
September im Khovd-Aimag
U. Khurelsukh in Kasachstan
Präsident U. Khurelsukh, Gast beim Gipfeltreffen der Shanghaier Organisation
für Zusammenarbeit (SCO), nutzte die Gelegenheit, an der Eröffnung der World
Nomad Games2 (31. August bis 06. September) teilzunehmen.
Am 01. September trafen sich Khurelsukh und der russische Präsident W. W. Putin
zu einem Gespräch über die weitere Vertiefung der „allumfassenden Partnerschaft"
und den Ausbau der Handels- und Wirtschaftsbeziehungen.
Außerdem betonten beide Seiten den Nutzen gemeinsamer großer Projekte und
Programme.
Bilaterale Gespräche führte Khurelsukh auch mit dem chinesischen
Staatspräsidenten Xi Jinping.
Mongolischer Ministerpräsident zu Gast beim EEF
Der mongolische Ministerpräsident N.-O. Uchral stand an der Spitze der
mongolischen Delegation, die am 11. Östlichen Wirtschaftsforum (EEF) in
Wladiwostok (Russland) teilnahm.
Das Forum vom 01. bis zum 04. September stand unter dem Motto „Fernost –
Entwicklung zum Wohle des Menschen".
In seiner Rede auf der Plenarsitzung am 03. September mit Präsident W. W. Putin,
dem indonesischen Präsidenten Prabowo Subianto, dem chinesischen
Vizeministerpräsidenten Ding Xuenxiang sowie hochrangigen Vertretern aus Vietnam
und Myanmar würdigte Uchral die regionale Zusammenarbeit, gegenseitiges
Vertrauen und die Rolle der Mongolei als Logistik- und Transportknotenpunkt.
Am Rande des Forums sprach N.-O. Uchral mit Präsident Putin und dem
stellvertretenden Ministerpräsidenten Aleksej Overchuk über die Vertiefung der
bilateralen Handelsbeziehungen, das Inkrafttreten des provisorischen
Handelsabkommens der Mongolei mit den Mitgliedsstaaten der Eurasischen
Wirtschaftsunion (EAWU) ab dem 22. Juli 2026, den Ausbau der Transmongolischen
Eisenbahn sowie gemeinsame Energie- und Industrieprojekte.
Im Rahmen des Forums wurde zum ersten Mal ein Mongolei-Russland-Business Dialog
zwischen zwischen Regierungsvertretern und Unternehmern beider Länder
organisiert.
Außerordentliche Sitzung der Staatsversammlung
Auf der außerordentlichen Sitzung der Staatsversammlung am 07. September
ging es hauptsächlich um die Konkretisierung des Staatshaushaltsplans.
Die Abgeordnete M. Narantuya forderte ineffizient ausgegebene Mittel für die
Erhöhung der Renten zu nutzen
Überhaupt sollten mit der Diskussion um den Haushalt keine politische Spielchen
betrieben werden.
Narantuya wandte sich auch gegen die fortdauernden Forderungen nach einem
Rücktritt der Regierung Uchral.
Nur einige Minister sollten ausgetauscht werden, namentlich nannte sie den
Minister für Familie, Arbeit und soziale Sicherheit T. Aubakir.
Präsident Montenegros zu Gast in der Mongolei
Auf Einladung seines mongolischen Amtskollegen Ukhnaagiin Khurelsukh weilten
der Präsident Montenegros Jakov Milatović und seine Frau Milena vom 08. bis zum
10. September zu einem Staatsbesuch in der Mongolei.
Anlass war der 20. Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen
beiden Ländern (30. November 2006).
Khurelsukh und Milatović unterzeichneten eine Gemeinsame Erklärung, in der die
Richtung der künftigen Zusammenarbeit festgelegt wurde.
Außerdem wurden sieben Abkommen und Memoranden über eine stärkere politische,
wirtschaftliche, kulturelle und wissenschaftliche Zusammenarbeit unterzeichnet.
Beide Seiten wollen zudem ihren interparlamentarischen Austausch vertiefen.
Trotz der großen geografischen Distanz betonten Wirtschaftsvertreter beider
Seiten die Chancen für den bilateralen Handel.
Es war der ersten Besuch eines montenegrinischen Staatsoberhauptes in der
Mongolei.
Übrigens erschien in der ersten mongolischen Zeitung „Neuer Spiegel" in ihrer
dritten Ausgabe von 1913 ein Bericht über Natur, Bevölkerung und politische
Struktur Montenegros.
Ministerpräsident Uchral empfängt vietnamesischen Parlamentspräsidenten
Am 10. September hat Ministerpräsident N.-O. Uchral den Vorsitzenden der
Nationalversammlung (Parlament) der Sozialistischen Republik Vietnam Tran Thanh
Man empfangen.
Hauptsächlich ging es in den Gesprächen um die Vertiefung der Wirtschafts- und
Handelsbeziehungen mit dem Ziel, das bilaterale Handelsvolumen auf 200 Millionen
USD anzuheben.
Beide Seiten streben weiter den Ausbau des Tourismus (Erhalt direkter
Flugverbindungen, seit November 2023 Ulaanbaatar - Nha Trang) und eine
verstärkte Kooperation in den Bereichen erneuerbare Energien und Landwirtschaft
an.
Ministerpräsident Uchral schlug zudem die Schaffung eines trilateralen
Transportmechanismus zwischen der Mongolei, Vietnam und China vor.

Der ECO Tower One wächst und wächst. Foto G. Nagy
Sitzblockade vor dem Regierungspalast
Der Abgeordnete der DP B. Enkhmunkh hat am 11. September mit einer
Sitzblockade am Osttor des Regierungspalastes seiner Forderung nach Rücktritt
von Ministerpräsident N.-O. Uchral Nachdruck verleihen wollen.
Enkhmunkhs Protest richtete sich gegen angebliche Haushaltsbegünstigungen für
ein mit dem Regierungschef verbundenes Unternehmen (3,5 Milliarden Tugrug für
die Privatschule seiner Mutter im Nachtragshaushalt für 2026).
Enkhmunkh forderte den sofortigen Rücktritt des Ministerpräsidenten und hat
den Fall an die Antikorruptionsbehörde und das Verfassungsgericht gemeldet.
Die zuständige Behörde des Sukhbaatar-Stadtbezirks hatte die Aktion genehmigt.
Erfolg hatte die Aktion des Abgeordneten bisher nicht.
Eröffnung der Herbstsitzungen
Am 15. September begann die Herbstsitzungsperiode der Großen
Staatsversammlung.
87 Mitglieder oder 69 Prozent der Abgeordneten waren anwesend.
Zu den Gästen zählten Ministerpräsident N.-O. Uchral, der Vorsitzende des
Verfassungsgerichts, der Generalstaatsanwalt, Vorsitzende von staatlichen
Behörden, die Leiter und Leiterinnen diplomatischer Vertretungen in der Mongolei
sowie internationaler Organisationen.
Am Nachmittag begannen die Debatten über den überarbeiteten Haushalt 2026, die
Entwürfe zum Staatshaushalt 2027, den Haushalt über den Nationalen
Wohlstandsfonds, den Sozialversicherungshaushalt und über den
Krankenversicherungshaushalt.
„Untragbare Situation im Ministerium für Justiz und Innere Angelegenheiten"
Ministerpräsident Uchral beklagte die „untragbare Situation" im Justiz- und
Innenministerium. Er bezog sich dabei auf interne Störungen, die die normale
Funktionsfähigkeit des sicherheitsrelevanten Ministeriums lahmgelegt und das
öffentliche Vertrauen beschädigt hätten.
Auslöser waren Vorwürfe über Unregelmäßigkeiten bei Postenbesetzungen gegen
Justizminister Sainbuyany Amarsaikhan.
Der Leiter des „Amtes für die Vollstreckung von Gerichtsentscheidungen" A.
Namsanmand warf dem Minister Vetternwirtschaft vor.
Im Falle der Nichtbefolgung der Personalwünsche des Ministers hätte dieser mit
Sanktionen gedroht.
Uchral begründete die Entlassung des Ministers mit der Unmöglichkeit einer
reibungslosen Zusammenarbeit mit anderen Behörden und mit der Gefährdung der
öffentlichen Sicherheit.
Neben dem Minister wurden alle leitenden Angestellten und Führungskräfte der
nachgeordneten Organisationen von ihren Aufgaben entbunden.
Die Affäre fiel in die erste Woche der Herbstsitzungsperiode der
Staatsversammlung.
Durch parteiinterne Konflikte und öffentliche Kritik steht die Regierung ohnehin
unter Druck, zumal sich die Ernennung eines Nachfolgers für Amarsaikhan nicht
ganz einfach gestaltete.
G. Temuulen zum Minister für Justiz und Inneres ernannt
Auf der Plenarsitzung der Staatsversammlung am 22. September wurde der
Vorschlag des Ministerpräsidenten N. Uchral, G. Temuulen zum Justiz- und
Innenminister zu ernennen, diskutiert.
Nach der Beantwortung von Fragen der Abgeordneten konnte Temuulen seinen Eid
ablegen.
Der Ernennung war ein langes Tauziehen zwischen der DP, der MVP und innerhalb
der MVP-Fraktion vorausgegangen.
Die Sitzung zur Ernennung war zweimal verschoben worden, da zu wenige
Abgeordnete anwesend waren bzw. die Sitzungen boykottiert worden waren.
Die DP monierte, dass die Regierung seit 2024 dreimal und der Justizminister
fünfmal ausgewechselt werden mussten.
Uchral betonte, Priorität habe jetzt die Wiederherstellung der
Funktionsfähigkeit und des Vertrauens in den Justizapparat und in das
Innenressort.
Ganzorigiin Temuulen wurde beauftragt, systemische Defizite zu beheben, die
Korruption zu bekämpfen und die Effizienz staatlicher Dienste zu verbessern.
G. Temuulen, geboren 1981 im Ikhtamir-Sum im Arkhangai-Aimag, hat 2003 sein
Bachelorstudium in Internationalen Beziehungen an der American University in
Washington, D.C.abgeschlossen, 2005 erwarb er dort den Masterabschluss in
Internationaler Öffentlicher Verwaltung.
2006 begann als Fachreferent in der Vertragsabteilung der Behörde für
Mineralressourcen und Erdöl zu arbeiten, 2007 wurde er leitender Fachreferent
und von 2008 bis 2009 leitete er die Vertragsabteilung dieser Behörde.
Von 2009 bis 2014 arbeitete er als stellvertretender Direktor von Erdenes Mongol
LLC, von 2013 bis 2015 war er Vorstandsmitglied bei Oyu Tolgoi LLC, von 2014 bis
2015 Vizeminister Bergbau und Schwerindustrie. Von diesem Posten trat er 2015
aus Protest gegen das „Dubai-Abkommen" zurück, da er eine Benachteiligung
mongolischer Interessen befürchtete.
2024–2026 war er Vorsitzender des Ständigen Ausschusses für Sicherheit und
Außenpolitik.
Politbarometer August 2026
Nach Erhebungen von „National Opinion" (mongolisches, monatlich
erscheinendes Stimmungsbarometer) gaben 46 Prozent der Befragten an, dass sich
ihre Lebensbedingungen in den letzten drei Monaten verschlechtert hätten.
Für 67,1 Prozent bleiben die Preissteigerungen das größte Problem, gefolgt von
Korruption (38,9 Prozent) und Bildungsproblemen (36,5 Prozent).
37,5 Prozent sind der Meinung, dass keine Partei über ausreichend
Problemlösungskompetenz verfügt.
Das Vertrauen in die MVP sank von 27,9 Prozent im März auf 20,6 Prozent im
August, die DP liegt zwischen 17 und 23 Prozent.
Für 68 Prozent ist die Demokratie die beste Staatsform.
53 Prozent bewerten die Medienfreiheit als „schlecht" bis „sehr schlecht", 56
Prozent glauben, die Medien könnten nicht frei berichten.
Im Zusammenhang mit den Präsidentschaftswahlen 2027 werden dem ehemaligen
Ministerpräsidenten N. Altankhuyag (DP) sowie dem ehemaligen Vorsitzenden der
Staatsversammlung und ehemaligem Ministerpräsidenten G. Zandanshatar (MVP) die
besten Chancen eingeräumt: 25,9 Prozent für Altankhuyag, 24,1 Prozent für
Zandanshatar.
38 Prozent sind noch unentschieden.
Vorschläge können alle in der Staatsversammlung vertretenen Parteien
unterbreiten. Gewählt wird vom Volk.
Befragt worden waren 1 000 Bürger und Bürgerinnen ab 18 Jahren.

Wintereinbruch im September. Foto Privat
Statistik August 2026
Am 15. September hat das Nationale Amt für Statistik die sozialökonomischen
Daten für August 2026 veröffentlicht.
Danach lag die Inflationsrate bei 12,5 Prozent, die Arbeitslosenquote (Stand
30.06.) bei 5,5 Prozent, das BIP-Wachstum (Stand 30.06.) erreicht 7,7 Prozent.
Das Außenhandelsvolumen erreicht einen Wert von 22,8 Milliarden USD, 36,8
Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, davon entfielen auf den
Export 14,4 Milliarden, ein Plus von 52,2 Prozent, auf den Import 8,4
Milliarden, ein Plus von 11,9 Prozent.
12 von 1 000 Babys starben vor ihrem 1. Geburtstag, zwei weniger als bis August
2025.
Vor ihrem 5. Geburtstag starben 15 von 1 000 Kindern, zwei weniger als im
Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Die Behörden registrierten 35 512 Straftaten, ein Plus von 5,2 Prozent.
722 190 Touristen besuchten die Mongolei, davon 239 134 aus Russland, 171 497
aus China, 128 589 aus Südkorea, 30 417 aus Japan und 16 870 aus Kasachstan.
Insgesamt reisten 123 988 Touristen oder 20,7 Prozent mehr als im Vorjahr in die
Mongolei.
Für mehr Informationen zur aktuellen politischen und sozialökonomischen Lage in
der Mongolei:
https://bti-project.org/de/reports/country-report/MNG
Regierungssitzung
Auf der Regierungssitzung am 16. September wurde der Entwurf der
Regierungsresolution „Über die Finanzierung der Bereitstellung von
Fleischreserven" diskutiert und angenommen.
Ziel sei es, die ununterbrochene Vorbereitung von Fleischreserven zu
organisieren, um die Versorgung der Hauptstädter mit Fleisch für das Frühjahr
2027 zu sichern und das Risiko saisonaler Preissteigerungen zu verringern,
erklärte der Minister für Landwirtschaft, Nahrungsgüter und Leichtindustrie, Ts.
Iderbat.
Sprecher des australischen Repräsentantenhauses in der Mongolei
Am 22. und 23. September absolvierte der Sprecher des australischen
Repräsentantenhauses an der Spitze einer parteiübergreifenden
Parlamentsdelegation, Milton Dick, einen offiziellen Arbeitsbesuch in der
Mongolei.
In den Gesprächen mit dem Vorsitzenden der Großen Staatsversammlung S.
Byambatsogt und Ministerpräsident N.-O. Uchral ging es um die Vertiefung der
parlamentarischen Zusammenarbeit und einen Austausch über wirtschaftliche,
bildungspolitische und zwischenmenschliche Verbindungen beider Länder.
Schwerpunkte sehen beide Seiten bei Kooperationen im Bergbau, bezüglich des
Klimawandels, bei Bildung und Investitionen.
Es war der erste Besuch eines australischen Parlamentssprechers (Unterhaus) in
der Mongolei seit 15 Jahren.
Im Oktober 2024 hatte die australische Senatspräsidentin (Oberhaus) Susan Lines
die Mongolei besucht.
Die Mongolei und Australien verbinden seit 1972 diplomatische Beziehungen.
Grüne Woche 2026
Die „Grünen Herbsttage" fanden vom 21. bis zum 27. September in der
Zentralen Festarena (Zentralstadion) statt.
Zum 21. Mal organisierten das Ministerium für Landwirtschaft, Nahrungsgüter und
Leichtindustrie gemeinsam mit der Stadtverwaltung von Ulaanbaatar die
Verkaufsausstellung.
Mongolische Produzenten bieten den Kaufinteressierten Kartoffeln der neuen Ernte
Gemüse, Pilze, Obst, Konserven und andere Produkte der Lebensmittel- und
Leichtindustrie an.
Außerdem wurden täglich Informationsveranstaltungen zur Tätigkeit des
Ministeriums organisiert.
Kleine und mittlere Unternehmen der Lebensmittel- und Leichtindustrie aus den
Aimags und der Hauptstadt betrieben 218 Verkaufsstände, die auch Bio-Produkte
vorstellten.
Während der „Grünen Herbsttage" können Markenprodukte aus allen 21. Aimags und
aus Ulaanbaatar an einem Ort erworben werden.
Ausländerbehörde hat 145 Unternehmen und 2 299 ausländische Bürger1
kontrolliert
Fast 92 Prozent der Verstöße gegen das Ausländerrecht bezogen sich auf
Verstöße gegen die Einladungsbestimmungen.
Wegen wiederholter Verstöße gegen die Bestimmungen des Aufenthaltsrechts wurde
94 ausländischen Bürgern aus 12 Staaten eine erneute Einreise in die Mongolei
verwehrt.
Die Behörde wies daraufhin, die einladenden mongolischen Staatsbürger gegenüber
den eingeladenen ausländischen Bürgern verpflichtet seien, geeignete Maßnahmen
zur Vermeidung von Rechtsverstößen zu treffen, die Gültigkeitsdauer des Visums
sowie der Arbeitserlaubnis zu überprüfen und rechtzeitig vor Ablauf eine
Verlängerung zu beantragen.
81. Sitzungsperiode der UN-Generalversammlung
Am 08. September begann die 81. UN-Generalversammlung und vom 22. bis zum
28. September fand die Generaldebatte statt, während der die Staats- und
Regierungschefs Reden zur Lage in ihren Ländern und in der Welt hielten.
Die Debatte stand unter dem Thema: „Vertrauen wiederherstellen, Übergänge
gestalten und eine inklusive UNO aufbauen".
In seiner Rede vor den Delegierten am 22. September zog der mongolische
Präsident U. Khurelsukh Parallelen zur Pax Mongolica im 13. und 14. Jahrhundert
und forderte die Weltgemeinschaft auf, „diesen Geist der friedlichen Koexistenz
und Diplomatie zu nutzen, um in Zeiten globaler Krisen eine ,Pax Globalica‘
unter dem Dach der UNO zu schaffen.
Khurelsukh kündigte an, die Mongolei werde sich um einen nicht-ständigen Sitz im
UN-Sicherheitsrat für die Amtszeit 2028-2029 als Vertreter der
Asien-Pazifik-Gruppe bewerben.
Am Rande der Vollversammlung traf sich Khurelsukh u. a. mit UN-Generalsekretär
Antónỉo Guterres sowie dem Ministerpräsidenten Haitis Alix Didier Fils-Aimé, der
sich ausdrücklich für den Einsatz mongolischer Blauhelmsoldaten bei der
Bekämpfung der Bandengewalt in Haiti bedankte,
Die Mongolei war 1961 als 101. Vollmitglied in die UNO aufgenommen worden.
Archäologische Forschungen am Olon-Tempel
Am 15. September präsentierten Akademiemitglied und Direktor des
Chinggis-Khaan-Museums S. Chuluun sowie die japanischen Wissenschaftler Takashi
Matsukawa und Hitoshi Muraoka die Ergebnisse der Ausgrabungen am Olon-Tempel im
Uyanga-Sum des Uvurkangai-Aimags.
Bei den Arbeiten, die Teil des mongolisch-japanischen Projekts „Inschriften"
sind, wurden ein großes Tempelgebäude mit Wandmalereien, buddhistische Artefakte
sowie 30 Fragmente mongolischer Korkschriften entdeckt.
Die Funde stammen aus dem späten 16. bis frühen 17. Jahrhundert und bezeugen,
dass das Olon-Kloster eines der frühesten Klöster und ein wichtiges Zentrum
religiöser und schriftkultureller Tradition war.
Mongolische Baritone begeistern Opernwelt 2026
Mehrere der weltweit besten Baritone stammen aus der Mongolei und glänzen
bei verschiedenen Opernfestivals nicht nur in Italien.
Amartuvshin Enkhbat ist aktuell einer der gefragtesten Verdi-Baritone der Welt.
Beim Arena-di-Verona-Opernfestival im Oktober 2026 übernimmt er die Titelrolle
des Königs Nabucco in der modernen Inszenierung von Stefano Poda.
Im Sommer 2026 war ihm der Orden „Stern Italiens" verliehen worden.
Ariunbaatar Ganbaatar feiert Triumphe als König Nabucco beim Macerata Opera
Festival in Sferisterio und beim Festival Verdi 2026 im Teatro Regio di Parma in
der Inszenierung von Pier Luigi Pizzi.
Badral Chuluunbaatar lebt und arbeitet seit 2027 in Italien und feierte u. a.
Erfolge in Palermo, Verona und Bari.
Experten führen die Dominanz der Mongolen bei tiefen Männerstimmen im Opernfach
auf die physische Konstitution und die Traditionen des mongolischen
Obertongesang (Khuumii) sowie der Urtyn Duu (Langlieder) zurück, die Atemtechnik
und Resonanzvolumen trainieren.
XX. Asienspiele und V. Para-Asienspiele 2026
Aus dem staatlichen Reservefonds wurden 248 Millionen Tugrug für das
mongolische Athletenteam, das an den Spielen vom 19. September bis zum 04.
Oktober in Aichi-Nagoya (Japan) teilnimmt, bereit gestellt.
303 mongolische Athletinnen und Athleten kämpfen in 31 Sportarten um Medaillen
und gute Platzierungen.
Bereits am 20. September gewann der Radsportler Sainbayaryn Jambaljamts eine
Bronzenzemedaille im Einzelzeitfahren der Männer.
Bei der Eröffnungszeremonie trugen P. Enkhuslen und der 3x3-Basketballspieler
Ch. Temuulen die mongolische Fahne.
Auch zu den V. Para-Asienspielen vom 14. bis zum 24. Oktober entsendet die
Mongolei Sportler und Sportlerinnen.
1
Die Berichterstatterin verwendet für alle Geschlechteridentitäten das
generische Maskulinum, wahlweise die männliche oder weibliche Form. R. B.
2
Die World Nomad Games (Weltspiele der Nomaden) würdigen
ethnische und traditionelle Sportarten aus Zentralasien und nomadischen
Kulturen.

Goldener Herbst in Ulaanbaatar. Foto Privat