Die Deutsche Mongolei Agentur aus Ulaanbaatar präsentiert:

Neues aus der Mongolei
28. August bis 3. September 2006

von Dr. Renate Bormann, Ulaanbaatar

Nachwahl
Am 03. September wird im Wahlkreis 46 (vier Sums im Khuvsgul-Aimag und vier Bags des Aimagzentrums Murun) ein Nachfolger für den verstorbenen O. Enkhsaikhan gewählt.
Die Angaben über die Zahl der Wahlberechtigten schwanken zwischen 18 200 und 20 000.
Die Zentrale Wahlkommission lässt 18 500 Wahlzettel und ID-Karten drucken.
Sieben Parteien haben Kandidaten nominiert: Die MRVP, die DP, die Bürgermutpartei, die Mutterlandpartei, die Republikanische Partei, die Vereinigte Konservative Partei und die Volkspartei. Die Neue Nationalpartei, obwohl registriert, hat auf die Nominierung eines Kandidaten verzichtet.
Auch die „Bürgerbewegung für eine Gesunde Gesellschaft" wird an den Nachwahlen nicht teilnehmen. Sie hat die Wähler aufgefordert, die Wahlen zur „Demonstration gegen die korrupte und mafiöse MRVP zu nutzen".
Die DP wirft der MRVP vor, die Wähler mit großen Mengen minderwertigen Alkohols bestechen zu wollen. Einige Stadtbezirksgouverneure von Ulaanbaatar (Munkh-Ochir, Naidan, Tsogtbaatar und Zagdjaa) hätten den Alkohol in Autobussen in den Khuvsgul-Aimag transportieren lassen. Die Bürgermutpartei wirft MRVP und DP gleichermaßen vor, mit unlauteren Mitteln um die Wählergunst zu werben.
Proteste hagelt es auch wegen der Nutzung von Regierungsfahrzeugen und anderen Ausrüstungen. Der Vorsitzende der ZWK: Diese Wahlen finden noch nach dem alten Wahlgesetz statt. Nach dem neuen wäre dieses Vorgehen strikt verboten.

Privatisierung
Das Komitee für Staatliches Eigentum hat kürzlich die Sparbank (khadgalamjiin bank) und das Kaschmirunternehmen „Gobi" zur Privatisierung ausgeschrieben.
„Gobi" sollte bereits 2002 verkauft werden, allerdings fanden sich keine Interessenten, die den geforderten Kaufpreis zahlen wollten.
Die „Khadgalamjiin Bank" wird nach 2005 ebenfalls zum zweiten Mal ausgeschrieben. Der Preis: 7,75 Milliarden Tugrug. Jetzt werden 12 Milliarden gefordert.
Für „Gobi" werden genau wie 2002 12,2 Millionen Dollar gefordert.
Die Privatisierung des größten mongolischen Kaschmirunternehmens stößt in der Mongolei auf Kritik. Die Mongolei beherrsche 25 Prozent des internationalen Kaschmirmarktes. „Gobi" unterhalte mit 25 Ländern aus Asien, Europa und Amerika Handelsbeziehungen. Nach Kupfer, Gold und anderen Bergbauprodukten sei Kaschmir das wichtigste mongolische Exportgut,
„Gobi" gelte als eine der Visitenkarten der Mongolei.

Ernte 2006
Nach Informationen aus dem Landwirtschaftsministerium wird in diesem Jahr mit einer Getreideernte von 135 800 Tonnen gerechnet, das wären 11,3 Zentner pro Hektar.
Weiter wird erwartet, dass 98 200 Tonnen Kartoffeln, 65 100 Tonnen Gemüse, 14 400 Tonnen Ölpflanzen und 5 900 Tonnen Viehfutter eingebracht werden.
Im September soll das Wetter nicht unbedingt sehr erntegünstig werden, so dass die Ernte zügig, in kurzer Zeit, eingebracht werden muss.


23. Schule in Ulaanbaatar am 01.09.

Unterrichtsbeginn
Am 01. September begann überall in der Mongolei das Schul- und Studienjahr 2006/07.
Zum zweiten Mal seit 2005/06 ertönte vor der ersten Unterrichtsstunde an allen Bildungseinrichtungen die Nationalhymne, der Unterricht begann landesweit mit einer Lektion zur „Geheimen Geschichte der Mongolen".
520 000 Schüler lernen an den 725 allgemein bildenden Schulen, 53 800 davon Erstklässler, 22 Prozent der ABC-Schützen sind sechs Jahre alt. Noch bis vor wenigen Jahren betrug das Schuleintrittsalter acht Jahre.
In diesem Jahr erfolgt der endgültige Übergang zum Elfschulklassensystem, alle Schüler der ersten und zweiten Klassen sollen eine Mahlzeit am Tag bekommen.
Zur Freude der Verantwortlichen haben sich 15 Prozent mehr Studenten an den technischen Universitäten und Hochschulen immatrikulieren lassen, als in den vergangenen Jahren.
Unterstützung sollen auch die Berufsausbildungszentren der Unternehmen erhalten. Schlosser, Tischler, Bauarbeiter und andere Facharbeiter werden dringend benötigt.
Die Probleme im Bildungswesen nehmen trotzdem von Jahr zu Jahr zu.
Auf dem Lande fehlen 380 Fremdsprachen-, Mathematik- und Physiklehrer.
In Ulaanbaatar, Darkhan und Erdenet reichen die Schulkapazitäten nicht aus, da der Zuzug aus den Aimags und Sums nicht gestoppt werden konnte.
An den Universitäten und Hochschulen studieren in diesem Jahr 151 000 Studenten. Die Wohnheimplätze reichen bei weitem nicht aus. In den 40 staatlichen und privaten Studentenwohnheimen könnten 18 000 Personen untergebracht werden, tatsächlich sind es aber nur 10 190, da die Verantwortlichen die Zimmer Verwandten und befreundeten Familien zur Verfügung stellen.
Von den 19 Wohnheimräumen der Landwirtschaftsuniversität werden zehn von Familien, sechs von ausländische Studenten bewohnt. In den drei verbleibenden Räumen wohnen je acht bis neun mongolische Studenten.
Zunehmend dramatischer wird auch die Situation für die schulpflichtigen Kinder der Ninjas („illegale" Goldgräber). Untersuchungen haben ergeben, dass jedes siebente Kind im Alter ab sieben Jahre, das in einer Ninjafamilie aufwächst, nicht lesen und schreiben kann. Eins von vier „Goldgräber"-Kindern im Alter zwischen 7 und 15 besucht keine Schule, bei den Kindern, deren Eltern nach Flussspat oder anderen Mineralien suchen, trifft das auf eins von sieben Kindern zu.
Für die 96 000 Kinder, die in 730 Kindergärten betreut werden, müssen die Eltern ab dem 01. Januar 2007 8 700 Tugrug im Monat für Essen und Trinken (bisher 8 000) bezahlen.

Studienprogramm für mongolische Studenten
Freiwillige Entwicklungshelfer des Friedenskorps der USA haben ein Studienprogramm für mongolische Studenten, die vom Land stammen, aufgelegt.
Von 100 männlichen Bewerbern wurden acht ausgewählt, die ihre Studien für ein Jahr in den USA fortsetzen können. Finanziert wird das Programm durch die amerikanische Botschaft in Ulaanbaatar und die mongolische Landwirtschaftsbank.
Hintergrund für die Aktion ist das stetig wachsende Ungleichgewicht des Bildungsniveaus zwischen Jungen und Mädchen: 60 Prozent aller Studenten sind weiblich.
Viehhalterfamilien schicken, wenn überhaupt, ihre Töchter auf die weiterführenden Schulen, die Söhne werden in der Landwirtschaft eingesetzt.

„Amerikanische Schule Ulaanbaatar" eröffnet
In Zaisan bei Ulaanbaatar wurde am 01. September die erste Amerikanische Schule in der Mongolei eröffnet. Federführend ist das kanadische Bildungsministerium, Unterrichtsinhalte und Zeugnisse entsprechen internationalen Standards.
Bisher wurden 200 Schüler der 1.-8. Klasse aufgenommen. In einer Klasse lernen vier bis 20 Kinder. Insgesamt kann die Schule 912 Schüler aufnehmen. Das Schulgeld beträgt 4 500 Dollar pro Jahr.
An der Schule unterrichten mongolische, kanadische, amerikanische und Lehrer aus Großbritannien.

Der 14. Dalai-Lama zu Gast in der Mongolei
Vom 22. bis zum 28. August besuchte seine Heiligkeit, der 14. Dalai-Lama, Danzanjamts, zum siebenten Mal seit 1979 die Mongolei.
Das Oberhaupt der lamaistischen Kirche wird in der Mongolei ähnlich tief verehrt wie seinerzeit die Javsandamba Khutagts (1639-1924).
Angesichts der traditionell unfreundlichen Reaktionen seitens der chinesischen Führung, wurden die mongolischen Oberlamas und Politiker nicht müde, zu betonen, dass der Besuch ausschließlich religiösen Charakter habe.
„Mongolen und Tibeter verbinden gemeinsame religiöse Lehren und Riten. Ich bin sehr glücklich, in diesem Land zu sein", mit diesen Worten begrüßte der Dalai-Lama die Zehntausende, die zum Janraiseg-Tempel im Gandankloster gekommen waren, ihrem Idol Reverenz zu erweisen.
Im Ringerpalast von Ulaanbaatar sprach er zu Schülern, Studenten und Lehrern über den unschätzbaren Wert von Wissen und Bildung. Zu Zeiten Chinggis-Khaans hätten die Mongolen die Welt mit Waffen und vom Pferderücken aus erobert, jetzt müssten Klugheit, Fleiß und Leistungsbereitschaft eingesetzt werden. Er wünsche sich, die Mongolen verbänden moderne und traditionelle Erziehungs- und Bildungsinhalte, so Freundlichkeit, Höflichkeit und Großzügigkeit ausstrahlend. Fortschritt und Entwicklung der Mongolei müssen von den Mongolen selbst bewerkstelligt und nicht vom Ausland erwartet werden. Die Mongolei würde nicht von Ausländern entwicklet. Er warnte vor einer der schlimmsten und gefährlichsten Sünden, dem übertriebenen Genuss von Alkohol.
Der Dalai-Lama weihte 52 Lamas zu „Gelen" (Vollmönche), besuchte mehrere Klöster und Tempel. Die beiden letzten Besuchstage widmete er der Weißen Tara (bedeutende weibliche Gottheit des Mahayana- und Vajrayanabuddhismus. Im Lamaismus wird sie in 21 Gestalten verehrt, als Verkörperung der Liebe trägt sie eine Lotosblume). Seine Erläuterungen der der Göttin gewidmeten Gebete und Lehrgedichte trug er im vollbesetzten Zentralstadion vor.
„Ich bin alt und weiß nicht, ob ich noch einmal Ihr wunderschönes Land besuchen werden kann", damit verabschiedete sich der Dalai-Lama von seinen nach den Tibetern treuesten Anhängern.


D. Altansukh und M. Roßbach

 

Hochzeit auf Mongolisch
Der Leiter des Sprachendienstes, der Presse- und Kulturreferent an der deutschen Botschaft in Ulaanbaatar, Michael Roßbach, und die angehende Modedesignerin, Dondovsambuugiin Altansukh, haben am 03. Juli auf der Festung Peitz bei Cottbus und am 30. August im Hochzeitspalast von Ulaanbaatar geheiratet.
Hochzeit in zwei Ländern, drei Feuer - das des mongolischen Herdgeistes, eine deutsche Hochzeitskerze, ein hoch loderndes Schamanenfeuer, die geheiligte Zahl 108 – aus 108 Bänden besteht das Ganjuur, eine der wichtigsten Schriftsammlungen des Lamaismus, 108 Stupas umfassen das älteste lamaistische Kloster der Nordmongolei, Erdene Zuu, und 108 Gäste waren der Einladung von Altansukh und Michael Roßbach gefolgt, mit ihnen zu feiern –alles gute Vorzeichen für eine lange und glückliche Ehe.


Die Braut hoch zu Pferd

Das Hochzeitspaar präsentierte sich seinen überraschten, um den Silberbaum im „Hotel Mongolia" versammelten Hochzeitsgästen, hoch zu Ross und in prächtige mongolische Nationalgewänder gehüllt.
Der erste Teil des Abends war mongolischen Hochzeitsbräuchen vorbehalten, Anzünden und Ehrung des Herdfeuers, traditionelle Gesänge, Segenssprüche und Lobpreisungen, später streuten Mädchen und Jungen des Kinderballetts Blumen, tanzten erstaunlich „erwachsen" Walzer, die drei Tenöre von „Nuance" swingten, eine Hochzeitskerze wurde angezündet.
Mit einem Tanz ums Schamanenfeuer ging der Abend zu Ende.
Hier begegneten sich nicht nur Kulturen verschiedener Länder, sondern auch verschiedener Zeiten. Nach dem „Tanz der Schamanen", nahmen Mongolen und Deutsche die Tanzfläche um das Feuer in Beschlag. Eine mongolische Boygroup unterhielt sie mit mongolischen und internationalen Evergreens aufs Beste.

MIAT löst Vertrag mit Blue Panorama Airlines vorfristig
35 Flüge von Ulaanbaatar über Berlin nach Mailand in der Zeit vom 06. Juni bis zum 29. September hatten die MIAT und die italienische Fluggesellschaft „Blue Panorama Airlines" vertraglich vereinbart. Die Italiener stellten das Fluggerät, eine Boeing 767-300, das Servicepersonal, waren für die Sicherheit des Fluges, für Maßnahmen im Falle eines Anschlages oder des Ausbruchs eines Krieges verantwortlich.
Jetzt hat die MIAT den Vertrag vorfristig gekündigt.
Aufgrund eines technischen Defekts konnte die Boeing am 04. August nicht von Ulaanbaatar nach Berlin starten. Die Passagiere, 221, davon 186 Ausländer, mussten das Flugzeug, das bereits startbereit auf dem Chinggis-Khaan-Airport stand, verlassen. Informationen flossen spärlich. Die Lage drohte zu eskalieren. Erst am 07. August traf eine Ersatzmaschine aus Mailand in Ulaanbaatar ein. Mehr als 100 Passagiere waren mittlerweile auf „Air China", „Korean Air" oder „Aeroflot" umgestiegen. Die Übrigen konnten am 08. August ihren Flug nach Berlin und Mailand „fortsetzen".
Der MIAT entstand nach eigenen Angaben ein Schaden von 456,8 Millionen Tugrug, den sie von Blue Panorama Airlines ersetzt haben will.

24. und 25. HIV-Infektion bestätigt
Gesundheitsminister L. Gundalai hat den 24. und 25. Fall einer HIV-Infektion bestätigt.
Ausführlicher äußerte sich der Chef des Forschungszentrums für AIDS und andere Geschlechtskrankheiten.
Beide, eine im siebenten Monat schwangere 26-Jährige und ein 30-Jähriger, gehörten keiner der Risikogruppen an, die Infektion wurde bei einer Routineuntersuchung im Rahmen des Programms „Gesunde Mongolei" im Khuvsgul-Aimag entdeckt.
Bei 72 von 2 313 untersuchten Personen wurde Syphilis, bei 37 Gonorrhö festgestellt.

D. Molomjamts gestorben
Der Politiker und Verdiente Ökonom der Mongolei, Demchigiin Molomjamts (1920-2006), ist während eines Krankenhausaufenthalts in Italien gestorben.
Von 1946-1948 war er stellvertretender Finanzminister der Mongolei, bis 1957 Finanzminister, danach bis 1964 Vorsitzender der Staatlichen Plankommission und Vorsitzender des Staatlichen Komitees für die Entwicklung der Wirtschaftsbeziehungen mit dem Ausland.
Seit 1960 bekleidete er den Posten als Sekretär für Wirtschaft und Finanzen im Zentralkomitee der MRVP, bis 1990 gehörte er dem Politbüro der Partei an.
Unmittelbar nach der politischen Wende 1990 wurde er aus der MRVP ausgeschlossen, wenige Jahre später rehabilitiert und wieder in die Partei aufgenommen.
Am 28. August wurde sein Leichnam auf dem Ehrenfriedhof von Ulaanbaatar, „Altan Ulgii", feierlich beigesetzt. Zu den Trauergästen gehörten Präsident N. Enkhbayar, der Vorsitzende des Großen Staatskhurals, Ts. Nyamdorj, Ministerpräsident M. Enkhbold, Abgeordnete, Mitglieder der Regierung, darunter Finanzminister N. Bayartsaikhan, Verwandte, Freunde und Weggefährten.

Grabfund im Bayan-Ulgii-Aimag
In der Nähe der Pazyryk-Ausgrabungsstätte im Westen der Mongolei, im Ulaan-Us-Sum des Bayan-Ulgii-Aimags, fanden Wissenschaftler der gemeinsamen mongolisch-russisch-deutschen archäologischen Expedition im Juli das Grab eines Mannes, der einen Mantel aus Murmeltierfell, Hosen aus Schafleder und Filzstiefel trug. Zu den Grabbeigaben gehörten ein hölzerner Bogen mit fünf Pfeilen, ein Hammer und eine Hacke.
Zum ersten Mal wurde ein der Pazyryk-Kultur zuzuordnendes „Eisgrab" in der Mongolei gefunden. Der Mann, ein Jäger, den Grabbeigaben nach zu urteilen, lebte wahrscheinlich vor 2 500 Jahren.
Schwierig gestaltete sich der Transport des wertvollen Fundes nach Ulaanbaatar. Ein herkömmliches Flugzeug reichte für die Last nicht aus.
Zum Glück für die Archäologen trafen sie auf Präsident Enkhbayar und Vizeministerpräsident Enkhsaikhan, die gerade die Besteigung des Khuiten im Mongolischen Altai bewältigt hatten.
Ein Spezialflugzeug transportierte schließlich den Fund nach Ulaanbaatar.
Der Direktor des Archäologischen Instituts, D. Tseveendorj, wollte keine weiteren Details offenbaren und verwies auf die geplante Informationsveranstaltung der Wissenschaftler aus den drei beteiligten Ländern im Oktober. Dann werden wahrscheinlich auch die Widersprüche hinsichtlich des Fundes aufgeklärt werden. In deutschen Medien war von einem Reiterkrieger, der einen „prächtigen Pelzmantel und einen kunstvoll verzierten und vergoldeten Kopfschmuck trug" die Rede.
Das trilaterale Projekt archäologischer und geophysikalischer Erkundungen im Permafrostboden im Mongolischen Altai startete 2004. Die deutsche Seite wird vom Deutschen Archäologischen Institut vertreten.

Mörder gefasst
Die Morde an der 60-jährigen Ts. und ihren beiden 14 und 5 Jahre alten Enkelkindern scheinen aufgeklärt.
In der Nacht zum 27. August nahm die Polizei zwei der Tat dringend verdächtige Männer im Alter von 19 und 22 Jahren fest.
Zur Ergreifung der Täter war eine Sonderkommission der Polizei des Bayangol-Distrikts gebildet worden.
Nach Informationen der Polizei gehören die mutmaßlichen Täter, E. Lkhagva und D. Mendsaikhan, einer neofaschistischen Vereinigung an. Lkhagva, ein Enkel der Schwester der ermordeten Ts., wehrte sich bei seiner Festnahme heftig, verletzte einen Polizisten, ehe er dingfest gemacht werden konnte.
Die Mörder erbeuteten 40 Dollar, 80 000 Tugrug und Schmuck, den sie über einen Mittelsmann verkaufen ließen.
Nachbarn der Opfer hatten die Polizei gerufen, da sie Ts. und die beiden Kinder mehrere Tage nicht gesehen hatten und der Wohnung ein unangenehmer Geruch entströmte. Am 24. August brachen Polizisten die Wohnung auf und fanden die verwesten Leichen.


   

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Last Update: 01. Januar 2017