Die Deutsche Mongolei Agentur aus Ulaanbaatar präsentiert:

Neues aus der Mongolei
15. bis 21. Februar 2010

von Dr. Renate Bormann, Berlin, Ulaanbaatar
(© Text & Fotos)

Statistik Januar 2010
Das nationale Amt für Statistik vermeldete am 17. Februar für Januar die Geburt von 6 127 Kindern, 729 mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
137 Babys starben vor ihrem ersten Geburtstag, 18 mehr als im Vorjahr, bis zum fünften Lebensjahr starben 30 Kinder, 12 mehr als im Vorjahr.
Die Müttersterblichkeit erhöhte sich im gleichen Zeitraum um zwei auf sechs.
Landesweit wurden 36 300 Arbeitslose registriert, 4 936 mehr als 2009. 19 800 oder 54,5 Prozent der Arbeitslosen sind Frauen. 
Die monatlichen Durchschnittslöhne und –gehälter erreichten im vierten Quartal 2009 308 100 Tugrug, 17 000 Tugrug mehr als im vierten Quartal 2008.
Das durchschnittliche Monatsgehalt der Männer lag mit 332 700 Tugrug um 48 200 Tugrug höher als das der Frauen.
Die Polizei registrierte im Januar 1 624 Straftaten, 129 weniger als im Januar 2009.
26,8 Prozent der Straftaten wurden in Gers oder Wohnungen verübt, 15,7 Prozent auf Straßen und Plätzen,   9,1 Prozent in Behörden und Betrieben, 6,8 Prozent in Bars, anderen Vergnügungsstätten und Hotels, 5,7 Prozent auf den Weiden und 5,2 Prozent auf Großmärkten.
Vor und während der Tsagaan-Sar-Feierlichkeiten registrierten die Polizeibehörden in Ulaanbaatar keine wesentliche Erhöhung der Kriminalitätsrate.
Vom 13. bis zum 16. Februar wurden 127 Straftaten gemeldet, an normalen Tagen sind es 30 bis 40, 150 bis 160 Menschen werden zur Ausnüchterung vorübergehend festgenommen.
Im Luus-Sum des Mittelgobi-Aimags starb ein zehnjähriges Mädchen beim Brand des elterlichen Gers.
Ein 27-Jähriger starb unmittelbar nach Einlieferung ins Krankenhaus des Orkhon-Uul-Aimags an den Verletzungen, die er sich beim Unfall mit seinem Pajero zugezogen hatte.
Auch im Khuvsgul-Aimag kam für einen Fußgänger jede Hilfe zu spät, der von einem Auto überfahren worden war.

Kooperationsvertrag zwischen Freiberger Universität und der TU der Mongolei verlängert
In Anwesenheit von Yo. Otgonbayar, Minister für Bildung, Kultur und Wissenschaft, unterzeichneten am 13. Februar der Präsident der Universität für Wissenschaft und Technologie der Mongolei und der Prorektor für Bildung der Uni Freiberg in Freiberg ein Kooperationsabkommen, mit dem das seit 1993 bestehende Abkommen aktualisiert und ergänzt wurde.
Für die Studiengebiete Geowissenschaften, Bergbau, Umweltschutz und Informatik sollen Dppelabschlussprogramme erarbeitet und angeboten werden.
Außerdem planen beide Seiten den Aufbau einer gemeinsamen Einrichtung in Ulaanbaatar zur Ausbildung von Bergbaufachleuten mit Studienplänen nach Freiberger Vorbild.
Carsten Drebenstedt, Professor für Bergbau-Tagebau, wird sich als Koordinator um die Verwirklichung der Programme kümmern.
Dabei kann er auf einer langjährigen erfolgreichen Zusammenarbeit aufbauen.
20 Mitarbeiter an der TU in Ulaanbaatar sind in Freiberg ausgebildet worden, außerdem haben kürzlich zwei Promotionsstudenten aus der Mongolei bei Drebenstedt ihre Studien abgeschlossen.
Bei seinem Besuch in Deutschland traf Otgonbayar auch mit dem Generalsekretär des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) Dr. Christian Bode, Ehrendoktor der TU der Mongolei seit 2001, zusammen. Dabei wurden Finanzierungsvorschläge diskutiert, die jährlich 30 bis 40 Mongolen eine Ausbildung an deutschen Hochschulen und Universitäten ermöglichen sollen.

109. Stiftungsfest des Ostasiatischen Vereins Bremen
400 Gäste werden zum 109. Stiftungsfest mit traditionellem Curryhuhnmahl des OAV Bremen am 26. Februar erwartet.
Der Exministerpräsident von Sachsen, Prof. Kurt Biedenkopf, ist Ehrengast und Festredner.
Außerdem werden 14 Botschafter, unter anderem aus Brunei, Kambodscha, der VR China, Sri Lanka, Nepal, Indien, Indonesien, Japan, Malaysia, Australien und der Mongolei erwartet.

Mongolen in Kanada spenden für mongolische Viehhalter
Anlässlich des mongolischen Neujahrsfestes traf sich T. Zalaa-Uul, mongolischer Botschafter in Kanada, am 14. Februar in Calgary (Alberta) mit Landsleuten.
Zalaa-Uul versprach den Mongolen Beistand bei der Wahrung ihrer Rechte und Interessen sowie bei der Realisierung ihrer Ideen und Initiativen.
Die in Calgary ansässigen Mongolen kündigten die Gründung einer Mongolenvereinigung, in die sie in naher Zukunft alle in Kanada lebenden Mongolen einbeziehen wollen, an.
Für die aufgrund des harten Winters in Not geratenen Viehhalter überreichten sie dem Botschafter eine Million Tugrug, die sie im Laufe der vergangenen Wochen gesammelt hatten.

Kanadische Schüler helfen Mongolei
Der mongolische Botschafter in Kanada T. Zalaa-Uul hat seine Dienstreise in die Olympiastadt Vancouver genutzt, um in einer Mittelschule in Richmond (British Columbia) Schülern und Lehrern für ihr Mongoleiengagement zu danken. Ausführlich berichtete der Botschafter über sein Heimatland und beantwortete die Fragen der überaus interessierten jungen Leute.
30 Schüler, Lehrer und Ärzte der Richmonder Schule werden in Kürze nach Zuunkharaa im Selenge-Aimag reisen, hier unterstützen sie den Bau eines Lernzentrums.
Im Verlauf einer dreimonatigen Kampagne hatten sie 17 000 kanadische Dollar gesammelt, die dem Schulbau zugute kommen sollen.


Adlerfest

Für Entwicklung des Wintertourismus
Seit Jahren bemühen sich Reiseveranstalter und Touristikverband der Mongolei um die Ausweitung der Touristiksaison.
Bisher sind die Lieblingsmonate der ausländischen Touristen Juni, Juli und August.
Für wenig kälteempfindliche Reisende biete jedoch auch der Winter in der Mongolei wunderbare Möglichkeiten für Erholung, Entspannung und sportliche Betätigung.
Adler-, Yak- und Kamelfeste sowie Eisfestivals sollen beitragen, den Winter in der Mongolei für Touristen attraktiver zu gestalten.
Am 17. Februar tummelten sich nicht nur in- und ausländische Touristen, sondern auch die Einwohner der nahe gelegenen Hauptstadt beim Kamelfest in Terelj.
Das Yakfest ist für den 22. Februar in Khuvsgul geplant. 100 Viehhalter mit 400 Yaks werden erwartet.
Die Mongolen haben sich vorgenommen, der Welt zu zeigen, dass neben Naadam (dem mongolischen Nationalfest im Juli) auch andere Events erlebenswert sind.


Hammelfleisch zum Fest

Lebensmittelpreise gestiegen
Nach Informationen aus dem Nationalen Amt für Statistik stiegen die Lebensmittelpreise im Vergleich zum Januar um 10,6 Prozent. (Stand 18. Februar 2010).
Zum Ärger der Verbraucher sind vor allem die Preise für Fleisch (zwischen 14 und 25 Prozent), Zucker, mongolische Butter, Aaruul, Mayonnaise und Gurken gestiegen. Tsagaan Sar ließ grüßen.
Ein Kilogramm Hammelfleisch kostete auf den mongolischen Märkten im Durchschnitt 3078 Tugrug, ein Kilogramm Rindfleisch 3 963, ein Kilo Ziegenfleisch 2 133 und ein Kilo Pferdefleisch 2 413 Tugrug. Für ein Kilo Rinderfilet mussten 4 200 Tugrug gezahlt werden.

H1N1
Bis zum 13. Februar erhöhte sich die Zahl der registrierten A/H1N1-Infektionen auf 1 367.
30 Menschen sind gestorben.

Mongolei auf ITB 2010 vertreten
Auf der Internationalen Tourismusbörse (ITB) vom 10. bis zum 12. März in Berlin werden sich die Aussteller aus der Mongolei, Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan, Turkmenistan und aus Usbekistan gemeinsam in einer Halle präsentieren.
Die Organisatoren haben sich aufgrund des stetig wachsenden asiatischen Marktes entschlossen, eine dritte Asienhalle zu eröffnen.
Neben den Hallen 26 und 5.2 bieten in diesem Jahr Reiseveranstalter aus Asien ihre Produkte auch in der Halle 7.2b an.

Winterolympiade und Mongolen
Erdene-Ochiryn Ochirsuren wurde bei den 21. Olympischen Winterspielen in Vancouver 74. im 15-Kilometer-Skilanglauf bei den Frauen. Ihr Rückstand zur Siegerin Ch. Kalla aus Schweden betrug 7,58 Minuten. Am Start waren 78 Läuferinnen.
Im 15-Kilometer-Langlauf bei den Männern erreichte Khash-Erdene Khurelbaatar den 86. Platz unter 94 Startern. Er kam 8,51 Minuten nach dem Sieger D. Cologna aus Italien ins Ziel.


Kh. Tsagaanbaatar. August 2008

Tsagaanbaatar und Nyam-Ochir Judo Grand Prix-Sieger in Düsseldorf
Stolz vermeldeten die Veranstalter des internationalen Judo Grand Prix am 20. und 21. Februar in Düsseldorf die Teilnahme von vier Olympiasiegern, darunter Naidangiin Tuvshinbayar aus der Mongolei.
In die Siegerlisten eintragen konnten sich schließlich Khasbaataryn Tsagaanbaatar (66 Kilogramm) und Sainjargalyn Nyam-Ochir (73 Kilogramm).
Der mongolische Nachwuchsjudoka D. Tumurkhuleg gewann in der Gewichtsklasse bis 60 Kilogramm eine Bronzemedaille.
Insgesamt nahmen 400 Sportler aus 48 Ländern an diesem ersten von vier Grand Prix-Stationen des Internationalen Judoverbandes teil.
Tuvshinbayar (bis 100 Kilogramm) kämpft am Sonntag um den Sieg.


V. l. N. Tuvshinbayar. Empfang der mongolischen Olympiamannschaft auf dem Sukhbaatarplatz am 25. August 2008


   

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Last Update: 01. Januar 2017