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Pferde auf der Winterweide
Existenzminimum 2026
Nach Angaben des Nationalen Amtes
für Statistik beträgt das Existenzminimum in Ulaanbaatar 543.700 Tugrug.
In der Westregion (Bayan-Ulgii, Gobi-Altai, Zavkhan, Uvs, Khovd) liegt es bei
538.700 Tugrug, in der Khangai-Region (Arkhangai, Bayankhongor, Bulgan,
Uvurkhangai, Khuvsgul, Orkhon) bei 526.200 Tugrug, in der Zentralregion (Gobisumber,
Ostgobi, Mittelgobi, Südgobi, Selenge, Tuv, Darkhan-Uul) bei 522.300 Tugrug und
in der Ostregion (Dornod, Sukhbaatar, Khentii) bei 519.200 Tugrug.
Das Existenzminimum wird jährlich neu festgelegt; davon hängen unter anderem
Kindergeld und Sozialleistungen ab.
Zu den Kriterien zählen Preisentwicklung, Inflation und die allgemeine
wirtschaftliche Lage.
Vorsitzender der Staatsversammlung in
Russland
Auf Einladung des Vorsitzenden der
Staatsduma, Wjatscheslaw W. Wolodin, absolvierte der Vorsitzende der
Großen Staatsversammlung, Nyam-Osoryn Uchral, vom 09. bis zum 12. Februar einen
offiziellen Besuch in der Russischen Föderation.
Es war die erste Auslandsreise Uchrals seit seinem Amtsantritt 2025.
Im Rahmen des Besuchs nahm der mongolische Gast am Mongolisch-Russischen
Wirtschaftsforum in Moskau teil.
Uchral wurde von 70 Vertreterinnen und Vertretern aus 50 Unternehmen begleitet.
Die russische Seite war mit rund 100 Firmenchefs vertreten.
In seiner Rede betonte Uchral, dass nicht nur über Möglichkeiten der
Zusammenarbeit gesprochen werden solle, sondern auch über bestehende Hindernisse
und praktische Lösungen.
Beide Seiten äußerten den Wunsch, die umfassende strategischen Partnerschaft
weiter zu vertiefen, insbesondere in den Bereichen Wirtschaft und Handel.
Hochrangige gegenseitige Besuche sollen fortgesetzt und der politische Dialog
gefördert werden.
Im Gespräch mit der Vorsitzenden des Föderationsrates der Russischen Föderation,
Valentina I. Matvienko, hob diese die Bedeutung der Mongolei als Partnerin in
der Asien-Pazific-Region hervor und erinnerte an den 81. Jahrestag der Konferenz
von Jalta, die die internationale Anerkennung der mongolischen Unabhängigkeit
sicherte.
Auf Grundlage eines Dekrets von Präsident U. Khurelsukh wurde Matvienko mit dem
Polarstern-Orden ausgezeichnet.
Außerdem traf sich Uchral mit dem Präsidenten der Russischen Akademie der
Wissenschaften, Gennadi Ya. Krasnikov.

Alles Gute im Jahr des Roten Pferdes
Tsagaan Sar 2026
Am 18. Februar begann in der Mongolei das Jahr des Roten Feuerpferdes „Sureer
Daragch" (etwa „prachtvoll").
Traditionsgemäß zeichnet der Präsident aus diesem Anlass verdiente Bürger und
Bürgerinnen mit Titeln, Orden und Ehrenurkunden aus.
So wurde der „Lehrer des Volkes" und „Verdiente Sportler" D. Sereeter mit dem
Titel „Held der Arbeit" ausgezeichnet.
Sereeter hatte bei den Olympischen Spielen 1968 in Mexiko die erste Medaille für
die Mongolei gewonnen – eine bronzene.
Am Morgen wurde unter den Klängen der Nationalhymne die Nationalflagge auf dem
Sukhbaatarplatz gehisst.
Vor der überlebensgroßen Statue des Bogd Chinggis Khaan im
Chinggis-Khaan-Nationalmuseum verneigten sich Präsident U. Khurelsukh, der
Vorsitzende der Großen Staatsversammlung N. Uchral sowie Ministerpräsident G.
Zandanshatar, um dem Staatsgründer die ihm zustehende Ehre zu erweisen.
Später versammelten sich Präsident, Vorsitzender der Staatsversammlung und
Regierungschef im Ehren-Ger (Jurte) des Regierungspalastes, um Begrüßungsworte
und Segenswünsche auszutauschen.
Dazu eingeladen waren die Ältesten aus verschiedenen Aimags.
Das Tsagaan-Sar-Ringerturnier gewann Landeselefant M. Lkhagvagerel vor dem
Landesmeister S. Khangai.

In der Großen Versammlungshalle am Gandan Kloster
Erste Predigt des 10. Javsandamba Khutagt
Am 2. Tag des Feuer-Pferde-Jahres
hielt das Oberhaupt der lamaistischen Kirche in der Mongolei, der X. Javsandamba
Khutagt (geb. 2015 in den USA in einer wohlhabenden mongolischen
Unternehmerfamilie), seine erste Predigt im Großen Hauptversammlungssaal (Tsogchen
Dugang) beim Gandan Kloster.
Die Lamas des Gandanklosters entboten dem Javsandamba die vorgeschriebenen
Ehrerweisungen.
„Mögen Deine bedeutungsvollen Taten ewig erfolgreich sein!"
Korruptionswahrnehmungsindex 2025
Transparency International hat am 10. Februar den
Korruptionswahrnehmungsindex für 2025 veröffentlicht.
Die Mongolei verliert zehn Plätze und liegt mit 33 von 100 Punkten nur noch auf
Platz 124 von 182 Ländern.
Das beste Ergebnis erreichte die Mongolei 2020 mit 35 Punkten und Rang 111.
Dänemark, Finnland, Singapur, Neuseeland, Norwegen, Schweden, die Schweiz,
Luxemburg und die Niederlande liegen an der Spitze des Rankings.
Deutschland verbessert sich um fünf Plätze und nimmt mit 77 Punkten den 10.
Platz ein.

Am Khuvsgul See
Khuvsgul-See zum Staatsdenkmal ernannt
Der Khuvsgul-See im gleichnamigen
Aimag ist mit einer Tiefe von 262 m Tiefe und 2 760 km² Fläche der
größte Süßwassersee der Mongolei.
Vor 2 Millionen Jahren entstanden, liegt er im Khuvsgul-Nuur-Nationalpark, gilt
als einzigartiges Naturerbe und genießt als „Dalai Eej" (Mutter-Ozean) fast
göttliche Verehrung.
Im und am Khuvsgul-See wurden 12 Fischarten, 244 Vogelarten und etwa 750
Pflanzenarten nachgewiesen.
2022 wurde der See im Rahmen des UNESCO-Programms „Der Mensch und sein Biom"
offiziell als Biosphärenrerservat anerkannt.
Jährlich besuchen 100.000 Touristen das Gebiet um den See, die „Blaue Perle".
Jetzt folgte Präsident U. Khurelsukh den Bitten und Eingaben lokaler Behörden
und Bürgerinitiativen, den See zum „staatlichen heiligen See", zum staatlichen
Naturdenkmal zu erklären.
2 ,6
Milliarden USD Außenhandelsumsatz
Nach Angaben aus der
Generalzolldirektion belief sich der Außenhandelsumsatz im Januar dieses Jahres
auf 2,6 Milliarden USD, davon entfielen auf den Export 1,7 Milliarden, 71,6
Prozent mehr als im Vormonat.
Zurückzuführen sei dieser Anstieg auf den Rekordpreis für Gold.
Die Mongolei exportierte 1,06 Tonnen Gold im Wert von 166,5 Millionen USD.
Auch der Export von Kupferkonzentrat nahm zu. 221.700 Tonnen im Wert von 725,9
Millionen USD wurden ausgeführt.
Die Preise für Konsumgüter und Dienstleistungen stiegen im Vergleich zum Januar
2024 um 7,5 Prozent, im Vergleich zum Dezember 2025 um 1,1 Prozent.
Am höchsten stiegen die Preise für Fleisch und Fleischprodukte (18,5 Prozent),
der für Rindfleisch sogar um 25,8 Prozent.
Bis zum 31.12. 2026 wurde ein Wirtschaftswachstum von 6,8 Prozent registriert.
Die Arbeitslosenquote lag bei 5,6 Prozent.
Betriebsgenehmigungen für sechs
ausländische Organisationen widerrufen
Aktuell sind 70 Repräsentanzen und
Zweigstellen internationaler und ausländischer Nichtregierungsorganisationen
(NGO) in der Mongolei tätig.
Nach Informationen des Ausländeramtes vom 24. Februar wurden die
Betriebsgenehmigungen für sechs Organisationen widerrufen.
Grundlage ist das „Verfahren zur Erteilung, Verlängerung,zum Widerruf und zur
Überwachung der Tätigkeit von Repräsentanzen internationaler und ausländischer
NGOs in der Mongolei".
Die Entscheidung betrifft folgende Organisationen:
„Rafael International" mit Hauptsitz in
Südkorea
„Caritas Tschechische Republik" mit Sitz in der Tschechischen Republik
„Blessing Planet" mit Sitz in Südkorea
„La Mission de Jua" mit Sitz in den USA
„Silkway Rally" mit Sitz in der Russischen Föderation
„Nationales Umweltüberwachungszentrum" mit Sitz in Südkorea.
120 Jahre Natsagdorj (1906-1937)
Der Mitbegründer der modernen mongolischen Literatur Dashdorjiin
Natsagdorj wurde am 17. November 1906 im Darkhan Chin Vangiin Khoshuu im Tusheet
Khan Aimag (heute Bayandelger Sum im Zentralaimag) geboren.
Anlässlich seines 120. Geburtstages plant die Regierung zahlreiche
Veranstaltungen, um den Schöpfer von „Meine Heimat" zu ehren.
Eine eigens dafür gegründete Arbeitsgruppe wurde mit den Vorbereitungen
beauftragt.
Natsagdorj arbeitete ab 1921 im Kriegsministerium als Schreiber, als Assistent
von D. Sukhbaatar, im Sekretariat des Militärrates und in verschiedenen, im
Aufbau befindlichen kulturellen und wissenschaftlichen Einrichtungen.
1926 gehörte er zu den jungen Mongolen und Mongolinnen, die vom Ministerium für
Volksaufklärung (heute Bildungsministerium) zu Schul- und
Berufsausbildungszwecken nach Deutschland und Frankreich geschickt wurden.
Zu den 40 auserwählten zählten der 13jährige L. Namkhaitseren und der 20jährige
D. Natsagdorj.
Aufgrund der veränderten politischen Situation in der Mongolei wurden sie alle
bis 1930 in die Mongolei zurückbeordert
1931 arbeitete Natsagdorj als wissenschaftlicher Mitarbeiter am
Wissenschaftsinstitut, 1934 wurde er zum Leiter der Abteilung für Geschichte und
Musikwissenschaften ernannt, 1937 war er am Zentraltheater als Autor tätig.
Er übersetzte Werke der klassischen Literatur aus dem Russischen und Deutschen
ins Mongolische.
Die Bildungsbehörden der Mongolei und der BR Deutschland planen außerdem
gemeinsame Veranstaltungen zur Würdigung des 100. Jahrestages der
Zusammenarbeit.

Sukhbaatar-Denkmal im neuen MVP-Parteigebäude
133. Geburtstag D. Sukhbaatars
Damdiny Sukhbaatar, der Mitbegründer der MVP wurde am 02. Februar 1893 in
Amgalanbaatar, einem Siedlungs- und Klostergebiet im Osten von Urguu (heute
Amgalan in Ulaanbaatar) in der Familie des Araten Damdin geboren.
Schon als Jugendlicher lernte er lesen und schreiben und durch die Nähe zum
russischen Konsulat auch etwas russisch.
1911 trat er in die Armee ein und wurde 1912 einer der ersten Rekruten der neuen
Armee unter der Bogd-Khaan-Regierung, eignete sich hervorragende militärische
Kenntnisse an.
Für Tapferkeit in den Kämpfen gegen die mandschurisch-chinesischen Truppen wurde
er von der Feudalregierung mit dem Titel „Baatar" geehrt.
Sukhbaatar war Mitglied des „Unterhauses" des mongolischen Parlaments.
1918 gründete er einen geheimen revolutionären Zirkel in Niislel Khuree (heute
Ulaanbaatar), dem hauptsächlich Vertreter der Militärbürokratie, des niederen
Adels und der niederen Geistlichkeit angehörten.
Der Zusammenschluss mit dem Zirkel Kh. Choibalsans führte schließlich zur
Gründung der MVP am 01. März 1921.
Sukhbaatar war der militärische Führer der Partisanenarmee, die mit Hilfe der
Roten Armee im Juli 1921 Niislel Khuree von den chinesischen Besatzungstruppen
befreite.
Er wurde zum Oberkommandierenden der Revolutionären Streitkräfte ernannt.
Sukhbaatar starb am 20. Februar 1923 in Niislel Khuree.
Er gilt immer noch als Nationalheld und ist durch Denkmäler, auf Orden,
Briefmarken und Geldscheinen präsent.
Schulen im ganzen Land tragen seinen Namen sowie ein Aimag (Provinz) und mehrere
Sums (Kreise).

Sukhbaatardenkmal im alten MVP-Gebäude. 2008 zerstört
Enkhbatyn Amartuvshin mit Preis des Ministerpräsidenten geehrt
Nach einem Beschluss der Regierung aus dem Jahr 2022 werden im Namen
des Ministerpräsidenten Bürger1, Mannschaften und Gruppen, die sich
besondere Verdienste um eine positive Werbung für die Mongolei im Ausland
erworben haben, mit Geldpreisen ausgezeichnet.
Am 04. Februar 2026 konnte sich der Opernsänger E. Amartuvshin über die Ehrung
freuen.
Der Preis ist mit 200 Millionen Tugrug dotiert.
Von 2009 bis 2016 war Enkhtuvshin am Akademietheater für Oper und Ballett in
Ulaanbaatar engagiert.
Aktuell tritt er in Italien auf.
Der Bariton begeisterte mit der Interpretation von Haupt- und Nebenrollen in den
Opern „Carmen", „La Traviata", „Rigoletto", „Evgenij Onegin", „Tosca", „Aida",
„Der Troubador" die Opernfreunde in aller Welt, u. a. in Italien, Frankreich,
Deutschland, Österreich, Spanien, Russland, Japan, Singapur, England, in den
USA, Belgien, Ungarn, Bulgarien und China.
Der größte Deel der Welt im
Chinggis-Khaan-Museum
Im Nationalen
Chinggis-Khaan-Museum in Ulaanbaatar können die Besucher vom 18. Februar (erster
Tag des Pferdejahres) bis zum 01. März den größten Deel der Welt bestaunen.
Die Vorlage lieferte ein im Delgerkhan Sum im Khentii Aimag gefundener
Seidendeel eines Aristokraten.
50 Künstler der Firma „Batzuu" haben 2021 im Laufe von drei Monaten den Deel
(mantelartiges traditionelles Kleidungsstück der mongolischen Frauen, Männer und
Kinder) hergestellt.
Die Länge beträgt 14 m, die Breite 18 m, 500 m Stoff wurden verarbeitet.
Der Deel ist reich geschmückt mit aufwändigen traditionellen Ornamenten und
Borten und zeugt von der hohen Meisterschaft mongolischer Kunsthandwerkerin
Vergangenheit und Gegenwart.
https://chinggismuseum.com/en
Zweiter Platz für mongolische Eisschnitzer
Das mongolische Team hat beim
Eisskulpturenwettbewerb „Ice Alaska – World Ice Art Championship" in Fairbanks
am 16. Februar einen zweiten Platz belegt.
Kh. Altankhuu, D. Enkhbat und D. Munkhtuul mit ihrem Betreuer Ts. Batmunkh gaben
ihrem Werk den Titel „Alles erwacht", das das Erwachen der Natur und der Welt
symbolisieren soll. 100 Eisschnitzer aus 30 Länder nahmen am Wettbewerb teil,
die Mongolei schickt seit 20 Jahren ihre besten Eisbildhauer nach Alaska.
Olympia 2026
Die Mongolei war bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina
d’Ampezzo mit zwei Sportlern und einer Sportlerin vertreten.
Als Fahnenträger wurden die Skilangläuferin Enkhbayaryn Ariuntungalag und der
Abfahrtsläufer Altanzulyn Ariunbat ausgewählt.
Bereits im Vorfeld hatten die Mongolen viel Lob für ihre an die mongolische
Nationaltracht erinnernde, elegante Festkleidung geerntet.
Ariunbat war der erste Mongolen, der sich für die Ski Alpin-Wettkämpfe bei
Olympia qualifizieren konnte.
Er wurde 37. von 96 Startern, ein großer Erfolg. Dafür wurde er zu Hause
gefeiert wie ein Sieger. Gold gewann G. L. Meillard aus der Schweiz.
Ariuntungalag wurde in ihrem Wettkampf 83. von 111 Starterinnen. Die
Goldmedaille ging an Frida Karlsson aus Schweden.
Batmunkhiin Achbadrakh belegte im Skisprint den 81. Platz. Der Sieger hieß
Johannes H. Klæbo.

Maral auf der Suche nach Futter am Stadtrand von Ulaanbaatar. Foto Michael
Walther
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