Notsituation in der Mongolei / Hilferuf

 

Wie schon im vergangenen Winter werden weite Teile der Mongolei, insbesondere im Norden, von einem schlimmen Naturereignis (Zud) heimgesucht.
Beim Zud handelt es sich um keine plötzliche und spektakuläre Katastrophe, wie z. B. einem Erdbeben oder einer Überschwemmung. Daher findet sie in der Regel wenig Beachtung in der internationalen Öffentlichkeit. Für die Betroffenen ist der Zud aber nicht weniger existenzbedrohend. Konkret handelt es sich um eine extreme Form des Winters, der sehr zeitig einsetzt und die mongolische Steppe und deren Bewohner mit sehr viel Schnee und klirrender Kälte bis –40 °C geißelt.
Schnee und Kälte entziehen den in den betroffenen Gebieten lebenden Nomaden die Existenzgrundlagen. Weil die Tiere der Nomaden unter den extremen Bedingungen kein Futter mehr finden, sind Millionen Tiere vom Hungertod bedroht, mit unübersehbaren Folgen für die Viehzüchter. Wegen des Schnees sind die Nomaden zudem oft völlig von der Außenwelt abgeschnitten.
Im letzten Winter sind auf diese Weise bereits 2,6 Millionen Tiere verendet.

Helfen Sie mit, eine vielleicht noch schlimmere Katastrophe in diesem Winter zu verhindern.

Mit der von mir gegründeten Stiftung "Mongolian Human Development Foundation" versuche ich, in Not geratene Menschen und Tiere zu retten. In der letzten Woche hat die Stiftung 30 t Lebensmittel und Tierfutter in die betroffenen Gebiete gesandt.

Die Stiftung bittet um Spenden, mit denen dringend benötigte Nahrungsmittel, Medikamente u.a. finanziert werden können.

Spendenkonto: Mongolian Human Development Foundation
Trade and Development Bank of Mongolia
Settlement Centre No. 3
Konto 21350050
oder
Treuhandkonto in Deutschland
Steffen Melzer
Konto 388308135
Stadt- und Saalkreissparkasse Halle
Bankleitzahl 800 537 62
Telefon
Telefon/Fax
Fax
00976-99114140
00976-11-322727
00976-11-317982
e-mail gundalai@mail.parl.gov.mn

Gundalai Lamschaw, Mitglied des Mongolischen Parlamentes

Ulaanbaatar, 03.12.2000

Ergänzung vom 20.12.2000

Die Situation in den Zud betroffenen Gebieten wird von Tag zu Tag schlechter Bis jetzt sind ca. 20000. Tiere wegen Zud verstorben Viehzüchter fangen ihre Tiere zu schlachten, bevor sie sterben.

Hochachtungsvoll
Gundalai Lamschav

Ergänzung vom 27.01.2001
Die Situation in den Zud betroffenen Gebieten wird von Tag zu Tag schlechter. Bis jetzt sind ca. 600.000 Tiere wegen Zud verstorben. Allein in Region Hubsugul ist die Zahl der erfrorenen Tieren über 100.000 geworden.

Hochachtungsvoll
Gundalai Lamschav 


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Last Update: 26. Januar 2014