MONGOLISCHE BOTSCHAFT IN DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Gotlandstraße 12, 10439 Berlin, den 22.01.2001
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Pressemitteilung

WIEDER EIN KATASTROPHENWINTER IN DER MONGOLEI

In den letzten zwei Jahren erlebt unser Land ungewöhnlich harte und schwere Winter. Dies hängt anscheinend mit dem globalen Klimawechsel zusammen: ungewöhnliche Hitze und Dürre in Sommern und nie dagewesene Kälte (bspw. -48 Grad C in der Hauptstadt Ulaanbaatar) und Ergiebigkeit an Schnee in Wintern. In solchen Wintern tritt die sog. „Zud“-Katastrophe in Erscheinung, die insbesondere die Bevölkerung auf dem Lande (mehr als die Hälfte der mongolischen Bevölkerung sind viehzüchtende Nomaden) hart trifft. Die „Zud“ gefährdet und vernichtet ihre einzige Existenzgrundlage, das Vieh von Nomaden. Die mongolische Weide-Viehwirtschaft ist sehr abhängig von der Natur, wobei die beiden in der Regel bisher gut harmonierten: saftige natürliche Weiden in Sommern und schneearme lange Winter. Aber in den letzten zwei Jahren ist diese Harmonie wegen des eingetretenen Klimawechsels weitgehend zerstört. Die wegen der Dürren geschwächten Tiere überstehen nicht die harten und schneereichen Winter, da die dicke Schneedecke den Tieren den Zugang zum Gras verwehrt. Dieser Winter hat bereits das massenhafte Viehsterben in Gang gesetzt: 0,5 Mio. Stück Vieh sind der Zud zum Opfer gefallen. Auch Menschen sind gestorben: 8 Menschen erfroren und 9 Tote (21 zum Teil Schwerverletzte) bei Absturz eines UN-Hubschraubers, dessen Insassen sich einen Überblick über die Katastrophensituation verschaffen wollten. Die Zeichen stehen dafür, dass dieser Winter die Mongolei noch härter treffen wird als der Winter vom letzten Jahr. Im vorigen Jahr waren ca. 3 Mio. Tiere tot, so dass zehntausende Nomaden-Haushalte ohne ihre Existenz blieben. Die dicke Schneedecke gibt es in diesem Winter landesweit, wenn im letzten Jahr nur einige Regionen von der Zud betroffen waren. Bis zum Eintritt des Frühlings Ende April wird die Zud noch mehr Opfer verlangen. Die Mongolei und die mongolischen Viehzüchter brauchen in dieser schwierigen Notsituation Hilfe jeglicher Art (finanzielle und technische). Die mongolische Regierung appelliert an die internationale Gemeinschaft, an alle hilfsbereiten Menschen in der Welt und bittet um Hilfeleistungen.

Der Ansprechpartner für die konkreten Fragen ist die

Staatliche Kommission für Katastrophenschutz
(State Permanent Emergency Commision)
Ulaanbaatar 210644
Post Office 44
Mongolia
Telephon 00976-11-327373, - 321860, 00976-99112473
Telefax 00976-11-327373, - 326017

Bankverbindung für Geld-Spenden
Trade Development Bank of Mongolia in Ulaanbaatar
Konto-Nr. 21350135

oder:

Konto der Mongolischen Botschaft in Deutschland
Stichwort: "Spenden für die Mongolei"
Konto 4051684302
bei der Dresdner Bank
BLZ 120 800 00


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Last Update: 04. Januar 2015