Die Deutsche Mongolei Agentur aus Ulaanbaatar präsentiert:

Neues aus der Mongolei
4. bis 17. April 2011

von Dr. Renate Bormann, Berlin, Ulaanbaatar
(© Text & Fotos)


AM Zandanshatar in Abu Dhabi

Erste Vollversammlung der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien
Außenminister G. Zandanshatar leitete die mongolische Delegation, die an der ersten Vollversammlung der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA) vom 03. bis zum 05. April in Abu Dhabi (VAE) teilnahm.
Die Teilnehmer beschlossen das Arbeitsprogramm und das Budget für 2011 mit einem Gesamtvolumen von 25 Millionen USD. Abu Dhabi wurde als Sitz des Sekretariats bestätigt, Bonn wird künftig das IRENA-Innovations- und Technologiezentrum beherbergen.
Bisher haben 148 Staaten das Abkommen unterzeichnet, 69 es bereits ratifiziert.
Am Rande der Versammlung führte Zandanshatar Gespräche mit seinen Amtskollegen aus Kamerun, Eritrea, Uganda, Gambia Tuvalu, Burundi, den Solomen- und den Marschall-Inseln über u. a. die Herstellung diplomatischer Beziehungen.


Dichter Verkehr in Ulaanbaatar Downtown

67 Milliarden für den Straßenbau
Für den Bau und die Reparatur von 60 km des Straßennetzes in Ulaanbaatar sind in diesem Jahr 67 Milliarden Tugrug vorgesehen.
Ein Plan sieht vor, die Straßen rund um den Sukhbaatarplatz zukünftig nicht mehr als Einbahnstraßen zu führen.
Die Ausbesserungsarbeiten haben begonnen und sollen noch vor dem Nationalfeiertag am 11. Juli abgeschlossen werden.
Die Straßen um den Sukhbaatarplatz werden nicht erweitert, aber man hofft durch die Zweibahnenführung auf Entlastung um 20 Prozent.
Das Straßennetz in Ulaanbaatar umfasst 430 km, außerdem gibt es 51 kleine und größere Brücken.
Insgesamt sollen in der Hauptstadt 200 km Straße gebaut bzw. rekonstruiert werden.


Ulaanbaatar 2010

„Echo – 2020"
Mit der Ehrung der Siegermannschaften ging am 15. April das Fußballhallenturnier „Echo – 2020" zu Ende. Ermittelt wurden die Gewinner in den Altersklassen 11, 13, 15 und 17, jeweils getrennt in Jungen- und Mädchenmannschaften.
Zum fünften Mal wurde das Turnier unter Schirmherrschaft des mongolischen Präsidenten ausgetragen.
Beteiligten sich vor fünf Jahren noch sehr wenige Mannschaften am Wettbewerb, waren es in diesem Jahr 3 000 Sportlerinnen und Sportler in 240 Mannschaften aus 86 Sekundar- und Hochschulen. 1 000 Zuschauer sahen die Endspiele im neuen Sportkomplex in der Nähe des Flughafens Buyant Ukhaa „Chinggis-Khaan".
Torschützenkönig wurde mit 65 Toren der 17-jährige
Kh. Tsend-Ayush, Zweiter mit 52 Toren der elfjährige A. Munkh-Orgil aus der 24. Schule in Ulaanbaatar.

1. Business-Treffen
Unter dem Motto: „Was wir wissen, ist ein Tropfen, was wir nicht wissen, ein Ozean", organisiert die Mongolisch-Deutsche Brücke (MDB) gemeinsam mit der IHK der Mongolei und der Junior Chamber International (JCI) am 22.
April im Großen Saal der IHK ein Businesstreffen für Unternehmer und Existenzgründer in Ulaanbaatar.
Ziel der Veranstaltung ist der gegenseitige Erfahrungs- und Ideenaustausch und die Verbesserung der Kooperations- und Kommunikationsmöglichkeiten zwischen Geschäftsleuten auf nationaler und internationaler Ebene.
Der Vorstandsvorsitzende der IHK S. Demberel wird einen Vortrag „IHK – Partner für mich? Zugang zum Außenmarkt?" halten.
Laurenz Melchers, Geschäftsführer der Mongolian Star Melchers GmbH und Herr B. Batzaya, der Vorsitzende der JCI Mongolia stellen ihre Firma bzw. ihre Organisation vor und geben Auskunft über Möglichkeiten der Zusammenarbeit.
Die Organisatoren bitten um Anmeldung bis zum 20. April.
Die Teilnahmegebühr beträgt 60 USD.

Aus der Regierungssitzung
Auf ihrer Sitzung am 13. April debattierten die Mitglieder des Kabinetts den Parlamentsbeschluss zur Eröffnung von Generalkonsulaten in San Fransisco (USA), in Osaka (Japan) und im Sonderverwaltungsgebiet Hongkong (VR China).
In San Fransisco lebten 27 000, in Osaka 2 000 Mongolen, nach Hongkong reisten jährlich bis zu 5 000 Mongolen. Die mongolische Regierung sei verpflichtet und bestrebt, die Interessen ihrer Bürger jenseits der Grenzen zu vertreten und ihnen Unterstützung zu gewähren. Deshalb sei die Erweiterung der konsularischen Befugnisse in diesen Städten angebracht.


V. l. E. Otgonbayar, F. Standke, K. Michel

Mongolei 1969|2009 – Ulaanbaatar im Wandel der Zeit
Der Eine, geboren 1937 in Markersdorf bei Görlitz, der Andere, geboren 1973 in Dresden, präsentieren in ihrer gemeinsamen Fotoausstellung „Mongolei 1969|2009 – Ulaanbaatar im Wandel der Zeit" einen überaus reizvollen Vergleich von Ansichten der mongolischen Hauptstadt, wie wir ihn so noch nicht gesehen haben.
Am 15. April eröffnete der rührige Galerist, Kulturzentrumsleiter und Maler E. Otgonbayar in der Zurag-Galerie in Berlin die Ausstellung, die erstmals 2009 im Zanabazar-Museum in Ulaanbaatar zu sehen war.


Straßenszene 1969

Klaus Michel, Hobbyfotograf und Frank Standke, Berufsfotograf und Filmemacher, verbindet die Liebe zur Mongolei, die sie immer wieder in das zentralasiatische Land führte und führt. Michel hat hier von 1968 bis 1971 am Bau des Fleischkombinats mitgearbeitet und reist seitdem regelmäßig nach Ulaanbaatar, Standkes Ehefrau ist Mongolin.
Während F. Standke bereits mehrere Einzel- und Gruppenausstellungen in Deutschland, Frankreich, Dänemark und China vorbereitet hat, zeigt K. Michel seine Fotos zum ersten Mal in der Öffentlichkeit.


Ulaanbaatar 1969 und 2009

„Es wurde damals nicht so gerne gesehen, wenn Fremde im Land fotografieren. Am Flugplatz in Buyant Ukhaa konnte es durchaus vorkommen, dass uns die Filme aus dem Fotoapparat gezogen wurden. So haben wir unsere Fotos letztendlich selbst entwickelt." Klaus Michel scheint immer noch verblüfft zu sein über das Interesse und die Bewunderung, die seine Fotos hervorrufen.
Die beiden Fotografen haben ihre Fotos unter Themen wie „Wohnen", „Flughafen", „Sukhbaatarplatz", „Naadam", „Stadtleben", „Kaufhaus", „Gandankloster" zusammengefasst und lassen so den Betrachter teilhaben, am Wandel der Stadt von der trotz aller Industrialisierung immer noch vorherrschenden Beschaulichkeit in den 60-er Jahren und der geschäftigen Metropole unserer Zeit.
Zu verdanken ist das Zustandekommen der Ausstellung der Initiative der beiden Fotografen, die von der Verbindungsstelle des Goetheinstituts Ulaanbaatar, dem Zanabazarmuseum und der Deutschen Botschaft in der Mongolei unterstützt wurden.
Noch bis zum 14. Mai können Sie sich die Fotos aus den späten 60-er Jahren und die von heute in der Zuraggalerie in der Böckhstraße in Berlin-Kreuzberg ansehen.

Bericht von Brit Beneke: Ulaanbaatar im Vergleich

Nach Naadam ist vor Naadam
Der Vorsitzende des Nationalen Komitees zur Vorbereitung des mongolischen Staatsfeiertages „Naadam" (11. – 13. Juli) M. Shadar Said M. Enkhbold informierte am über den Stand der Vorbereitungen und vergab die Aufgaben an die jeweils Verantwortlichen.
Außergewöhnlich hoch ist die Zahl der beteiligten Ringer und der Pferdekopfgeigenspieler - 1 024 und 1 000, außerdem werden 3 200 – 4 000 Pferde in den Reiterwettbewerben eingesetzt, 100 Langliedsängerinnen im Stadion Proben ihrer Kunst geben. Außergewöhnlich ist in diesem Jahr auch die Häufung bemerkenswerter Jubiläen für die Mongolen und ihren Staat: 2 220 Jahre Gründung des ersten Nomadenreiches in Zentralasien, 100 Jahre Befreiungsrevolution, 90 Jahre Volksrevolution.
Die Feierlichkeiten beginnen bereits am 01. Juli mit den „Tagen der mongolischen Völkerschaften", die am 09. Juli zu ende gehen.
Ch. Bat, der Generalmanager Ulaanbaatars, legte Rechenschaft über den Stand der Arbeiten bei der Verschönerung Ulaanbaatars (Beleuchtung, Grünanlagen, Verkehrssicherheit, Reduzierung der Luftverschmutzung, Springbrunnen etc.) ab.
Von den dafür vorgesehenen 27,3 Milliarden Tugrug werden 10,3 Milliarden vor Naadam 2011 ausgegeben.

Foto Abu Dhabi: Presse- und Informationsabteilung des Außenministeriums


   

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Last Update: 01. Januar 2017