Die Deutsche Mongolei Agentur aus Ulaanbaatar präsentiert:

Neues aus der Mongolei
25. April bis 1. Mai 2011

von Dr. Renate Bormann, Berlin, Ulaanbaatar
(© Text & Fotos)


Anfang Mai in der Mongolei

Präsident Elbegdorj im Gespräch mit den Bürgern
Beim Gespräch des mongolischen Präsidenten mit Bürgern am 30. April stellte Parlamentsmitglied Ts. Shinebayar seinen Standpunkt und den der MRVP zum Bergbaugesetz, zu den Tavantolgoi- und Oyutolgoiabkommen und zur nationalen Sicherheit vor.
Danach hätte Bergbauminister D. Zorigt noch einiges zu tun, Fehler in den Abkommen zu korrigieren.
Präsident Elbegdorj fragte er, warum dieser kein Wort mehr zu den Ereignissen am 01./02. Juli 2008 mehr verlöre. Die Demokratie im Land würde zurückgedrängt.
Nach wie vor verweigere das Oberste Gericht die Registrierung der MRVP.

Beileidstelegramm an Präsident Obama
Angesichts der verheerenden Tornados, die in sechs US-Bundesstaaten beispiellose Verwüstungen anrichteten und hunderte Menschenleben forderten, sprach Präsident Ts. Elbegdorj dem amerikanischen Volk und US-Präsident B. Obama im Namen des gesamten mongolischen Volkes sein tiefempfundenes Beileid aus.

Präsident Elbegdorj sendet Glückwunschtelegramm
Wie überall auf der Welt nahm die Hochzeit des ältesten Sohnes des britischen Thronfolgers Prinz William mit Catherine Middleton auch in den Medien der Mongolei breiten Raum ein.
In einem Glückwunschtelegramm an das Brautpaar vom 19. April übermittelte das mongolische Staatsoberhaupt alle guten Wünsche für persönliches Wohlergehen und das Wohlergehen des britischen Volkes.


E. Enkhzaya erhält Stipendiumsurkunde

Stipendien für Beststudenten
Angesichts der Notwendigkeit, das Bildungs- und Ausbildungsniveau der mongolischen Jugend entscheidend zu verbessern, um den Anforderungen der zukünftigen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung gerecht werden zu können, hat die Regierung ein zusätzliches Bildungsprogramm beschlossen.
Studenten und Schüler, die in den Jahren 2008 bis 2010 bei den nationalen Mathematik-, Physik-, Chemie-, Biologie- und Informatikolympiaden die ersten drei Plätze belegten oder an internationalen Olympiaden in den genannten Fächern teilnahmen, werden vom Programm profitieren.
Sollten sie an einer der 50 besten Universitäten oder Hochschulen in naturwissenschaftlichen oder Ingenieurfachrichtungen weltweit zugelassen werden, werden ihnen sämtliche Ausbildungs- und Lebenshaltungskosten während des Studiums erstattet.
Am 29. April überreichte Ministerpräsident S. Batbold den ersten 44 Stipendiaten die Urkunden, darunter dem Mathematik- und Informatikstudenten an der Mongolischen Staatsuniversität E. Enkhzaya. Enkhzaya hat die Zulassung für die Cornell-Universität (USA) bereits in der Tasche. Enkhzayas Mutter erklärte, ihr Mann und sie hätten dem Sohn das Auslandsstudium niemals finanzieren können.


D. Tsogtbaatar unterschreibt Abkommen über Forschungszentrum. Hintere Reihe, 2. v. l. S. Diarra

Forschungszentrum der Binnenstaaten
Bei seinem Arbeitsbesuch in den USA unterzeichnete der Staatssekretär im Außenministerium D. Tsogtbaatar am 25. April in New York als erster von zehn Mitunterzeichnern die multilaterale Vereinbarung über das internationale Forschungszentrum der Binnenstaaten.
Die Gründung des Instituts geht auf eine Initiative der Mongolei zurück. Als Sitz ist Ulaanbaatar im Gespräch.
Das Abkommen tritt in Kraft, sobald zehn Staaten dem Abkommen beigetreten sind.
Tsogtbaatar berichtete bei seinen Gesprächen mit dem UN-Untergeneralsekretär Cheikh Sidi Diarra über die Ergebnisse des Arbeitstreffens der Vertreter der Asien-Pazifik-Binnenstaaten vom 12. bis 14. April in Ulaanbaatar. Diarra sagte den Mongolen Unterstützung für die Gründung des Zentrums zu. In der zweiten Jahreshälfte plane er einen Besuch in der Mongolei.
Außer mit dem Hohen UN-Kommissar für die ärmsten Länder, kleinen Inselstaaten und Binnenländer, traf Tsogtbaatar mit dem Vorsitzenden der UN-Demokratiestiftung Ronald Rich und dem Chef der Soros-Stiftung George Soros zusammen.


D. Tsogtbaatar und G. Soros

Am 28. besprachen Tsogtbaatar und der Abteilungsleiter für China, die Mongolei und Taiwan im Nationalen Sicherheitsrat der USA, Ewan Medeiros, Fragen der weiteren Vertiefung der bilateralen Zusammenarbeit.
Am selben Tag fand die erste Versammlung der neu gegründeten mongolisch-amerikanischen Arbeitsgruppe innerhalb der US-Handelskammer statt. Zu den Teilnehmern gehörten Botschafter Kh. Bekhbat und der für Asien zuständige Vizepräsident der Handelskammer Tami Overby.
Die Unternehmen „Flour", „Peabody Energy", „John Deer", „Bechtel", „GE", „Boeing", „Albright Stonebridge Group" u. a. haben der Arbeitsgruppe Unterstützung zugesagt


Grundsteinlegung für neues Gesundheitszentrum

Grundstein für neue Kinderklinik gelegt
Am 27. April wurde im Khan-Uul-Stadtbezirk von Ulaanbaatar der Grundstein für das neue Säuglingsgesundheitszentrum gelegt.
Neben Ministerpräsident S. Batbold nahmen an der Zeremonie Gesundheitsminister S. Lambaa, Vertreter der Ulaanbaatar-Stadtverwaltung, Mitarbeiter des Gesundheitswesens und die Führung der Bauträger „Niislel Örgöö" und „Puma" teil.
In seiner Rede erklärte Batbold, die Regierung messe der Gesundheit und Gesunderhaltung von Frauen und Kindern besondere Bedeutung zu. In zehn Aimags sei der Bau von Geburtskliniken mit je 50 betten geplant. Im vergangenen Jahr sei die 1. Geburtsklinik in Ulaanbaatar vollständig renoviert worden und werde in diesem Jahr erweitert.
Mit dem neuen Klinikum werde die größte Investition im Gesundheitswesen seit 20 Jahren getätigt. Finanzielle Unterstützung dafür hätten Korea und Kuwait geleistet.
Das neue Gesundheitszentrum wird acht Stockwerke und 300 betten umfassen und soll im vierten Quartal 2012 seiner Bestimmung übergeben werden.

Film über den VIII. Bogd Gegeen
Anlässlich des 100. Jahrestages der Befreiungsrevolution von 1911bereitet die „Bogd Khaan -Filmgesellschaft" einen Dokumentarfilm über das Leben des geistlichen und weltlichen Herrschers der Mongolei von 1911-1919/21/24 vor.
Bereits im vergangenen Jahr begannen die Vorbereitungen mit wissenschaftlichen Konferenzen und Symposien zur Geschichte der Mongolei und des Lamaismus im 19. und 20. Jahrhundert sowie der Rolle des VIII. Bogd Gegeen.

„Zurag" – Dokumentarfilm
Am 29. April, 19.00 Uhr Ortszeit, wurde im Nationalen Mongolischen Fernsehen der Film des deutschen Regisseurs Tobias Wulff „Zurag" zum ersten Mal in mongolischer Sprache gezeigt.
Gegenstand des Filmes ist die Zuraggalerie in Berlin-Kreuzberg. Ihr Gründer und Betreiber, der Maler E. Otgonbayar spricht über seine Arbeit, seine Ziele und seine Ambitionen.
Den Trailer zum Film können Sie unter
www.zurag.de/zurag-film.html ansehen.

Mongolische Kulturtage in Belgien
In Vorbereitung des „AKINA" – Khuumii - Festivals im September 2012 haben in Gent, Antwerpen und Leuven mongolische Kulturtage begonnen.
In den drei Tagen werden belgische Musiker und Sänger gemeinsam mit Khosoo & Transmongolia Konzerte geben und es werden Zeugnisse des mongolischen Nomadenhandwerks präsentiert.
Außerdem stellen sich in allen drei Städten mongolische Maler und Schriftsteller gemeinsam mit belgischen Kollegen den Fragen der Besucher und geben Einblicke in ihr künstlerisches Schaffen.

Fotos Staatssekretär Tsogtbaatar in den USA: Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit des Ministeriums für Außenbeziehungen; Grundsteinlegung und Stipendien: Presse- und Informationsdienst der Regierung


   

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Last Update: 01. Januar 2017