Die Deutsche Mongolei Agentur aus Ulaanbaatar präsentiert:

Neues aus der Mongolei
vom 6. - 27. Oktober 2000

von Renate Bormann, Berlin/Ulaanbaatar

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Die erste ganzjährig beheizbare Ausbildungswerkstatt in Ulaanbaatar eingeweiht
Am 27. Oktober 2000 wurde in der mongolischen Hauptstadt das Zentrum für die Aus- und Weiterbildung von Heizungsinstallateuren und Servicetechnikern seiner Bestimmung übergeben.
Es ist das erste ppp (public private partnership) - Projekt in der Mongolei und beruht auf einer Vereinbarung zwischen der Stahlbau Vietzke GmbH aus Stechau (Brandenburg) und der GTZ (Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit) in Eschborn.
In Anwesenheit des Botschafters der Bundesrepublik Deutschland in der Mongolei, Klaus Schröder, sowie zahlreicher Vertreter aus Politik und Wirtschaft der Mongolei wies Erwin Vietzke, Geschäftsführer der Stahlbau Vietzke GmbH und Gesellschafter des Deutsch -Mongolischen Gemeinschaftsunternehmens ViBo, darauf hin, dass nun die Weiterbildung mongolischer Fachkräfte in der Mongolei nach europäischem technischen Standard möglich sei. Ziel des Projekts sei es, in den nächsten zwei Jahren über 100 mongolische Facharbeiter auf dem Gebiet der Heizungs-, Sanitär- und Isoliertechnik weiterzubilden.
Die Ausbildungshalle wurde in einer Rekordzeit von drei Wochen errichtet

Zentrum für Biographische Studien eröffnet
In der ersten Oktoberwoche nahm in Ulaanbaatar das "Zentrum für Biographische Studien" seine Arbeit auf. Forschungsgegenstand der neuen Einrichtung sind neben Biographien hervorragender mongolischer Persönlichkeiten auch die Lebensbeschreibungen von Ausländern, die für die Geschichte der Mongolei eine bedeutsame Rolle gespielt haben.

Mercedes eröffnet Servicezentrum
Ebenfalls Anfang Oktober eröffnete Daimler-Chrysler in der mongolischen Hauptstadt eine Dienstleistungszentrale. Star Melchers Co. managt das Zentrum und arbeitet eng mit der Mongolischen Technischen Universität zusammen.
An der Eröffnungsveranstaltung am 05. Oktober nahm auch Staatspräsident N. Bagabandi teil.

Mongolische Behinderte fordern mehr Rechte
Die "Mongolische Nationale Föderation der Behinderten" fordert von der Regierung mehr Unterstützung für Menschen mit geistigen und körperlichen Behinderungen.
Nach inoffiziellen angaben leben in der Mongolei 100 000 Behinderte, von denen sich 79 700 im arbeitsfähigen Alter befinden. Gegenwärtig verfügen lediglich 5 800 von ihnen über einen Arbeitsplatz.
Der Behindertenverband kündigte ein Zweimonatsprogramm an, um mehr Verständnis für die Probleme der Behinderten zu wecken, ihre Betreuung zu verbessern sowie ihre Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten zu erweitern.

Palastruine im Huvsgul-Aimak entdeckt
Der Archäologe D. Navaan und seine Mitarbeiter haben in der Nähe der Hauptstadt des Huvsgul-Aimaks, Mörön, die 750 Jahre alten Überreste eines Palastes des Großkhans Möngke (1208-1259) und Enkels von Chingis Khagan entdeckt.
Bereits 1955 war in der Nähe des heutigen Fundortes ein Denkmal des Möngke Khagans gefunden worden.

Weitere Zusammenarbeit vereinbart
Die sechs Parteien, die sich in Vorbereitung der Kommunalwahlen in der "Union der Demokratischen Kräfte" zusammengeschlossen haben, wollen ihre Zusammenarbeit auch nach den verlorenen Wahlen fortsetzen und vertiefen. Das gab der Vorsitzende der Mongolischen Nationaldemokratischen Partei (MNDP), R. Amarjargal vor Pressevertretern in der mongolischen Hauptstadt bekannt.
Es sei geplant, am 06. Dezember einen Vereinigungsparteitag abzuhalten. Eine Arbeitsgruppe bereite die programmatischen Dokumente vor.

MRVP gegen Pressefreiheit?
Die mongolische Regierung hat die Zeitungen "Chono" (Wolf), "Duliant Hereg" (außergewöhnliche Verbrechen) und "Jigshuurt Hereg" (abscheuliche Verbrechen) verboten.
Als Gründe für das Erscheinungsverbot werden die ausschließliche Darstellung von Sex und Verbrechen angeführt.
Andere Zeitungen und Zeitschriften stehen weiter unter Beobachtung. Weitere Verbote werden erwartet.

Zwei Lamas als Diebe entlarvt
Je ein Lama der Klöster Gandan und Dambadarjaa sind verhaftet worden. Ihnen wird vorgeworfen, ein Gemälde, den Damdin Burkhan darstellend, sowie Teppiche und Skulpturen gestohlen zu haben.

Mongolischer Olympiaringer gedopt
Oyunbileg Purevbaatar, der im Ringen bis 58 Kilogramm in Sydney den fünften Platz erkämpfte, ist des Dopings mit Diuretic Furosemide überführt worden.
In der Zwischenzeit entschuldigte er sich beim mongolischen Volk und räumte ein, ohne Wissen der mongolischen Olympiafunktionäre Mittel gegen Verletzungen im Vorfeld der Spiele eingenommen zu haben.

Japanische Hilfe erbeten
Die japanische Regierung wird den Mongolen helfen, einem ähnlichen Katastrophenwinter wie 1999/2000 vorzubeugen. Dafür werden zehn Millionen US-Dollar bereitgestellt, wie der japanische Botschafter in der Mongolei bekannt gab.


   

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Last Update: 01. Januar 2017