegnungsmaßnahmen mit der Mongolei.


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Last Update: 01. Januar 2008