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Aufruf zum:

Festival der Nomaden -
Mobiles Leben und Wohnen in Zeiten der Globalisierung.
Bildung einer Forschungsgruppe: Nomadentum und Zivilisation

Mobile Wohn- und Lebensformen westlicher Herkunft sollen mit nomadischen Jurten und anderen Zelten zusammentreffen. Als Ergebnis oder parallel dazu soll eine Forschungruppe "Nomadentum und Zivilisation" entstehen. Die Idee dahinter ist: Es gibt eine neue Begegnung von Nomadentum und Zivilisation in Zeiten der Globalisierung, eine neue Mobilität als andere Form der Modernisierung.

Das Bild dafür ist die Jurte mit Sonnenkollektor dort und das mobile Haus, die mobile Lebensweise hier.

Kontakt: Kai Ehlers www.kai-ehlers.de Email: KaiEhlers@compuserve.com

http://www.kai-ehlers.de/aktuell/projekt.htm

 

Aufruf zum

Festival der Nomaden -
Mobiles Leben und Wohnen in Zeiten der Globalisierung.
Bildung einer Forschungsgruppe: Nomadentum und Zivilisation.

Das Wachstum der Industriekultur führt heute zu einer neuen Begegnung von Nomadentum und Zivilisation. Die seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion beschleunigt um sich greifende Globalisierung und industrielle Modernisierung droht die letzten nomadischen Ökotope auf unserem Planeten zu vernichten. Andererseits bringt die Industriekultur selbst neue Formen des mobilen Wohnens und Lebens hervor, welche die nomadische Natur des Menschen in neuer Form zum Leben erwecken. Diese Formen reichen von der Flexibilisierung der Arbeit, über mobile Formen des Bauens und Wohnens bis zur Kommunikation über das Internet und den Adventure-Reisen des modernen Tourismus. So entsteht auch die Chance, daß sich traditionelle nomadische Lebensweise und Industriekultur miteinander zu einem neuen Impuls verbinden, der über die gegenwärtigen erkennbaren Grenzen des industriellen Wachstums hinausweist.

An der Grenze zur Jahrtausendwende kommt dieser Begegnung eine zukunftsweisende Bedeutung zu. Es begegnen sich nicht nur Kulturen, sondern auch Zeiten und Kontinente. Das Festival der Nomaden soll diese spontan bereits stattfindene Entwicklung aufgreifen und den Austausch in einem großen Palaver organisieren, das sich auch in einem handfesten Basar konkretisiert. Die vielfältigen Initiatoren, Planer, Vertreter mobiler Wohn- und Lebenskultur, die in den Industriestaaten ensteht, sollen sich mit Nomaden verschiedener Kontinente treffen, technische und kulturelle Erfahrungen austauschen und sich bei der Entwicklung mobiler Lebensformen gegenseitig anregen können. Die Jurte mit Sonnenkollektor, aber auch das industrielle Wohnmobil, das an die mobilen Traditonen nomadischen Lebens anknüpft, sind dafür Symbole. Ein solches Wohnmobil westlichen industriellen Typs ist die von dem Deutsch-Schweizer und Künstler-Architekten Tian Harlan entworfene "Arche".

Grundidee, um die herum das Festival der Nomaden organisiert werden kann, ist die des mobilen Lebens und Wohnens in Zeiten der Globalisierung, das heißt, der Suche nach einem Ausweg aus der kulturellen Stagnation, in die uns ein ungebremstes Wachstum der weltweiten Industriegesellschaft heute zu bringen droht. Das Festival soll von keiner Form dominiert werden. Es soll dem gleichberechtigten Austausch der unterschiedlichen Formen mobiler Wohn- und Lebensweisen - Arche, Jurte, Iglus, Zelte, Wohnmobile zu Wasser und zu Lande etc. - und der dahinter stehenden unterschiedlichen Kulturen ermöglichen.

Das Treffen soll Nomaden und Halbnomaden mit ihren Jurten, Iglus oder sonstigen Wohnformen und Vertreter industrieller mobiler Wohn- und Lebensformen zunächst für eine Woche oder zwei, vielleicht auch länger in einem Camp zusammenführen. Zelte und Mobile sollen an beiden Ufern eines Flusses aufgeschlagen werden, um auch Wohnboote (einschließlich der Arche als Boot) einbeziehen zu können. Während des Camps sollen sie die Verbindung zwischen beiden Ufern herstellen. Diverse Events hüben und drüben wie auch auf dem Fluß selber werden dazu dienen, den sachlichen und kulturellen Austausch sowie den Basar zwischen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, aber auch darüberhinaus mit Interessierten zu organisieren, die sich etwa eine Jurte, eine Arche oder sonstiges zum eigenen Gebrauch oder zur Weiterentwicklung erwerben wollen. Auch die Tourismus und Computerbranche, ebenso Produzenten nachhaltiger Technik sollen einbezogen werden. Am Ende soll die Gründung eines Instituts für mobiles Wohnen und Nomadentum, Nomadentum und Zivilisation stehen. Von ihm sollen auch weitere Aktivitäten ausgehen, etwa ein Folgetreffen zum 8. Kongreß der Mongolisten in Ulaanbaator/Mongolei im Sommer 2002 oder andere.

Der Zeitrahmen:

Vorbereitungen ab sofort; Camp im Frühjahr/Sommer 2002

 

Medien:

Das ganze Festival kann und soll - angefangen bei den ersten Vorbereitungen, Einladungen usw. bis hin zur Gründung des Instituts - als Medienereignis gestaltet und dokumentiert werden, aber als konkretes, nicht als virtuelles. Kern ist die direkte Begegnung von Menschen, der reale Austausch von Kultur und Kenntnissen, die effektive Schaffung eines handfesten Marktes, die Gründung eines tatsächlichen Instituts, das die im Camp aufgeworfenen Fragen vertieft und den Austausch weiter organisiert. Einzelheiten dazu sind als Drehbuch zu entwickeln.

Kai Ehlers

Informationen zu meiner Person unter: www.Kai-ehlers.de


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Last Update: 26. Januar 2014