Neues aus der Mongolei
3. bis 9. Februar 2014

Renate Bormann, Berlin, Ulaanbaatar
(© Text & Fotos)


Mongolei im März

Präsidentenerlass
Einem Erlass von Präsident Ts. Elbegdorj zufolge, wurde die Regierung beauftragt, alle notwendigen Maßnahmen in die Wege zu leiten, den Wintersport in der Mongolei zu entwickeln. (Trainer, Talenteförderung, finanzielle Ausstattung, Bau von Sportstätten etc.).
Präsident Elbegdorj und Ministerpräsident Altankhuyag unterzeichneten am 05. März ein entsprechendes Dokument.

„Join Me on the Bridge"
Anlässlich des Internationalen Frauentages hat die vom Justizministerium unterstützte NGO „Klub junger Frauen" auch in der Mongolei die Bewegung „Frauen gemeinsam für Frieden und Hoffnung" ins Leben gerufen.
Am 08. März zwischen 11:00 und 13:00 Uhr bildeten Männer und Frauen einen 1 200 m langen friedlichen Demonstrationszug bis zur Friedensbrücke in Ulaanbaatar.
Auf Transparenten forderten sie mehr Frauen in politischen Spitzenpositionen und einen energischeren Kampf gegen jegliche Gewalt.
Präsident Ts. Elbegdorj hatte gemeinsam mit dem Verband der Mutterordenträgerinnen traditionell 1000 Mütter aus allen 21 Aimags in den Regierungspalast geladen.
„Für ihn hätte das Wort von Müttern das größte Gewicht".
Frauen, die Kinder groß gezogen haben, sollten eine Rente vom Staat bekommen.

Aus der Regierungssitzung
Auf der Regierungssitzung am 07. März wurde beschlossen, eine dem Bergbauministerium unterstellte Abteilung für die Umsetzung des gemeinsam mit China geplanten Projekts zur Kohlevergasung zu gründen.
Ein entsprechendes Memorandum war beim Besuch von Ministerpräsident N. Altankhuyag in der VR China im Oktober 2013 unterzeichnet worden.
Mit Hilfe dieses Projekts könnten die ergiebigen Braunkohlevorräte in der Mongolei für die Energiegewinnung nutzbar gemacht werden.
Erstmals industriell angewendet worden sei die Technologie der Kohlevergasung 1983 in den USA, gegenwärtig existiere in China eine Anlage, das Land plane die Errichtung von 12 weiteren Anlagen.
Außerdem beschlossen die Kabinettsmitglieder das im Ministerium für Kultur, Sport und Tourismus erarbeitete Nationale Programm „Mongol Tsuur" (mongolische Querflöte).
Ziel sei es, dieses bedeutende Kulturerbe zu bewahren, die Zahl der Lehrer und Schüler für dieses Fach zu erhöhen und die materielle Ausstattung an den Musikzentren in der Hauptstadt und in den Aimags entscheidend zu verbessern.
Sh. auch „E. Baatarjav demonstrates Tsuur and Khuumii" auf YouTube.

Außenminister Bold in Australien
Vom 16. bis zum 21. März wird Außenminister L. Bold einen offiziellen Besuch in Australien absolvieren.
Australien ist einer der „dritten Nachbarn" der Mongolei.
Beide Länder wollen ihre Zusammenarbeit, vor allem in der Asien-Pazifik-Region, weiter ausbauen und im Bergbau, in der Landwirtschaft und im Bildungswesen noch enger zusammenarbeiten.


Mongolische Models am Brandenburger Tor in Berlin. 08.03.2014

Die Mongolei wird offizielles ITB-Partnerland 2015
Bereits 2011 war die Mongolei Partnerland beim Kongress der Internationalen Tourismusbörse Berlin (ITB).
Offizielles Partnerland damals war Polen.
Am 05. März unterzeichneten der Staatssekretär im Ministerium für Kultur, Sport und Tourismus Pureviin Altangerel und der Geschäftsführer der Messe Berlin Dr. Christian Göke die Verträge über die ITB-Partnerschaft 2015.
„Deutschland ist für die mongolische Tourismuswirtschaft ein wichtiger Markt", erklärte Altangerel.
An der diesjährigen ITB vom 05. bis zum 09. März beteiligten sich 10 147 Touristikunternehmen aus 189 Ländern, so viele wie noch nie.
Die Mongolei präsentierte sich in Halle 26 und war mit ihren größten Unternehmen, aber auch mit mittleren und kleinen vertreten.
Dazu gehörten die MIAT, die nationale Luftverkehrsgesellschaft, „Juulchin" (Tourist, Reisender), „Mongolian Adventure Tours", „Nature Tours", „Tsolmon Travel", „Genco Tour", „Great Chinggis" und „Ger to Ger".
Der mongolische Tourismusverband hatte die gemeinsame Präsentation im Kongresszentrum in Berlin organisiert.
An der Spitze der mongolischen Delegation stand die Ministerin für Kultur, Sport und Tourismus Ts. Oyungerel, die vor den Teilnehmern des internationalen Wirtschaftskongresses zur Faszination nomadischer Lebensweise sowie Herausforderungen und Chancen sprach.
Außerdem führte sie Gespräche mit dem Staatssekretär im Auswärtigen Amt Markus Ederer und stellte sie das Logo der diesjährigen mongolischen ITB-Präsentation "Mongolia Nomadic by Nature" vor.
Mongolische Models in aufwändigen traditionellen Kostümen und mongolische Musiker und Musikerinnen erwiesen sich als äußerst wirksame Werbebotschafter für die Mongolei als attraktives Reiseland.
Sie traten nicht nur am Mongoleistand in der Halle 26 auf, am 08. März flanierten sie auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor in Berlin. Kaum ein Berliner oder Tourist, der nicht mit ihnen fotografiert werden wollte.


Fürchtet Euch nicht

Mongolische Führungsakademie und Friedrich-Ebert-Stiftung kooperieren
Die mongolische Akademie für Lehre und Forschung, Kommunikation und Monitoring „Strategie" und die Friedrich-Ebert-Stiftung in der Mongolei wollen ihre Zusammenarbeit erweitern.
Am 05. März unterzeichneten Akademiedirektor Ya. Tumurbaatar, der Generalsekretär der MVP und Chef des Führungsrates der Akademie J. Munkhbat und die Repräsentantin der Friedrich-Ebert-Stiftung in der Mongolei Ch. Oyungerel einen Vertrag über Zusammenarbeit bei der politischen Bildung, bei der Vervollkommnung des Wahlsystems und bei der Drucklegung von Werken international anerkannter Wissenschaftler mit dem Ziel das Demokratieverständnis zu fördern, das Bewusstsein für Werte wie Freiheit, Gleichberechtigung und Selbstbestimmtheit zu stärken.

S. Bayar und S. Batbold aus Grundorganisation ausgeschlossen
Der Einfluss der ehemaligen Parteivorsitzenden und nicht ganz erfolglosen Ministerpräsidenten S. Bayar und S. Batbold begann bereits auf dem 27. Parteitag der MVP im Herbst des vergangenen Jahres.
Der neu gewählte Vorsitzende der Partei M. Enkhbold, auch er mit Erfahrungen als Oberbürgermeister von Ulaanbaatar, als Ministerpräsident und als Parteivorsitzender, der „starke Mann der Landfraktion" verhinderte die Wahl von D. Tsogtbaatar, ehemals Staatssekretär im Außenministerium, Umweltminister und noch früher Berater der Präsidenten Bagabandi und Enkhbayar, zum Generalsekretär.
Enkhbold setzte die Wahl „seines" Kandidaten durch.
Bayar und Batbold wurden auch nicht in den Führungsrat der MVP gewählt.
Am 05. März beschloss die Versammlung der MVP-Grundorganisation im Sukhbaatar-Duureg die beiden und das Mitglied des Führungsrates der MVP D. Tsogtbaatar aus der Grundorganisation auszuschließen.
Wahrscheinlich sei es nur noch eine Frage der Zeit, wann die drei die Partei verließen.


Adlerfest bei Ulaanbaatar

Adlerfestival 2014
Das von der Aimagverwaltung Bayan-Ulgiis, dem Kulturministerium, der mongolischen Tourismusassoziation und dem Wildlife-Wissenschaftszentrum initiierte Adlerfestival fand in diesem Jahr am 05. März im Chinggis-Khuree, einer Touristenbasis, 22 km von Ulaanbaatar entfernt, statt.
Zum Programm gehörten Adlerjagdwettbewerbe, die schönsten kasachischen Nationaltrachten sowie die schönsten Pferdegeschirre wurden prämiert und die Gäste konnten kasachische Nationalspeisen probieren.


Traditionelle mongolische Malerei

Traditionelle mongolische Malerei im Bonner Mongoleizentrum
Die Deutsch-Mongolische Gesellschaft e. V. und das Mongoleizentrum Bonn laden am 14. März, ab 18:00 Uhr, zur Ausstellungseröffnung „Traditionelle Mongolische Malerei" ein.
Gezeigt werden Werke von Angaragsuren Odkhuu.
Die Ausstellung kann noch bis zum 20. April besucht werden.
Ort: 53115 Bonn, Kurfürstenstraße 54.

„Blau-Rot"
Unter dem Titel Tsenkher Ulaan (Blau-Rot) wird am 28. März in der Galerie Peter Zimmermann in Mannheim eine Ausstellung mit Werkendes mongolischen Malers Ershuugiin Otgonbayar (Otgonbayar Ershuu) eröffnet.
Otgonbayar wird selbst anwesend sein.
Angekündigt ist ebenfalls der Außerordentliche und Bevollmächtigte Botschafter der Mongolei in Deutschland.
Ort: 68165 Mannheim, Leibnizstraße 20
Zeit: 19:00-21:00 Uhr.

Sh. auch www.galerie-zimmermann.de

 


   

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Last Update: 01. Januar 2017