Die Deutsche Mongolei Agentur aus Ulaanbaatar präsentiert:

Neues aus der Mongolei
9. März 2008

von Dr. Renate Bormann, Ulaanbaatar/Berlin

Khongor
Seit dem 03. März arbeiten drei internationale Expertenkommissionen in verschiedenen Sums des Darkhan-Uul-Aimags, des Selenge- und des Zentralaimags.
Ihre Hauptaufgabe besteht darin, festzustellen, ob die Gesundheit der Menschen durch giftige Chemikalien (Quecksilber, Natriumcyanid), die im April 2007 ins Wasser, in den Boden und in die Luft im Khongor-Sum des Darkhan-Uul-Aimags gelangt waren, beeinträchtigt wurde.
Im Khongor-Sum nahmen die Mitarbeiter der WHO Blut- und Urinproben von 50 Einwohnern und führten dermatologische Untersuchungen durch.
Auf Wunsch der mongolischen Regierung dehnten die Experten ihre Untersuchungen auf den Talbulag-Bag im Jargalant-Sum und den Bornuur-Sum (Zentralaimag) sowie den Khushaat-Sum im Selenge-Aimag aus.
Umweltexperten entnahmen Boden- und Wasserproben in Khongor, die zur weiteren Untersuchung nach London geschickt wurden.
Mitglieder der internationalen Expertengruppen hielten in Ulaanbaatar vor Mitarbeitern der Ministerien für Umwelt, Gesundheit, Landwirtschaft und Nahrungsgüterwirtschaft, Arbeit und Soziale Sicherheit, des Forschungsinstituts für Infektionskrankheiten sowie der Zollbehörde Seminare zum Umgang mit chemischen Mitteln und zum Schutz davor ab.
Sie informierten sich darüber hinaus über die technische Ausstattung der zuständigen Institute und Behörden der Mongolei.
Am 10. März wird im Regierungspalast eine Pressekonferenz zu den bisherigen Ergebnissen der Untersuchungen abgehalten werden.


Außenministerin Oyun, Kronprinz Naruhito. Foto MAA

Außenministerin Oyun in Japan
Bei ihrem offiziellen Besuch in Japan traf Außenministerin S. Oyun nicht nur mit Regierungs-, Parlamentsvertretern und Wirtschaftsführern zu Gesprächen über die beiderseitigen Beziehungen zusammen. Am 2. Tag ihres Japanaufenthalts wurde sie von Kronprinz Naruhito empfangen.


V. l. Prof. Tseveendorj, Dr. Bayar, Prof. Hüttel. 04.03.08. Foto K. Bormann

Erfolgreiche deutsch-mongolische Zusammenarbeit
Am 04. März überreichten Botschafter P. Fischer und Prof. Dr. H.-G. Hüttel dem Direktor des Mongolischen Archäologischen Instituts, Prof. Dr. D. Tseveendorj und dem Archäologen Dr. D. Bayar die Ernennungsurkunden als korrespondierende Mitglieder des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI).
In ihren Reden betonten Fischer, Hüttel und Tseveendorj die langjährige fruchtbare Zusammenarbeit deutscher und mongolischer Archäologen bei der Erforschung der Steinzeiten und des Mittelalters der Mongolei und ihren wertvollen Beitrag zur Vertiefung der deutsch-mongolischen Beziehungen.
Prof. Hüttel betonte, dass sich die gemeinsame Arbeit durch Zuverlässigkeit, Vertrauen und Freundschaft auszeichnete. Prof. Tseveendorj erinnerte an die deutschen Wissenschaftler J. Schubert und Kh. Perlee, die bereits 1961 im Orkhon-Tal Ausgrabungen geleitet hätten und daran, dass die im Jahr 2006 geborgene Eismumie im Altai zu den zehn wichtigsten archäologischen Entdeckungen des Jahres gehörte.
Hans-Georg Hüttel sprach anschließend über die gemeinsamen Projekte im Orkhon Tal: Die Weiterführung der Grabungen in Karakorum (Khar Khorin), der alten mongolischen Hauptstadt aus dem 13. Jahrhundert sowie in Kharbalgas, der uigurischen Hauptstadt aus dem 9. Jahrhundert.
An der Veranstaltung in der deutschen Botschaft nahmen u. a. die Abgeordneten des Großen Staatskhurals, Frau Tuya (MRVP) und Frau Munkhtuya (DP), der Präsident der Akademie der Wissenschaften der Mongolei, Prof. Dr. B. Chadraa und die Bundestagsabgeordnete Frau U. Kumpf teil.


V. l. Botschafter Fischer, Prof. Tseveendorj, Dr. Bayar. Foto K. Bormann

 

Die feierliche Eröffnung des ersten mongolisch-deutschen Radiosenders am 03. März ist ausgefallen.


   

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