Die Deutsche Mongolei Agentur aus Ulaanbaatar präsentiert:

Neues aus der Mongolei
27. August bis 02. September 2007

von Dr. Renate Bormann, Ulaanbaatar


Bulgarischer Präsident in der Mongolei

Bulgarisch-Mongolische Beziehungen vertieft
Beim Staatsbesuch des bulgarischen Präsidenten G. Pyrvanov in der Mongolei unterzeichneten beide Seiten zwei Dokumente: „Regierungsprogramm über die Zusammenarbeit in den Bereichen Kultur, Bildung und Wissenschaft von 2007 bis 2011" und eine „Vereinbarung zwischen den Regierungen der Mongolei und Bulgariens über die Zusammenarbeit im Post- und Fernmeldewesen sowie in der Informationstechnologie".
Am 30. August eröffneten der mongolische Präsident und sein bulgarischer Gast in der Industrie- und Handelskammer das erste Wirtschaftstreffen mongolischer und bulgarischer Unternehmer.
Die Bulgaren wollen sich stärker im Bergbau, in der Geologie und bei der Verbesserung der Infrastruktur in der Mongolei engagieren.
Der bulgarische Präsident, seine Frau Zorka und die Mitglieder seiner Delegation reisten vor ihrer Rückkehr in die Heimat in den Tsetseg-Sum im Khovd-Aimag, wo sie von Aimaggouverneur G. Nyamdavaa empfangen wurden.
N. Enkhbayar nahm die Einladung seines bulgarischen Amtskollegen zu einem Besuch nach Bulgarien gern an.


D. Logschir und Ch. Diarra mit seinem Pferd Kinsey

„Die Mongolei ist ein faszinierendes Land"
Die erste Dienstreise nach seiner Berufung zum „Hohen Repräsentanten der UNO für die Länder ohne Meeresanbindung, die extrem armen Länder und die unterentwickelten kleinen Inselstaaten" (UN-HRLLS) am 01. August 2007 führte Cheick Sidi Diarra in die Mongolei.
Vor Beginn der Konferenz über Handel und Handelserleichterungen der schwach entwickelten Binnenländer vom 28. bis zum 31. August in Ulaanbaatar nutzte der Stellvertreter des UNO-Generalsekretärs die Gelegenheit, sich über Lebens- und Arbeitsweise der mongolischen Viehhalter zu informieren.
Am 27. August besuchte er gemeinsam mit der UNDP-Repräsentantin in der Mongolei, Prathiba Mehta, dem stellvertretenden Aimagvorsitzenden und dem Chef der Abteilung für Internationale Beziehungen im Landwirtschaftsministerium, I. Khanimkhan, den 59-jährigen D. Logschir und seine Frau S. Darisuren in ihrem Ger in Undur Dov im Zentralaimag. Den beiden gehören 400 Schafe und Ziegen, 20 Rinder und 50 Pferde.
Es war ein Tag wie bestellt: Schönwetterwolken am tiefblauen Himmel, die Steppe grün, den weidenden Schafen, Ziegen, Rindern und Pferden genügend Futter bietend, spielende Kinder.
Der Gast aus New York war begeistert vom Land und seinen Menschen.
Besonders interessierte er sich dafür, ob und wie die Viehhalter zusammenarbeiten, sich gegenseitig helfen. „Nach einem Ballungsgebiet sieht das hier nicht gerade aus."
Institutionalisierte Kooperation gäbe es zwar nicht, aber gegenseitige Hilfe sei für die Nomaden lebenswichtig, vor allem in den Zeiten des Umzugs, bei Absprachen über die neuen Weideplätze – wobei es gerade hier auch zu Konflikten kommen kann, beim Vorbeugen gegen Tierkrankheiten, beim Bereitstellen von Transportmitteln.
In sehr dünn besiedelten Gebieten seien die Familien natürlich weitgehend auf sich gestellt.
Zum Abschluss seines Besuches schenkten die Gastgeber dem sichtlich überraschten Diarra ein Pferd. Der ließ es sich nicht nehmen, einen kurzen Ritt zu wagen, ehe er sich das Funktionieren der mobilen Servicestation der UNFPA (UNO-Bevölkerungsprogramm) für die illegalen Goldgräber der Umgebung und die verarmten Migranten aus anderen Aimags erläutern ließ.
In zwei Zelten mit abgeteilten Räumen für medizinische Untersuchungen und Beratungen zu allen Lebensfragen (Gesundheit, Hygiene, Versicherungen, Schulbesuch etc.) empfangen einmal im Monat Ärzte, Schwestern und Berater aus der Hauptstadt und dem Aimagzentrum ihre Klienten. In das Programm einbezogen sind sieben Sums des Zentralaimags (Bornuur, Zaamar, Sergelen u.a), in denen sich besonders viele Ninjas und Zugezogene angesiedelt haben.


Handelskonferenz der meerfernen Entwicklungsländer

„Regionale Zusammenarbeit, Vereinfachung des Zollverfahrens, Verbesserung der Infrastruktur"
Mit Grußworten des mongolischen Staatspräsidenten N. Enkhbayar, des Ministers für Industrie und Handel, Ts. Davaadorj, des Hohen Repräsentanten Ch. Diarra, des UNDP-Regionaldirektors für Afrika, G. Houngbo, des Koordinators der Gruppe der LLDCs (meerferne Entwicklungsländer) in Genf, Botschafter E. G. Franco und des Direktors der Abteilung Handel und Investitionen der UNESCAP (regionale Wirtschaftskommission Asien und Pazifik), Huan Zengpei, begann am 28. 08. die Internationale Konferenz über Handel und Handelserleichterungen für Länder ohne Zugang zu den Ozeanen und über Fragen des Transitverkehrs.
Die Konferenz umfasste zwei Teile. Die Handelsminister der betroffenen Binnenstaaten besprachen politische Maßnahmen zur Verringerung der Wettbewerbsnachteile (hohe Transportkosten, lästige Zollformalitäten, lange Wartezeiten an den Grenzen) der meerfernen Staaten auf den Weltmärkten, gemeinsame und unterschiedliche Interessen, regionale Zusammenarbeit. Unverzichtbar bei der Überwindung aller Handelsbarrieren sei die technische und technologische Unterstützung durch die entwickelten Staaten.
Zum anderen ging es darum, in Vorbereitung auf die UNO-Handelskonferenz 2008 in Genf die Ergebnisse der mittelfristigen Maßnahmen zur Umsetzung des Almaty-Arbeitsprogramms von 2003 zu diskutieren.
Das gegenwärtige internationale Handelssystem trage dazu bei, die meerfernen Länder zu diskriminieren. Die Vorteile der Globalisierung müssten in Zukunft auch diesen Ländern zugute kommen. Notwendig sei die Schaffung eines Neuen Globalen Netzwerks für die Transittransportkooperation im Interesse der schwachen Binnenstaaten.
Eine Schlüsselrolle komme dabei der WTO, der UNDP, der UNCTAD und den internationalen Bankenorganisationen zu.
Die Teilnehmer dankten der mongolischen Regierung und den Mongolen für die hervorragende Organisation der Veranstaltung und die erwiesene überaus herzliche Gastfreundschaft.

Japaner und Nordkoreaner verhandeln in Ulaanbaatar über diplomatische Beziehungen
Das zweite Treffen der Mitglieder der japanisch-nordkoreanischen Arbeitsgruppe, die über die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen beiden Ländern verhandeln, findet am 05. und 06. September in Ulaanbaatar statt.

Mongolische Linke formiert sich
Der MRVP-Abgeordnete U. Khurelsukh wurde am 29. August auf der ersten Konferenz des „Bundes der Mongolischen Linken" zum Präsidenten gewählt.
400 Delegierte und Unterstützer aus Ulaanbaatar und den Aimags nahmen an der Gründungsversammlung teil.
Ministerpräsident M. Enkhbold sprach in seinem Grußwort die Hoffnung aus, dass die Mongolischen Linken einen konstruktiven Beitag zur Entwicklung der Gesellschaft leisten werden.
Die Bewegung war im vergangenen November von Khurelsukh ins Leben gerufen worden.
Zwischendurch gab es Überlegungen, eine neue Partei links von der MRVP zu gründen. Doch davor schreckte die Mehrheit offenbar noch zurück. Die „Linken" verstehen sich als Reformflügel innerhalb der MRVP und wollen mit den Bürgerbewegungen und den anderen Flügeln innerhalb ihrer Partei zusammenarbeiten.

„Gobi" hat acht Milliarden Schulden"
Die von den neuen Eigentümern des Kaschmirunternehmens „Gobi" eingesetzten Manager informierten auf einer Pressekonferenz in Ulaanbaatar darüber, dass das Unternehmen mit acht Milliarden Tugrug Schulden belastet sei. Diese Summe hätten sie vom vereinbarten Kaufpreis abgezogen.
Zur Zeit produziere „Gobi" im Jahr 700 000 Pullover und 100 000 Meter Stoff, in fünf Jahren sollen es zehn Millionen Pullover und 250 000 Meter Stoff sein.
Die Qualität des mongolischen Kaschmirs sei gut und könnte auf den englischen und italienischen Märkten durchaus bestehen.
Das neue Gobimanagement hat bisher 12 leitende Angestellte entlassen.

„Bauen und Wohnen"
Die traditionelle Herbstmesse der Bauwirtschaft im „Misheel-Expo-Zentrum" im Industrieviertel von Ulaanbaatar steht in diesem Jahr im Zeichen des 81. Gründungsjubiläums der mongolischen Bauwirtschaft. Am 31. August wurde die vom Ministerium für Bauwesen und Stadtentwicklung, dem Misheel-Expo-Zentrum, der Baubörse und der Landwirtschaftsbank organisierte Ausstellung mit einem bunten Folkloreprogramm eröffnet.
Insgesamt stellen sich auf der Messe 220 Firmen (Montageelemente für Möbel, Möbel, Baumaterialien, Fenster, Türen, Heizungen) aus dem In- und Ausland vor.
Die Landwirtschaftsbank bietet während der Messe Darlehen für potenzielle Wohnungskäufer und finanzielle Beratung an. Kunden können Kredite bis zu 50 Millionen Tugrug mit einer Laufzeit von zehn Jahren beantragen. Die Zinsen betragen 1,5 % pro Monat.
Die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) präsentiert ihr Stadtentwicklungsprogramm, das sie gemeinsam mit der Ulaanbaatar-Stadtverwaltung sowie den Ministerien für Bauwesen, Bildung, Kultur und Wissenschaft verwirklicht.

Kohlepreise steigen
Auf ihrer Sitzung am 30.08. beschlossen die Regierungsmitglieder den Preis pro Tonne Kohle um 1 000 Tugrug anzuheben. Eine Freigabe der Kohlepreise wäre zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht möglich, so der Minister für Energie und Brennstoffe, B. Erdenebat.
Ob der angekündigte Streik der Kohlebergarbeiter damit abgewendet werden konnte, ist zur Stunde noch nicht klar.
Ab 01. Oktober werden die Strompreise von bisher 51 Tugrug pro KWh auf 53, 21 Tugrug angehoben. Die Preise für die Zentralheizung ändern sich nicht.

Umweltbelastungen in Khongor ernster als bisher angenommen
Erneut wird eine Arbeitsgruppe in den Khongor-Sum im Darkhan-Uul-Aimag entsandt.
Offensichtlich sind die durch das Einleiten von giftigen Chemikalien einer illegalen Goldwaschanlage ins Grundwasser entstandenen Schäden ernster als angenommen. Bürger klagen über Ausschläge, trächtige Tiere erleiden Frühgeburten, die Milch und das Gemüse aus der Region ist über Gebühr belastet.


Schuljahresbeginn 2007-08. Im Hof der Internationalen Schule Ulaanbaatar

01. September – Beginn des Ausbildungsjahres 2007/2008
Für die fast 540 000 Schüler an den 748 allgemeinbildenden Schulen der Mongolei beginnt der Unterricht zwar erst am Montag, feierlich eröffnet wurde das Schul- und Studienjahr 2007/2008 bereits am 01. September.
Die Zahl der Schulanfänger - 50 200 Kinder, die meisten sieben, einige erst sechs Jahre alt, gingen am Samstag das erste Mal den Weg zur Schule – ist im Vergleich zum Vorjahr um knapp 5 900 gesunken. An den 134 staatlichen und privaten Universitäten und Hochschulen sind 117 000 Studenten immatrikuliert.
Ministerpräsident M. Enkhbold wird am 03. September zu den Studienjahreseröffnungsfeierlichkeiten an der Mongolischen Staatsuniversität erwartet, der Vorsitzende des Großen Staatskhurals, D. Lundeejantsan, nimmt an den Feiern in einigen Sums des Uvurkhangai-Aimags teil.


Präsident Enkhbayar und Schuldirektorin Fisher in einem Klassenraum der ISO. 01.09.07

Präsident N. Enkhbayar, der Minister für Bildung, Kultur und Wissenschaft, U. Enkhtuvshin, der Oberbürgermeister von Ulaanbaatar, Ts. Batbayar und der Botschafter der USA in der Mongolei, M. Minton, folgten der Einladung zur Einweihung des neuen Schulgeländes der „Internationalen Schule Ulaanbaatar" (ISU) am 01. September.
Gleichzeitig mit dem Umzug in das neue Gebäude beging die Schule den 15. Jahrestag ihrer Gründung. Sie ist die einzige anerkannte internationale Schule in Ulaanbaatar und die einzige, die berechtigt ist, alle drei Bildungsprogramme von der Vorschule bis zum international gültigen Abitur anzubieten.
Nur 87 Schulen weltweit sind dazu von der International Baccalaureate Organization mit Sitz in Genf autorisiert.
Schuldirektorin D. Fisher dankte in ihrer Begrüßungsansprache den Eltern und Lehrern für ihren Beitrag bei der Bewältigung des Umzugs, den Investoren, den mongolischen Behörden und dem Verwaltungsrat für die Unterstützung. „Ich bin gern in diesem Land und an dieser Schule."
Gegenwärtig lernen hier von der Vorschule bis zur 12. Klasse 230 Schüler, die 28 Nationalitäten repräsentieren. Die meisten kommen aus der Mongolei, aus Südkorea und aus den USA - ein Dutzend deutsche Kinder und Jugendliche gehören genauso dazu wie Schüler aus Australien, China und der Türkei.
Zum international zusammengesetzten Lehrerkollegium gehört Dr. G. Nagy, Mongolistin und Deutschlehrerin aus Berlin.
Die Schule verfügt über zwei Computersäle, eine große Sporthalle, Räumlichkeiten für mannigfaltige künstlerische Betätigung, eine Bibliothek und großzügig ausgestattete Unterrichtsräume.
Im von Schülern und Lehrern gestalteten Unterhaltungsprogramm traten Cello- und Pianospieler sowie zwei Rockbands auf. Zu den Höhepunkten gehörten sicher die Darbietungen der verschiedenen Nationalitäten, wobei die mongolischen Lieder und Tänze und ihre jungen Interpreten besondere Aufmerksamkeit auf sich zogen.

Drohungen gegen Ausländer
Auf einer Pressekonferenz in Ulaanbaatar drohte der Vorsitzende von „Dayar Mongol" (Die ganze Mongolei, Weite Mongolei) den Kampf gegen Ausländer, die gegen mongolische Gesetze und Sitten verstoßen, zu verschärfen.
Ausländer, die sich mit mongolischen Prostituierten einließen, müssten mit „der Todesstrafe" rechnen. Den Frauen würden die Haare abgeschnitten.
Die Betreiber von Gaststätten mit roten Lampions im Fenster oder chinesischen Schriftzeichen an der Tür müssten diese entfernen, ansonsten müssten sie mit Brandanschlägen rechnen.

Prozess gegen G. Altan endet in Tumult
Zwei Jahre nach dem verheerenden Brand im Bumbugur-Großmarkt, bei dem mehr als 700 Kleinhändler ihre Existenzgrundlage, einige auch ihre Unterkunft verloren hatten, mussten sich am 29. August die Betreiberin, G. Altan, Generaldirektorin von „Altjin" (Tankstellen) und „SAPU" (Getränke), Mitbegründerin von „Dayan- Undur", G. Buyanjargal, Mitbegründer von „Dayan-Undur" sowie drei weitere Mitarbeiter von „SAPU" vor dem Stadtbezirksgericht Chingeltei verantworten. Die Vorwürfe gegen sie lauteten: Verletzung der Brandschutzbestimmungen und Bauqualitätstandards, Inbetriebnahme der Hallen ohne gesetzlich vorgeschriebene Genehmigung, Überlastung der Kapazitäten der Markthallen.
Entsprechende Untersuchungskommissionen hatten die Vorwürfe zum Teil bestätigt.
Die genaue Brandursache konnte jedoch nie ermittelt werden.
Gerüchte gab es viele. Einer der Standbetreiber oder ein Elektriker sollen unsachgemäß eine elektrische Leitung verlegt haben, sogar von Brandstiftung war die Rede.
Die Vorsitzende Richterin sprach die Angeklagten von den Vorwürfen mit der Begründung frei, für die Brandsicherheit sei nicht die Unternehmensleitung zuständig, außerdem hätten die Geschädigten weit überhöhte Schadenersatzforderungen gestellt.
Nach der Urteilsverkündung am 30. August stiegen die anwesenden Zuhörer buchstäblich über Tische und Stühle, griffen die Richter und anwesende Polizisten an, warfen mit Stühlen und abgebrochenen Tischbeinen um sich. Die Polizisten konnten die wütenden Frauen und Männer nur schwer bändigen.
Der Richterin warfen sie vor, von Altan bestochen worden zu sein. Autoreifen wurden durchstochen, Autofenster eingeschlagen.
Die Generalstaatsanwaltschaft kritisierte die Krawalle. Der Spruch des Gerichts sei bis zu einem Widerspruch zu akzeptieren.


S. Dolgor. Schmuck des Lebens

„Scharfer Wind"
Unter diesem Thema wurde am 31. August in der „Galerie des mongolischen Künstlerverbandes" eine Gemeinschaftsausstellung von vier Künstlern aus der Mongolei und Finnland eröffnet.
Alle vier hatten bereits Soloausstellungen im Ausland, in Japan, in Amerika, in Deutschland.
Die Finnin Annu zeigt diesmal sechs Fotografien.
Der Bildhauer A. Ulziibaatar, geboren 1961 im Ostgobi-Aimag, präsentiert 20 kleine und größere Mensch- und Tierskulpturen, vornehmlich aus Holz, seinem bevorzugtem Material.
Die 31-jährige T. Nurmaajav aus dem Uvs-Aimag ist mit 18 ihrer Werke vertreten. Sie hat sich der traditionellen mongolischen Malerei verschrieben.
S. Dolgor, 1973 in Ulaanbaatar geboren, ist wohl die vielseitigste der vier Ausstellungsprotagonisten. Ihre Farbauswahl reicht von zarten Pastell- bis zu kräftigen Rot-, Blau- und Grüntönen, sie vermittelt Stimmungen, bildet Jahres- und Tageszeiten ab, malt Landschaften und Porträts im traditionellen mongolischen Stil und abstrakt-expressionistisch. Die Abmessungen ihrer Bilder wechseln zwischen Miniaturen und Großformaten.
Die Ausstellung ist noch bis zum 09. September geöffnet.

Dagvadorj narrt japanische und mongolische Journalisten
Die etwa 100 japanischen und mongolischen Journalisten, die den „Blauen Steppenwolf", Sumogroßmeister D. Dagvadorj, am 29. August auf dem internationalen Flugplatz in Ulaanbaatar erwarteten, wurden bitter enttäuscht. Er verschwand ohne Gruß in einem schwarzen Jeep Richtung Innenstadt. Am nächsten Tag reiste er mit seiner Begleitung weiter in den Uvurkhangai-Aimag.
„Die mongolische Luft, der heimatliche Wind und das von unserer Mutter gekochte Essen werden ihm guttun". Der ältere Bruder Dagvadorjs, Landeslöwe D. Sumyaabazar, sagte im mongolischen Fernsehen, seinem Bruder ginge es schon viel besser.
Dagvadorj, der in letzter Zeit über mentale Probleme klagte, kam aus Tokio in Begleitung seines japanischen Trainers und seines japanischen Arztes.
Erst kurz vorher hatte er vom Sumoverband die Erlaubnis erhalten, sich in Ulaanbaatar behandeln zu lassen. In Japan war er in die Kritik geraten, weil er im Juli ohne entsprechende Informationen nach Ulaanbaatar gereist war und an einem Freundschaftsfußballspiel teilgenommen hatte.


   

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Last Update: 01. Januar 2017