Die Deutsche Mongolei Agentur aus Ulaanbaatar präsentiert:

Neues aus der Mongolei
vom Dezember 1999

von Renate Bormann, Berlin/Ulaanbaatar

Nazarbaev in Ulaanbaatar
Vom 22. - 23. 11. weilte der kasachische Präsident N. A. Nazarbaev zu einem offiziellen Staatsbesuch in der Mongolei. Regierungsvertreter beider Seiten besprachen Möglichkeiten der wirtschaftlichen Zusammenarbeit, u.a. im Bergbau und in der Lebensmittelproduktion.
Im Anschluss an seinen Mongoleiaufenthalt reiste die kasachische Regierungsdelegation nach China weiter.

Eintrag in das "Goldene Buch"
Der Weltschachverband feierte kürzlich in Paris sein 75jähriges Gründungsjubiläum. Bei dieser Gelegenheit wurde der Name des mongolischen Schachspielers N. Namjil in das "Goldene Buch des Weltschachverbandes" eingetragen.

Medizinische Versorgung für Straßenkinder
Der Kinderdienst der Polizei aus dem Suchbaatar-Bezirk in Ulaanbaatar hat 210 obdachlose Kinder und Jugendliche "aufgesammelt" und ärztlich untersuchen lassen. 13 Kinder fanden Aufnahme in einem Kinderheim, sieben konnten zu ihren Eltern zurückkehren.

32. Buddhas verschwunden
Aus dem Tugsbayasgalant - Kloster im Arkhangai-Aimak sind 32 Buddhastatuen verschwunden. Die zehn bis 48 cm hohen Kunstwerke sind teilweise vergoldet. Noch fehlt von den Tätern jede Spur.

Gnade für 2290 Häftlinge?
Seit vier Wochen wird ein Gesetzentwurf des Justizministeriums diskutiert, der, sollte er den Großen Staatskhural passieren, 2290 Gefangenen die Entlassung bzw. eine Reduzierung ihrer Strafe bringen könnte.
Von der allgemeinen Amnestie 1991 profitierten 1825 von insgesamt 4936 Häftlingen. 1996 erlangten 200 weibliche Häftlinge unter 18 und über 60 Jahre vorfristig ihre Freiheit wieder und 22 wurden ein Teil der Strafe erlassen.
86 der Amnestierten seit 1991 wurden rückfällig.

Wechsel an der Spitze der Polizei
Der mongolische Justizminister Dash. Ganbold (seit Ende Oktober im Amt) ernannte an Stelle von Oberst D. Moron, den Generalmajor Ch. Amarbold zum Chef der Polizei. Diese Personalie löste heftige Diskussionen in der mongolischen Öffentlichkeit aus. Auf einer Pressekonferenz wies Ganbold darauf hin, bereits sein Vorgänger L. Zog hätte diese Personalentscheidung in Erwägung gezogen.

Das deutsche NOK hilft bei der mongolischen Olympiavorbereitung
Der Erste Sekretär der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in der Mongolei, T. Pilz, übergab Anfang Dezember im Namen des NOK Deutschlands medizinisches Gerät im Wert von 45 000 DM an den Vizepräsidenten des Olympischen Komitees der Mongolei, D. Zagsuren.

Der Dalai-Lama zieht nicht um
Gerüchte, wonach das Oberhaupt der lamaistischen Kirche beabsichtige, seinen Wohn- und Amtssitz nach Neu-Delhi zu verlegen, wurden dementiert.
1959 flüchtete der Dalai-Lama mit 100 000 seiner tibetischen Landsleute von Tibet nach Indien. In Darmasala fanden die Gläubigen ihr neues Zentrum. Darmasala wird auch als "Klein-Lhasa" bezeichnet.

N. Bagabandi trifft Königin Beatrice
Vom 06. - 08.12. besuchte der mongolische Staatspräsident N. Bagabandi die Niederlande.
In den Gesprächen zwischen Vertretern von Regierung und Wirtschaft beider Länder ging es u. a. um gemeinsame veterinärmedizinische Projekte, die Erforschung der Klimaveränderungen und die Müllentsorgung in Ulaanbaatar. 
Am 08. 12. reisten der Präsident und seine Begleitung weiter nach Tschechien.

Die einflussreichsten Mongolen der vergangenen 1000 Jahre
Der Mongol Messenger veröffentlichte die Namen von 25 mongolischen Persönlichkeiten, die die Geschicke des Landes, sei es im Bereich der Politik, der Kunst und Kultur, der Wissenschaft oder des Sports, im vergangenen Jahrtausend maßgeblich bestimmt haben.
An erster Stelle steht Temujin (1162 - 1227), besser bekannt als Chingis Khan, auf Platz zwei findet sich Khubilai Khan (1215 - 1294), ein Enkel Chingis Khans. Revolutionsführer D. Sukhbaatar (1893 - 1923), der 8. Bogd Lama (1869 -1924), der erste und bisher einzige Kosmonaut der Mongolei, J. Gurragchaa (geb. 1947), der erste Präsident der Mongolei, P. Otschirbat (geb. 1942) u. a. ergänzen die Liste.
Die Mongolen feiern den Jahreswechsel wie wir am 31. 12. und dann noch einmal entsprechend der Mondrotation, in der Regel im Februar. Neben dem Gregorianischen Kalender nutzen die Mongolen seit 1027 auch den traditionellen asiatischen Tierkreiskalender. Das zu Ende gehende Jahr war ein Hasenjahr, das kommende wird ein Drachenjahr sein.


   

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Last Update: 01. Januar 2017