Die Deutsche Mongolei Agentur aus Ulaanbaatar präsentiert:

Neues aus der Mongolei
vom 29. Mai - 4. Juni 2000

von Renate Bormann, Berlin/Ulaanbaatar

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Kinder am Sukhbaatar-Platz

Staatliche Ausbildungshilfe erweitert
Der bisher nur den zukünftigen Bachelors gewährte nichtrückzahlbare staatliche Kredit wird ab dem kommenden Studienjahr auch den Diplomanden und Doktoranden gewährt.
Halbwaisen und Studenten aus bedürftigen Familien können pro Studienjahr 150 000 Tugrik (ca. 300 DM) an staatlicher Hilfe in Anspruch nehmen.
Auslandsstudenten, die überdurchschnittliche Leistungen erzielen, können ab dem 2. Studienjahr von der Schulgeldzahlung befreit werden.
Die Frist für die Rückzahlung der gewährten Kredite wird von fünf auf zehn Jahre ausgedehnt.

Hilfe für Zud-Opfer
Das Mongolische Rote Kreuz liefert im Rahmen seines Programms "Zud 2000" Hilfsgüter im Wert von 36,7 Millionen Tugrik in die sechs am stärksten betroffenen Aimaks. Hinzu kommen für 7,6 Millionen Tugrik Transportkosten.
Insgesamt werden von der Hilfe 35 000 Menschen oder 6 300 Familien aus 95 Somon profitieren.
Am 29. Mai wurden 103 Tonnen Mehl, fast 15 Tonnen Reis und 270 Paar Schuhe für 790 Familien in den Zavkhan-Aimak geliefert.

Mongolen unterrichten in NewYork
Anläßlich der Mongolischen Kulturtage hat das Amerikanische Museum für Naturgeschichte in New York mongolische Spezialisten eingeladen, eine Woche lang interessierte Amerikaner über den traditionellen Ringkampf, Bogenschießen, Reiten, mongolische Musikinstrumente und Spiele sowie die Besonderheiten der nomadischen Lebensweise zu unterrichten.

Frank Voßen gewinnt Preis
In einem Wissenswettbewerb zur Kultur und Geschichte der Mongolei, den der Fernsehsender "Risiko" anläßlich des Staatsbesuches von Präsident Bagabandi in Deutschland veranstaltete, ging der Bonner und Mongoleifreund Frank Voßen als Sieger hervor. Er gewann 5000 DM. Herzlichen Glückwunsch!

Rasiermesser für S. Erdene
Im Januar dieses Jahres erhielt der Bürgermeister des Bayangol-Distrikts von Ulaanbaatar, S. Erdene, ein unerwünschtes Geschenk. Der Absender des Rasiermessers wurde am 30. Mai gefaßt: Es handelt sich um einen 46-jährigen Bauingenieur, dem die Vorstandsmitglieder der Mongolischen Demokratischen Partei nicht "anständig genug" scheinen. Die MDP wurde im Januar von Erdene neugegründet, nachdem er aus der Mongolischen Demokratischen Partei ausgetreten war.

Erfolgreiche Wiederansiedlung des Prszewalski-Pferdes im Khustain Nuruu
Am 31. Mai konnten Mitarbeiter des Mongolischen Naturschutzbundes 19 Takhi, auch bekannt unter dem Begriff "Prszewalski-Pferd", am Flughafen Buyan-Ukhaa in Ulaanbaatar abholen. Die ersten 15 Takhi aus Holland kamen im Juni 1992 in die Mongolei. Zur Zeit leben im Naturschutzgebiet Khustai 89 Takhi, von denen 49 hier geboren wurden. Im Jahre 2003 sollen es insgesamt 150 sein.
Ehe die "neuen" Wildpferde im Khustai-Gebirge angesiedelt werden können, müssen sie etwa ein Jahr lang mit einem 30 ha großen "Übungsgelände" vorlieb nehmen.

15 Millionen US-Dollar für Mongolei
Die Asiatische Entwicklungsbank gewährte der Mongolei einen auf 30 Jahre befristeten Kredit in Höhe von 15 Millionen US-Dollar. Das Geld ist direkt dem Staatshaushalt zuzuführen.
Die jährlichen Zinsen belaufen sich auf 0,75 Prozent. Die Rückzahlung beginnt nach acht Jahren.

Der erste Juni ist ein Feiertag
Am 01. Juni, dem Kinder- und Müttertag, lud das Internationale Kinderzentrum "Nairamdal" (Freundschaft) tausend Kinder zu einem großen Fest ein. In 25 Autobussen wurden sie vom Sukhbaatar-Platz an ihren Bestimmungsort gebracht. Sport und Spiel, Vorträge über Natur- und Umweltschutz, Essen und Trinken standen auf dem Programm, das besonders für die eingeladenen Kinder aus armen Familien und die obdachlosen Kinder ein besonderes Erlebnis war.
Einige Lebensmittelbetriebe geben vom 01. - 05. Juni kostenlos Eis an Kinder ab.

4:2 für die Diplomaten
Im Jugendpark von Ulaanbaatar fand am ersten Juni ein denkwürdiges Fußballspiel statt: Mongolische Politiker, an der Spitze der Ministerpräsident R. Amarjargal, vier Parlamentsabgeordnete sowie bekannte und erfolgreiche Unternehmer spielten gegen Diplomaten aus Großbritannien, Russland, China, Deutschland, Japan und UNO-Vertreter.
Als Kapitän der internationalen Mannschaft fungierte der amtierende Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in der Mongolei, Thoralf Pilz, der auch ein Tor schoß. Zunächst gingen allerdings die Mongolen durch ein Tor ihres Ministerpräsidenten in Führung. Die erste Halbzeit endete 1:1. Am Ende stand es 4:2 für die Mannschaft um Kapitän Pilz.

15 Kinder entlassen
Aus der Kinderabteilung des Gefängnisses in Zaisan wurden am 02. Juni 15 Kinder, die das erste Mal straffällig geworden waren, entlassen.

Wahl 2000
Laut einer Prognose der Mongolischen Staatsuniversität vom Mai verteilen sich die Wählerstimmen am 02. Juli wie folgt:

Befragt wurden 1030 Personen aus Ulaanbaatar, Darkhan-Uul, Orkhon, Bulgan, Arkhangai, Khuvsgul und Ostgobi.


   

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Last Update: 01. Januar 2017